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 *Stoffe-Gemeinde:

         -OrteAb1666

 


                Diese Informationen befassen sich mit all         

       den grundstücksbezogenen und baulichen Objekten,

          innerhalb der gesamten Gemeinde Georgenberg.


             A: Gemeinde Georgenberg

                        Grund und Boden


          -Herrschaft Waldthurn, (Lobkowitzer) 1666 bis 1807


          -Bayern, Ortschaften, 1807 bis dato, Georgenberg


XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

          Herrschaft Lobkowitz (Waldthurn)

                       von 1666 bis 1807

                 Der jetzigen Gemeinde Georgenberg



                           Zusammenstellung und Skizze: Rupert Herrmann, 29.08.2019

 

Vor 1656         Zerstörung Burgstall Georgenberg

-Nördlich am Georgenberg im westlichen Winkel zwischen Zottbach und

 Feiselbach, Errichtung des Neubaus, Besitzer: Georg Christoph von Wirsberg.

 

-Zerstörung: vor 1656.

                                                                                 Alle Burgen.de

 

1656         Herrschaft Waldthurn erwirbt das böhmische                         

                Geschlecht, Schauertanne bis Hagenweiher

-Die Herrschaft Waldthurn erwarb das böhmische Geschlecht 1656, als dort

 die Wirschberger (Wirsberg) ausgestorben waren.

                        Abschrift: Tachau-Pfraumberger Heimat, Teil I, Seite 167 ; (RH 2012)

 

18.05.1656  Fürstenhaus Lobkowitz kauft Herrschaft Waldthurn

-Das Fürstenhaus Lobkowitz kaufte am 18. Mai 1656 die Herrschaft Waldthurn.

 

-Da das Fürstenhaus beabsichtigte, die Herrschaft in die seit 1641 gefürstete

 Reichsgrafschaft Neustadt einzuverleiben und zur Reichsherrschaft zu erheben,

 musste die Zustimmung des bayerischen Churfürsten eingeholt werden.

 

-1656 war der Kauf faktisch abgeschlossen, da aber Fürst Lobkowitz die Reichs-

 standschaft für Waldthurn anstrebte, musste Bayern auf die Landeshoheit

 über Waldthurn verzichten.

 

-Der Churfürst verweigerte aber hierzu die Zustimmung.

 

-Es dauerte volle 10 Jahre bis Fürst Lobkowitz aufgrund seines Einflusses am

 Kaiserhof diese Hürde überstanden hatte.

 

-So konnte der Kauf mit der Kaufsumme von 40 000 Gulden Rheinisch, am

 18. Mai 1666 vollzogen werden.

          Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 56 u. 77

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 51, 2007, Seite 79 – 88

 

-Gleich nach der Übernahme richteten die Lobkowitzer eine geordnete

 Verwaltung ein und sorgten für Ordnung und Ruhe in ihrer Herrschaft.

 

-Die reichs- und landesherrlichen Regalien wurden respektiert und entsprechend

 umgesetzt.

 

-Der Streit um die Lehens- und Landeshoheit ist in den Hintergrund getreten.

 

-Die Fürsten von Lobkowitz regierten die Grafschaft Neustadt, zu der Waldthurn

 nun gehörte souverän als eigene Landesfürsten.

 

-Für die Bewohner, welche endlich Gerechtigkeit erfuhren, begann ein nimmer

 wiederkehrendes glückliches Zeitalter.

 

-Trotz allem blieb die böhmische Lehenshoheit bestehen.

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 52, 2008, Seite 31 – 40

 

28.05.1656   Herrschaft Waldthurn Kauf Fürst von Lobkowitz

-Am 28. Mai 1656 wurde die Herrschaft Waldthurn an den Herzog von Sagan,

 Fürsten von Lobkowitz käuflich abgetreten.

 

-Bei dieser Besitzveränderung ging der Hammer Oedmühl (Ödmühl)

 (später Papiermühle) nicht sofort in fürstliches Eigentum über.

 

-Als Besitzer und Hammermeister wird genannt Johann Schreier mit seiner

 Gattin Eva.

                                           125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

1656        Schellenberg Jagdschloss Fürst Lobkowitz

-Im Dreißigjährigen Kriege verfiel die Feste.


-Fürst Lobkowitz, Herr von Waldthurn erbaute auf dem Schellenberge ein Jagd-

 schloss, das noch 1797 stand. 

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 93.

 

1656        Beschreibung Meierhof (Meyerhof) Oedenmühl

-Auch zu Neuenhammer befand sich ein herrschaftliches Mayerhöfl, das 1656

 allerdings in sehr schlechtem Zustand war: Das Gebäude von gebautem Holz

 ist sehr schlecht, der Stadl und die Schupfen ganz eingefallen.

 

-Die lobkowitzische Herrschaft brachte den Meierhof (Meyerhof) rasch wieder in

 einen guten Zustand, wie nur zehn Jahre später berichtet wird.

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 54, 2010, Seite 191 - 200

 

1656        Beschreibung Meierhof (Meyerhof) Georgenberg

-Bereits in einem Berichte von 1656 heißt es: „Meierhof (Meyerhof) Georgenberg

 ist an Gebäu noch ziemlich gueth, daß alte Schloß darbey ist ganz zu grundt.“

                               Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 26.

 

1666-1807   Herrschaft Waldthurn Herrschaft Lobkowitzer

                                              (ON Heimatkundliche Beilage September 1984)

 

1666         Beschreibung Meierhof (Meyerhof) Oedenmühl

-Die lobkowitzische Herrschaft brachte den Meierhof (Meyerhof) rasch wieder

 in einen guten Zustand, wie nur zehn Jahre später berichtet wird.

 

-Meyerhof zur Oedtenmühl (später Neuenhammer):

-Ferners hat gnädige Herrschaft daselbsten einen Meyerhof mit einem Um-

 schrott umfangen, darinnen das Wohnhaus, Stadl und Stallung, von Holz ge-

 baut, mit Heu- und Halmböden versehen.

 

-Unterm Stall auch ein mit Holz überlegtes Rübenkellerl.

 

-In diesen Meyerhof wird derzeit außer Schweinevieh allerhand Geflügel gehalten.

 

-Schiebochsen 4 Stck, Melkkühe 6 Stck, Galten 13.

 

-Über Winters ist der Stall genügsam besetzt, über sommers könnten noch

 circa 7 Stück alda gehen.

 

-Dabei befindet sich ein kleiner Garten ohne besonderen Nutzen und ohne

 Obstbäume.

 

-Insgesamt umfasste der Grundbesitz des Meierhofes 111 Tagwerk, darunter

 42 Tagwerk Äcker.

 

-1733 verkaufte Fürst Philipp von Lobkowitz das Ökonomiegut an Georg Nicklas

 Frank von Gröbenstädt.   

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 54, 2010, Seite 191 – 200

 

1666        Beschreibung Meierhof (Meyerhof) Schweizerhof

-Alda hat gnädige Herrschaft einen schönen großen Meierhof, so vordem mit

 einer Ringmauer umgeben und daran ein kleines Schloss gebaut gewest,

 wirinnen Georg Christoph von Wirsberg gewohnt.

 

-Innen im Meierhof befindet sich ein großer schöner Hof, darinnen das Wohn-

 haus, neben einer angebauten großen Viehstallung und dreifachen Stadl, von

 Grund auf gemauert, mit Heu- und anderem Boden versehen, derzeit aber nur

mit Schindeln bedeckt.

 

-An dem Wohnhaus steht ein schöner hölzener Wasserkasten, darinnen eine

 Fisch- und Milchgrub.

 

-Zu diesem Meierhof gehörten 185 Tagwerk Felder, 109 Tagwerk Wiesen und

 drei Gärten.

 

-Ein Kälbergarten unterm Hof mit alten Weichselbäumen, ein Garten im Hof

 und ein kleines Sambgärtl oben bei den Stadeln.

 

-Auch dieser Meierhof muss bald verkauft worden sein, denn in der Herrschafts-

 beschreibung von 1743 ist er nicht mehr erwähnt.

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 54, 2010, Seite 191 – 200

 

-Alda hat gnädige Herrschaft einen schönen großen Meierhof, so vor diesem

 mit einer Ringmauer umgeben, und daran ein Klein Schlössl gebaut gewest,

 worinnen Georg Christoph von Wirsberg gewohnt, gleich darunter ein Blech-

 hammer und Schienhammer, so hernach durch gedachten Wirsberger in eine

 Mühle verändert, welches alles in Kriegszeiten ganz eingefallen und zu Grund

 gangen, und bishero weil es die Kosten auch vor diesen schon nicht ertragen,

 nicht mehr erbauet worden, in diesen Meierhof befindet sich ein schöner großer

 Hof, darinnen das Wohnhaus, neben eben angebauten großen ceda Viehstal-

 lung, und dreifachen Stadl, von grund auf gemauert, mit Heu- und anderen

 Boden versehen, derzeit aber nur mit Schindeln bedacht, an dem Wohnhaus

 stehet ein schöner hölzener Wasserkasten, darinnen ein Fisch- und ein Milch-

 grub, dann gleich am Hoftor, ein zwar nur mit Zimmern Balken überlegtes

 Kellerl, so mit Brettern bedächt, gleich oberhalb dieses Meierhofes befindet

 sich eine alte eingefallende Kirche, so Georg Christoph von Wirsberg neben

 einen Friedhof oder Kirchhof, sammt Pfarr- Schul- und andere kleine Häusl

 dahin bauen lassen, zumale vorhero selbiger Orten und um ganz Georgenberg,

 ein großer Hochwald gewest, welche Kirchen aber durch das Wetter abgebrannt,

 und neben Pfarr-, Schul- und anderen Häuseln, in Kriegswesen ganz völlig

 wieder eingefallen, dass dazugehörige Feld, hat teils neben der Wiesen, der

 Pfarrer zu Waldthurn zu genießen, teils aber hat die Herrschaft wieder zu sich

 genommen, befindet sich also noch folgendes Feld bei angezogenen Meierhof

 (Meyerhof), so in drei Zelch geteilt und begriffen.

 

-Die erste Zelch von Meierhof bis an die Kirche auf die Sandgrub 80 Tagwerk

 

-Die andere Zelch von der Sandgrube bis zur Grenze Schwanhof 50 Tagwerk

 

-Die dritte Zelch an der Böhmischen Straße und was unterhalb der Straße liegt

 55 Tagwerk, Summe: 185 Tagwerk

 

-Ein Garten anders nicht vorhanden, als gleich untern Hof befindet sich ein 

 Kelbergarten, darinnen etliche alte Weixelbäume, so aber alters halber nicht

 mehr tragen.

 

-Zum andern ein Garten im Hof, so ebenfalls halb zum Kelbern und halb zum

 Grasen gebraucht wird. 

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 49

 

13.05.1666   Fürstenhaus Lobkowitz, Herrschaft

                       Waldthurn übernommen

-Der Bayerische Kurfürst leistete zunächst Widerstand, es dauerte volle 10 Jahre,

 bis das Fürstenhaus Lobkowitz am 13. Mai 1666 die Herrschaft Waldthurn

 förmlich übernehmen konnte.

 

-Gleich nach der Übernahme wurde eine geordnete Verwaltung eingerichtet,

 die Reichs- und Landesherrlichen Regalien wurden respektiert und ent-

 sprechend umgesetzt.

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 56

 

-Kurfürst Ferdinand Maria erklärte, er habe sich auf Ansuchen des Kaisers und

 des Fürsten Lobkowitz entschlossen, auf die landesherrlichern Rechte über

 Waldthurn zu verzichten, wenn der Kaiser Gleiches tue.

 

-Durch dieses Zugeständnis suchte die bayerische Regierung den Kaiser und

 seinen Obersthofmeister für wirtschaftliche Verhandlungen günstig zu stimmen.

 

-Nachdem auch der Kaiser auf seine Rechte zu Gunsten des Fürsten entsagt

 hatte, fand am 13. Mai 1666 in Anwesenheit bayerischer und böhmischer Be-

 vollmächtigter die Extradition (Auslieferung) Waldthurns an den Fürsten von

 Lobkowitz statt.

 

-Der Kurfürst verzichtete sogar noch auf ausständige Steuern.

                                       Oberpfälzer Heimat, Band 45, 20012, Seite 63 - 69 

 

13.05.1666  Lehensübergabe Böhmen an die Lobkowitzer

-Am 13. Mai 1666 wurde die königliche böhmische Lehensherrschaft Waldthurn

 an das fürstliche Haus Lobkowitz übergeben.

 

-Herr Notarius hat nun allen Untertanen das feierliche Gelöbnis abgelesen,

 wobei die Untertanen mit erhobener Schwurhand auf den neuen Landeshern

 vereidigt wurden.

            Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 77-78

 

1666-1677  Herrschaft Waldthurn Fürst Wenzel Eusebius Lobkowitz

-Geboren im Jahre 1609, erste Ehe mit Prinzessin Johann Myska von Zlunitz,

 diese verstarb am 17.01.1650, zweite Ehe mit Prinzessin Auguste Sophie

 von Pfalz-Sulzbach, geb. Pfalzgräfin bei Rhein, Herzogin in Bayern.

 

-Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz verstarb am 22. April 1677.

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 79

 

1666-1682  Frau Auguste Sophie von Fürst Wenzel Eusebius

                                         von Lobkowitz

-Fürstin Auguste Sophie, eine tatkräftige, kluge und bewundernswerte Frau,

 war vom Elternhaus her protestantisch und verblieb auch nach ihrer Heirat

 bei diesem Bekenntnis, obwohl die Familie Lobkowitz streng katholisch war.

 

-Bemerkenswert ist ihre Toleranz zu den Katholiken.

 

-Ihr Bekenntnis war auch der Grund, warum sie nicht nach Wien an die Seite

 ihres Gatten an den Kaiserhof ging, sondern Zeit ihres Lebens in Neustadt

 blieb, wo sie Ihr Gatte regelmäßig besuchte.

 

-In Neustadt sind auch ihre 5 Kinder geboren.

 

-Wegen seiner ständigen Abwesenheit übertrug Fürst Wenzel seiner Gemahlin

 die Regentschaft über Neustadt und damit war sie auch die Herrin über Wald-

 thurn, wo sich die Fürstin oft längere Zeit aufhielt und sich um die Regierungs-

 geschäfte sehr annahm.    

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 80

 

-Für den Fürsten, der nie selber in der Herrschaft Waldthurn war, regierte seine

 sanftmütige und guttätige Gemahlin Augusta Sophia.

 

-Gleich im Jahre 1666 ließ sie in ihrem geliebten Waldthurn ein neues Schloss

 bauen.

                                                          Die Oberpfalz, 1985, Seite 299 - 305

 

18.05.1666   Lobkowitzer kaufen die Herrschaft Waldthurn

-So konnte der Kauf mit der Kaufsumme von 40 000 Gulden Rheinisch vollzogen

 werden. 

                     Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 77

 

1666           Waldkirch Marktrecht Beschreibung 

-Und schließlich ist im lobkowitzischen Salbuch von 1666 zu lesen:

 

-„Zu Waldkirch hat die Herrschaft das Marktrecht, wo selbst eine Kirche

 St. Johannis mit einem gemauerten Kirchhof umfangen gestanden,

 welche aber schon vor langen Jahren zugrunde gegangen und

 bisher aus Mangel an Mitteln wüst gelassen worden.“

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 42.

 

-Aus einer Quelle des 17. Jahrhunderts ist zu entnehmen (Salbuch 1666),

 dass in Waldkirch einst eine dem hl. Johannes geweihte Kirche stand.

                          Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 73

 

-Salbuch über Schönthann: Dorf Schönthann.

 

-Daselbst ist vor alters ein Dorf gestanden, so aber unerdenklich zugrund ge-

 gangen und bishero mit Hochholz dergestalten verwachsen, daß man ausser

 einer Herdstatt nichts als 2 Wiesfleck, so negst lange Jahr her wird reutig ge-

 macht und durch die Wampenhöfer und Waldkirchner gemäht und geheugt,

 durch die herrschaflichen Hofbauern aber nach Waldthurn zu selbigen

 Meierhof (Meyerhof) abgeführt wird.

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 53, 2009, Seite 7 - 17

 

1667         Lehensbuch Fürst Wenzel von Lobkowitz

-1667-1671, über die von Fürst Wenzel von Lobkowitz verliehenen Lehen.

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 60

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

1667-1670    Hammergut Oedmühle Schreier verkauft an Lobkowitz

-Erst zwischen 1667 – 1670 verkaufte dieser den Hammer an die Fürsten von

 Lobkowitz und blieb Hammermeister.

 

-Hammermeister Johann Schreier und Ehefrau Eva.

                                           125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 102

 

27.01.1667        Gebot der Bierabnahme

-Am 27. Januar 1667 wurde aus der fürstlichen Canzlei ausgefertigtes Dekret

 amtlich abgelesen, worinnen den Waldthurner Untertanen geboten wurde,

 dass sie das Bier uff Hochzeiten und Kindstaufen im Hofkeller oder bei den

 Bürgern in Waldthurn abnehmen sollen.

              Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 221

 

05.03.1667   Herrschaft Waldthurn erhält landesfürstliche Obrigkeit

-Mit Urkunde vom 05. März und 15. April 1667 verzichteten Kaiser Leopold und

 Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern gleichzeitig zugunsten des Fürsten

 Lobkowitz auf die Landesobrigkeit und alle Rechte bei der Herrschaft

 Waldthurn, damit hatte Waldthurn die Reichsstandschaft und war außer

 dem Fürsten Lobkowitz nur dem Kaiser unterstellt.

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 78

 

1673-1677   Herrschaft Lobkowitz, Regentin, Augusta Sophie 

                                  Arbeitskreis Weiden-Neustadt/WN, Alfred Kunz, Regenten

 

-Sie war protestantisch, 1672 wurde ihr die offizielle Regentschaft über Neustadt

 und Waldthurn übertragen.

 

-1679 nach dem Tode ihres Gatten zog sie nach Nürnberg, wo sie am

 30.04.1682 starb.

                                                                        (DNT 17.11.2001)

 

1676-1680     Hammergut Oedenmühle Hammermeister

                                   Johann Veit Loibl

-Ihm folgte als Hammermeister 1676 Johann Veit Loibl.

                                           125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

-Lengfelder starb 1676 und Johann Veit Loibl, fürstlich saganischer Kastner

 und Hammerverwalter zum Nachfolger hatte.

                           OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 102

 

1677-1715  Fürst Ferdinand August Leopold von Lobkowitz

-Nach dem Tode von Fürst Wenzel Eusebius übernahm dessen Sohn die

 Regentschaft.

 

-Ferdinand August ist am 07.09.1655 geboren, er bekleidete ebenso wie der

 Vater hohe Ämter am Kaiserhof und war als Vertreter des Kaisers Prinzipal-

 kommissar am immerwährenden Reichstag in Regensburg.

 

-Ferdinand August war 4mal verheiratet:

-1. Ehe: (17.07.1666) mit Prinzessin Claudia Franziska von Nassau-Hademar,

-2. Ehe: (17.07.1680) mit Prinzessin Maria Anna Wilhemmine von Baden,

-3. Ehe: (03.12.1703) mit Prinzessin Maria Philippine von Althan,

-4. Ehe: (16.12.1706) mit Prinzessin Luise von Schwarzenberg.

 

-Die Herrschaft Waldthurn war sehr gut bestellt.

 

-Fürst Ferdinand August verstarb am 03.10.1715 in Raudnitz.

         Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 85 u. 86

 

22.04.1677   Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz verstorben

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 79

 

26.07.1677    Landeshuldigung von Fürst Ferdinand August Leopold

-Am 26. Bis 27. Juli 1677 nahm Fürst Ferdinand August in Waldthurn die

 Landeshuldigung entgegen.

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 85

 

1678           Oedmühle Besitzer Loibl.

                             Heimatblätter für den oberen Naabgau, 7. Jahrgang, August 1929

 

Ca. 1678      Bisher Oedmühle dann Neuenhammer  

-Seit ca. 1678 hat die Ödmühle die Bezeichnung Neuenhammer.

                                                   Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 21.11.1965

 

-Bis zum Jahre 1678 hieß die hiesige Ansiedlung „Oedenmühl, - Oedtmühl“.

 

-Anfangs war diese Mahlmühle, aus der dann später das große Hammerwerk

 hervorging, weiter Zottaufwärts gestanden; man nimmt an, da wo derzeit die

 Papiermühle steht.

 

-Ein Dammbruch zweier Weiher vernichtete die Mühle, wurde an der jetzigen

 freieren Stelle wieder aufgebaut, behielt aber ihren alten Namen bei bis 1678.

 

-In diesem Jahre erscheint zum ersten Mal die Bezeichnung „Neuenhammer“,

 weil nach dem dreißigjährigen Krieg ein neues Hammerwerk erbaut worden war.

                                        125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 4

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 36

 

1680-1692    Hammergut Hammermeister Georg Martin Lederer

-Ihm folgte als Hammermeister (Hammerverwalter) 1680 Georg Martin Lederer.

                                         125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7 

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 102

 

1685      Pfarreiverlegung von Lennesrieth nach Waldthurn

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 43.

 

1685          Lennesrieth wurde Filiale von Waldthurn

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 17.10.1965

 

1692          Hammergut Hammermeister Johann Schreyer

-1692 Johann Schreyer (Schreier) mit seiner Gattin Dorothea „aufm neuen

 Hammer“.

                                              125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 102

 

16.01.1702     Wiederinstandsetzung der Kapelle auf dem

                                      Georgenberg 

-Vor langen Jahren stand auf dem Georgenberg im Walde eine Kapelle, die aber

 wegen des Alters gänzlich eingefallen war. Diese war aber von Herrn Johann

 Michael Weinzierl, Lobkowitzischer Rat und Pfarrer zu Waldthurn, auf gnädige

 Lizenz des Ordinariats (16. Januar 1702) wieder repariert worden.

                           Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 43.

                                               (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 06)

 

1704/1705       Spanischer Erbfolgekrieg

-Während noch die Türkenfeldzüge viel bayerisches Blut kosteten, wurde das

 Land 1704/1705 durch die ehrgeizige Politik seines Herrn in einen anderen

 Krieg gestürzt:

 

-Durch seine Heirat mit der Habsburgerin Maria Antonia hatte sich der Kurfürst

 die Aussicht auf das gewaltige Erbe des Kaisergeschlechtes (Österreich –

 Italien - Spanien - Niederlande - Südamerika) geschaffen.

 

-Im Spanischen Erbfolgekrieg rangen Österreich, Frankreich und Bayern um die

 Spanischen Besitzungen Habsburgs.

 

-Wieder einmal brachen die Angehörigen der alten bayerischen Ostländer,

 Österreichs, über Bayern herein.

 

-Unerträgliche Steuerlasten, Plünderungen u. Zwangsrekrutierungen schürten

 die allgemeine Verbitterung.

 

-In der Rötzer Gegend scharten sich die Bauern zusammen und verhinderten

 den Abtransport von Kriegsverpflichteten.

 

-Der Aufstand breitete sich rasch über Neunburg, Waldmünchen, Cham bis zur

 Donau hin aus.

 

-Die begeisterten Landesverteidiger fanden jedoch alle ein blutiges Ende, ähnlich

 den oberbayerischen Bauern.

                                     Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 134; (RH 2012)

 

Vor 1709  Kirche St. Christoph auf Georgenberg vom Blitz zerstört

-Die Kirche vom Blitz zerstört, 1709 mit Benutzung alter Mauern wieder aufge-

 baut. (Aus der Beschreibung der Herrschaft Waldthurn im Jahre 1743)

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 80.

 

25.03.1709      Erlaubnis zur Benedizierung erhalten

-1709 wurde die Kirche unter Pfarrer Weinzierl, der auch am 25.03.1709 die

 Erlaubnis zur Benedizierung erhalten hatte, restauriert .

                     Kirchenführer 2009) (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 06)

 

-Am 22. September 1709 benediziert..

                                                           Oberpfalz, 1979, Seite 298 - 301

 

22.09.1709   Benedizierung der Kirche Sankt Christoph

-Pfarrer Weinzierl, von ihm am 22. September 1709 benediziert worden.

 

-Es wurde aber die Verpflichtung auferlegt, jährlich 8mal den Gottesdienst

 allhier zu halten.

              

-In die Kirche hatte der Blitz eingeschlagen.

 

-Als die Waldgemeinde sich vergrößert hatte, und ein einziger Priester die weit-

 schichtige Pfarrei Waldthurn unmöglich allein versehen konnte, gaben die

 Waldner bei dem Herzog Philipp von Sagen und Fürsten zu Lobkowitz als

 Landesherrn um einen eigenen Priester gebeten.

 

-Dieser wurde ihnen auch bewilligt mit einem jährlichen Gehalt von 250

 Gulden Holz.

 

-Als Herzog Philipp tot war, wurde diese Seelsorgsstelle von der Vormundschaft

 wieder aufgelöst.

 

-Das Ordinariat widersetzte sich dieser Maßnahme mit der Begründung, dass

 die Pfarrei zu groß sei.

 

-Man einigte sich schließlich darauf, dass der Priester bleiben dürfe, dass von

 der Herrschaft so viel Holz zu reichen sei, ebenso von der Gemeinde Unter-

 stützung.

 

-Für das beiderseitige friedliche Einverständnis traf das Ordinariat folgende

 Maßnahme:

 

-Dass ein Kooperator-Expositus zu St. Christoph wohne, aus fürstlichen Geldern

 und denen der Waldner Beitrag gereicht werde, und dass dem Priester Johann

 Georg Ebert die Admission erteilt werde.

 

-Dazu kam der Befehl:

 

-1. Jedes Begräbnis aus dem Wald soll bei der Mutterkirche verbleiben; wollten

   die Wäldner die anderen 2 Ämter wegen Entlegenheit von Waldthurn bei St. 

   Christoph zu ihrer Bequemlichkeit begehren, so hätte diese der Expositus zu

   verrichten.

 

-2. Der Kooperator-Expositus soll die Namen der von ihm Getauften aufschreiben

  und sie dem Pfarrer schicken; auch das Drittel der Taufgebühr solle ihm ge-

  hören.

 

-3. Die Verkündigungen sollen in der Pfarrkirche allein gehalten werden.

 

-4. Zu St. Christoph sollen die Katechesen (Unterrichtung oder Unterweisung)

  abwechselnd gehalten werden.

 

-5. Der Kooperator soll sich an den Festen der Kirchweihe und des Patroziniums

   in die Pfarrei begeben und dort bei den heiligen Handlungen und beim Beicht-

   hören aushelfen.

 

-6. Er soll ohne Wissen des Pfarrers keine Prozessionen und Kreuzgänge ab-

 halten, sondern dieselben mit der Pfarrei verrichten.

                                                                      (Kirchenführer 2009)

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 06)

 

-Damals gehörte dieses Kirchlein und seine Umgebung zur Pfarrei Waldthurn.

 

-Da aber die Bevölkerung im Walde immer zahlreicher wurde und in Waldthurn

 nur ein Geistlicher war, wandten sich die Waldner an Seine Durchlaucht

 Philipp, Herzog zu Sagan und Fürsten zu Lobkowitz um einen Priester, der

 ihnen auch gewährt wurde mit einem jährlichen aus dem hochfürstlichen

 Waldthurnischen Renten abzuführenden Jnterimsgehalt von 250 Gulden

 und 16 Achtl teils angebautes, teils ödes Feld.

 

-Auch die Untertanen hatten sich gerichtlich erklärt, einen Beitrag zu leisten,

 solange diese Jnterimbbestallung währt.

 

-Nachdem aber obiger Fürst gestorben war, wurde dieser Priester wieder abge-

 schafft und dem Pfarrer von Waldthurn aufgetragen, durch seinen Kooperator

 zwei Sonntage nacheinander den Gottesdienst zu halten, auch wöchentlich

 2 – 3 mal allda die hl. Messe lesen zu lassen.                                                 

                                       (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)


Um 1710    Wappen am Neukirchner Hochaltar Johann B. von Haertl

-Am Hochaltar in Neukirchen St. Christoph ist ein Wappen mit der

 Inschrift:   Johann Baptist von Haertl, Anfang des 18. Jahrhundert.

                                                   Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 17.10.1965

 

1711          Mittlere Kirchenglocke, (Wetterglocke)

-Zur damaligen Zeit die Erste Glocke.

-Inschrift: „Zu Ehren der hl. 2 Märtyrer Joannis et Pauli 1711“.

-Johannes und Paulus, ab 1961 dann die kleine Glocke (Totenglocke).

                                (Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 29.07.1973 und 03.10.1965)

                                             (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 08)

 

1713      Immer wieder wütete die Pest, das letzte Mal 1713 

                        Abschrift: Tachau-Pfraumberger Heimat, Teil I, Seite 59; (RH 2012)

 

-1713 breitete sich die gefährliche Seuche von Ungarn aus nach Österreich,

 Böhmen und Bayern aus.

                                               Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 171

 

1714         Kapellenbeschreibung Sankt Christoph

-Über diese erste Kirche berichtet das Waldthurner Salbüchl von 1714:

 

-Vor langen Jahren stund auf dem Georgenberg im Wald eine Capellen,

 welche aber alters halber (nach anderen Quellen durch Blitzschlag) gänz-

 lich eingefallen.

                        Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 43.

 

1715-1734   Herrschaft Waldthurn Fürst Philipp Hyazinth Lobkowitz

-Geboren am 25.05.1680 aus 1. Ehe mit Claudia Franziska von Nassau-Hademar.

 

-Er war zweimal verheiratet:

-1. Ehe: (17.10.1703) mit Eleonore Caroline von Lobkowitz-Bilin.

-2. Ehe: (25.08.1721) mit Anna Marie Wilhemine von Althan.

 

-Als Philipp Hyazinth am 21.12.1734 starb, war sein ältester Sohn und

 Erbe aus 2. Ehe, Wenzel Ferdinand erst 11 Jahre alt.

 

-Für Ihn übernahm dessen Mutter die Vormundschaft, der junge Fürst verstarb

 aber schon 1639 im Alter von 16 Jahren.

 

-Nachfolger wurde dessen Bruder Ferdinand Philipp Apostel Johann-Nepomuk,

 genannt Ferdinand Philipp, geboren am 27.04.1724.

 

-Auch für ihn musste die Mutter bis zur Volljährigkeit die Vormundschaft über-

 nehmen.

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 86

 

03.10.1715   Fürst Ferdinand August von Lobkowitz verstorben

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 86

 

04.07.1717    Landeshuldigung von Fürst Philipp Hyazinth

-Am 04.07.1717 war er in Neustadt und Waldthurn und nahm die Erb-Landes-

 huldigung entgegen.

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 86

 

1724       Ortsname Neukirchen erscheint noch nicht

-In der Pfarrbeschreibung von 1724 erscheint der Name „Neukirchen“ noch nicht,

 sondern es wird die Kapelle            

       „Zum Heiligen Christoph in Georgenberg (Girgenberg)“

 aufgeführt, die, nachdem sie vom Blitze zerstört worden.

                                       BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 11

 

1724    St. Christoph in Georgenberg (Neukirchen), Kirche

-Noch in der Pfarrbeschreibung von 1724 wurde die Kirche, zur Pfarrei

 Waldthurn gehörig, St. Christoph in Georgenberg genannt.

 

-Später kam der Name Neukirchen St. Christoph immer mehr in Gebrauch.

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 80.

 

1724             Altarvorhang angeschafft

-1724 wurde ein neues Antependium (ein reich verzierter und bestickter

 Vorhang aus Stoff vor oder an den Seiten des Altarunterbaues) dem Bild-

 hauer in Nabburg bezahlt; Preis 2 Gulden und 30 Kreuzer.

                                               Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

1724        Gestohlene Messgewänder wieder zurück

-1724 wurden für 2 gestohlene Messgewänder, die nach einer Zeit stückweise

 wieder zurückkamen, Ausgaben notwendig.

                                                 Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

1731       Herrschaft Waldthurn Lobkowitz Mannschaftsregister

-In Wald in Timpfl und Hartmannsrieth: (Dimpfl)

-Thoma Schönberger und Hans Schreier,

-Wolf Mahrl, nun Lorentz Kerndörfer,

-Hans Hartwig junior,

-Hans Giesl (Gösl) und Hans Kimmerlings wittib.

-Neu übernommen, Hans Völkl senior,

-Hans Paul Dobmeyer,

-Hans Georg Spahnl,   

-Andreas Pehsl,

-Hans Striegl, und Michael Gretsch.

 

-In Reheberg (Rehberg):

-Adam Striegl,

-Hans Mathes Troidl,

-Sebastian Weiß,

-Hans Lang senior und nun Hans Hartwig.

-Neu oder gewechselt, Hans Völkl junior,

-Michaerl Wurzer,

-Georg Wüst und ein Hans Michl Weiß.

 

-Pinsenstock: (Binsenstock) den früher der Georgenberger Wirt in Besitz

 hatte, ist nach über 100 Jahren wieder urbar und besiedelt worden,

 Inhaber ist ein Christoph Gschwindler.

 

-Faislbach: Tauchen Gretsch u. Schmeidl nicht mehr auf, anstelle Andreas

 Hartwig.

-Lorentz Hartwig existiert weiter; übergeben wurde an Michl Schreyer,

 Sebastian Weiß und Niklas Peimbler.

-Neu treten auf, Adam Stark, Christoph Kraus, Andreas Anderl, Georg Zandt,

 Georg Fraaß junior und ein Lorenz Mühlhofer „ufm Georgenberg“. In späteren

 Akten sind die Mühlhofer Inhaber des Georgenberger Wirtsdhauses, diese

 haben es also vor 1731 von den Vorbesitzern Wüst übernommen, wobei der 

 Binsenstock (Pinsenstock) vom Gesamtbesitz abgetrennt und einem

 Neusiedler überlassen wurde.

 

-Brünst:

-Hans Völkl senior, nun Albrecht Üblacker senior und junior auf Lösselmühle,

-Ulrich Wüst, Michl Röber, Hannß Ertl junior, Hans Friedrich Solfrankh und

 Thoma Solfrankh,

-Hinzukommen, Thoma Troidl, Hans Jakob Wild, Hans Brandl, Christoph Käs,

 Hans Forster, Thoma Meyer, Hans Georg Völkl, Jakob Holfelder, Hans Bock,

 Georg Werner, Adam Mayer, Mathes Zizmann, Hans Seibert, Mathes Wittmann,

 Wolf Peigler und Hans Georg Ziegler.

 

-Kühtränk: Friedrich Wüst, ab 1747 Hans Frischholz.

 

-Gehenhammer: Kreitzer, ab 1731 Lorenz Reber (Röber).

 

-Krautwinkl: Ab 1731, Wiederbesiedelung (Neu) durch Hans Andre Kreuzer.

 

-Waldkirch: Paul Pappenberger, Ulrich Steger, Georg Zollitsch, Georg Schober,

 Hannß Wittmann, Hans Weiß, Adam Mayer, Hans Gmeiner, Michl Kreuzers

 wittib, Michl Fraaß und Sebastian Schönberger, Neu übernommen haben

 Georg Knorr, Adam Lindner senior, Adam Lindner junior, Johann Kneidl, Georg  

 Adam Träger und ein Christoph Haberkorn. Letzterer könnte die Waldkirchner

 Mühle besessen haben; jedenfalls ist im Kataster der Familie Plödt um 1800

 der Name Haberkorn als Inhaber nachgewiesen.

 

-Neukirchen: Mesner, Stefan Frankh (1732)

-Der erste Kooperator Johann Georg Ebert, bewohnte das Mesnerhaus, es gab

 noch keinen Pfarrhof in Neukirchen. Mindesten seit 30 Jahren (um 1700) wurden

 bereits schon Gottesdienste abgehalten, natürlich von einem Waldthurner

 Geistlichen.

 

-Neuenhammer (Ödenmühle):

-Am 26. September 1733 wurde das herrschaftliche Eisenhammerwerk Oedte

 Mühle (Neuenhammer) an den Privatunternehmer Niklas Frank,

 Hammermeister von Gröbenstädt verkauft.

                       OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 111-113

 

00.00.1731   Gehenhammer Lorenz Röber (Reber)

-Für 1731 ist als solcher ein „Lorenz Röber ufm Gehenhammerd“ nachgewiesen,

 sicherlich ein Vorfahr der heutigen Eigentümer. 

                                                                  150 Jahre Mühle Gh, Seite 2,

 

12.01.1732     Bittstellung um einen eigenen Priester

-So nimmt es nicht Wunder, dass die „Wäldner“ danach trachteten, einen,

 eigenen Seelsorger zu erhalten.

 

-Fürst Philipp von Lobkowitz hatte für dieses Anliegen ein offenes Ohr:

 

-„haben die Wäldner bei seiner Hochfürstlichen Durchlaucht Philipp, Herzogen

 zu Sagan und Fürsten von Lobkowitz als gnädigsten Landesherrn unter-

 thänigst um einen Priester suplicirt (gebeten), auch gnädigst verwilliget

 worden“.

 

-Am 12. Januar 1732 richtete diesbezüglich der Fürst ein Schreiben an den

 Bischof von Regensburg mit der Bitte um einen „Cooperator Expositus“

 zu St. Christoph

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 44.

 

1732      Neukirchen St. Christoph Gründung der Expositur  

-1732 war von Fürst Lobkowitz die neue Expositur St. Christoph errichtet

 worden, wo seit 1757 die Taufen und seit 1771 auch die Trauungen

 und Sterbefälle geführt wurden. 

                         Abschrift: Die verschwundenen Dörfer, Teil III, Seite: 142, (RH 2012)

 

1732       Schulhaus Lobkowitzer Besitz Holzbau

-Es ist erbaut worden auf Lobkowitzer Besitz und zwar zunächst als Holzbau.

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 2, 1957, Seite 92 - 94

 

-Als im Jahre 1732 in Neukirchen St. Christoph eine Expositur errichtet wurde,

 gehörten die Ortschaften Waldheim, Altfürstenhütte, Altpocher und

 Böhmischdorf zu diesen Wirkungskreis.

          Abschrift: Gedenkbuch und Chronik, Gemeinde Waldheim; Seite: 18; (RH 2012)

 

07.03.1732    Gründung der Expositur Sankt Christoph

-Mit Erfolg, denn vom Ordinariat in Regensburg, vertreten durch Generalvikar

 Franz Joachim von Schmid, wurde am 7. März 1732 mit dem Fürsten als

 Patronatsherren „zu beiderseitigem friedsamen Verständnis willen folgende

 Instruction errichtet und zu beiden Theilen (Pfarrer Weinzierl von Waldthurn

 und dem künftigen Expositus Johann Georg Eberl) eingehändiget worden“

 mit folgendem Inhalt:

 

-„Des Hochwürdigsten und Durchlauchtigsten Fürsten und Herren Johannes

 Theodori, des Hl. Römischen Reiches Fürsten und Bischofen zu Freising und

 Regensburg, in Oberbayern und Niederbayern, auch der Oberen Pfalz

 Herzogen, Pfalzgrafen bey Rhein, Landgrafen zu Leuchtenberg pp…

 

-Unseren gnädigsten Gruß zuvor.

 

-Demnach seine Hochfürstliche Durchlaucht laut gnädigstem Rescript vom 12.

 Januar verlanget, dass ein Cooperator Expositus zu Neukirchen wohnen, auch

 aus der fürstlichen Renten und von der Waldner  eigenen Beitrag unterhalten

 werden solle, welche auch Wir in allem approbiret und zu dem Ende den

 Priester Johann Georg Eberl die Admission hierüber wirklich erhielt, also ist,

 um aller Weitschichtigkeit vorzubeugen und die Sach in richtigen Stand zu

 bringen, Unser gnädigster Beschluss hiermit, dass

 

-1. alle Begräbnisse bey der Haupt- und Mutterkirchen verbleiben sollen;

 

 Alle Begräbnisse aus dem Wald blieben aber noch bei der Mutterkirche,

  sodass die Leichen wie bisher nach Waldthurn, bzw. damals in den Fried-

 hof von Lennesrieth begraben wurden.  

                                        (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

-2. soll der Cooperator Expositus die von ihm Getauften aufschreiben und die

  Namen dem Pfarrer schicken, auch das Drittel von der Taufstol haben.

  

  -Item ist auch das Drittel am Mesner Verdienst diesem zu St. Christoph gehörig;

 

-3. die Verkündigungen sollen in der Pfarrkirche nur allein gehalten werden;

 

-4. zu St. Christoph sollen die Predigten und Katechesen anwechselnd ge-

  halten werden;

 

-5. soll der Cooperator Expositus am Fest der Kirchweihe und des Patrociniums

  in der Pfarrkirche erscheinen und dort beim Gottesdienst aushelfen;

 

-6. soll der Expositus ohne Wissen des Pfarrers keine Processionen- und

  Kreutzgäng anstellen, sondern dieselbe mit der ordentlichen Pfarr verrichten;

 

-7. in Commemoratione omnium fedleium (Allerseelen) soll der Gottesdienst,

  weilen der Wäldner Begräbnis auch ist, diese herrin gehen, zu Lennesrieth

  noch ferner gehalten werden;

 

-8. sollen von Waldthurn auch die gedruckten Beichtzettl für die österliche Zeit 

   abgeben werden und dem Pfarrer die Beichtkreuzer sambt dem Pfarr-

   groschen zufallen;

 

-9. das Opfergeld wie auch die Fürgangsgroschen (Versehgroschen) gehen

  alda dem Exposito zu;

 

-10. und gleich, wie es bishero Gewohnheit gewest, dass ein Pfarrer in Wald-

    thurn und der Schulmeister die fastenspeis im Walde eingesammelt, also

    solle nun dieses der Expositus und der Mesner zu St. Christoph zwar ge-

    nießen, entgegen aber beyde verbunden seyen, vor der österlichen Zeit

    den Statum animarum (Seelenbeschreibung) zu beschreiben und die

    Beichtzettl nach Ostern einzusammeln.

 

-Welches alles Wir beiderseits exacte observirt zu werden gnädigst anbefehlen.

 

-Dies ist demnach die Gründungsurkunde der Expositur Neukirchen auf dem

 Georgenberg im Wald.

 

-Die neu errichtete Expositur umfasste folgende Ortschaften:

 

    -Ödmühle, Oedmühle (Neuenhammer) mit Ausnahme des Hauses des

      Hammerherrn, des Wirtes und des Hammerwerks,

    -Dimpfl,

    -Faislbach,

    -Rehberg,

    -Brünst,

    -Waldheim,

    -Glashütten,

    -Lößlmühle, (Lösselmühle)

    -Altbuchen,

    -Böhmischdorf,

    -Georgenberg,

    -Gehenhammer,

    -Krautwinkl,

    -Pinsenstock, (Binsenstock)

    -Ziegelhütten (Galsterlohe)

    -und Waldkirch.

 

-Das Waldheimer Gebiet mit den genannten Ortschaften Waldheim, Glashütten,

 Altbuchen (Altpocher) und Böhmischdorf lag zwar in Böhmen, gehörte aber

 kirchlich zur Expositur Neukirchen.

                    Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 44.- 46.

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 08)

 

1732-1735    Cooperator Expositus Johann Eberl

-Cooperator Expositus, Johann Georg Eberl.

 

-Expositus = ein Geistlicher, dem ein bestimmter Teil der Pfarrei untersteht,

 hier die Pfarrei Waldthurn.

 

-Herr Eberl ist der erste Seelsorger in der neugegründeten Expositur

 Neukirchen St. Christoph.

                                                           (OWV-Chronik, 1981, Seite15)

 

26.05.1732   Wäldner wollen für jährlichen Unterhalt beitragen

-Nach dem Willen des Fürsten sollten die „Wäldner“, die ja so intensiv sich um

 einen eigenen Seelsorger bemüht hatten, auch einen Beitrag zu seinem

 Unterhalt leisten.

 

-Deshalb beauftragte Fürst Philipp am 26. Mai 1732 das Waldthurner Richter-

 amt, „die Untertanen vom Wald dahin frei und ohne Zwang zu vernehmen,

 was sie auch zu des Expositi Cooperatoris zu St. Christoph Unterhalt jähr-

 lich beytragen können und wollen“.

 

-Hierauf haben die Wäldner den freiwilligen Beytrag von 50 Gulden und 33

 Kreuzer specificieren lassen, und zwar die Pfälzer, welche Getreidezehent

 geben, die nechst bey der Kirche wohnende 12, 15 bis 20 Kreuzer, die

 Entfernteren 6, 8 bis 10 Kreuzer.

 

-Die Waldheimer hingegen, welche ebenfalls Feldzehents besteuert und nahe

 bey der Kirchen liegen, 30 und 40 Kreuzer, auch 1 Gulden und 1 Gulden

 und 15 Kreuzer.

 

-Das Einkommen des Expositus bestand aus 312 Gulden und 14 Kreuzer und

 setzte sich wie folgt zusammen:

                                            (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                           Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 46.

 

1733-1833 Verkauf Eisenhammer Neuenhammer an Frank

-Die Lobkowitzer veräußerten 1733 den Hammer an Georg Nikolaus Frank,

 dessen Nachkommen ihn bis 1833 besaßen.

                                  Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 78.

 

26.09.1733   Hammergut Neuenhammer Kauf Georg Nikolaus Frank

-Im September 1733 veräußerte Reichsfürst Philipp von Lobkowitz den hiesigen

 Hammer mit dem Ökonomiegut und Wirtshaus an Georg Nikolaus Frank von

 Grubenstätt.

 

-Ein schwerer Raubüberfall vernichtete den Wohlstand dieses Besitzers.

 

-Er selbst starb an den Mißhandlungen und hinterließ eine zahlreiche un-

 mündige Familie. -Georg Nikolaus Frank zu Tode gequält.

  

-Sein jüngster Sohn Franz Frank ging, großjährig geworden, daran mit Ent-

 schlossenheit und Gottvertrauen alles wieder neu aufzubauen.

 

-Er errichtete einen Hochofen, den ersten in der ganzen Umgebung, er-

 weiterte das Gut durch Ankauf von Land.   

                                         125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

-Schmied- und Brennherd, zwei Eisenhammer und einem Pucherhammer

 

-Er stellte einen Antrag auf den Bau eines Hochofens.

 

-Dieser wurde jedoch erst nach 60 Jahren genehmigt.

                                         Der Landkreis VOH, 1969, Robert Kuhnle, Seite 120

                                        Oberpfälzer Heimat, Band 54, 2010, Seite 191 – 200

 

-Fürst Lobkowitz, dem auch Waldthurn gehörte, verkaufte die Ödtmühle

 (Neuenhammer) mit Schmiedherd, Zrennherd, zwei Eisenhämmer und einen

 Pucherhammer an Hammermeister Frank, doch als der neue Besitzer Antrag

 auf einen Hochofen stellte, um damit den Betrieb hier im Zotttal gewinnbringen-

 der zu gestalten, musste er darauf 60 Jahre warten.

                                                         Die Oberpfalz, 1977, Seite 321 – 333

 

-Herrschaftliche Eisenhammerwerk Oedtmühl (Neuenhammer) sambt den darin

 befindlichen Schmiedherd und Zrennherd (Schmelzherd), auch zwei Eisen-

 hammer und ein Pucherhammer, nebt Ambösen und übrigen Werkzeug, wie

 solcher ordentlich inventiert, und alles in gangbaren Zustand bestellt und be-

 funden ist, auch nebst dem Platz und Hofraum zur Schüttung Zünder, Erz,

 oder Darlegung von Baumaterialien.

 

-Item ein von Holz zwei Gade hoch aufgeschottenes Wohnhaus, nebst den

 dabei befindlichen Keller, Gärtl und Wirtshaus und der Stallung; desgleichen

 das hinter der Hammerhütten gelegene hölzerne Wohnhaus mit 2 Stübln,

 nicht minder den hinteren halben Teil am Wolfsacker, ad 2 Achtel Aussaat

 und den Hammergraben zu Heu, ad 2 Fährtl, ausser der oberen Spitz, so

 schon zur Papiermühl eingewiesen ist.

 

-Ebenfalls auch die Schenkgerechtigkeit (Schankrecht) und Tafern derge-

 stelten, dass Er Reisende beherbergen, allerhand Getränk schenken, Viech

 zum Verkochen im Haus abschlachten und alle sonst erlaubte Handelschaft

 treiben möge, doch mit dem Vorbehalt, daß alles Getränk gegen den ge-

 wöhnlichen Schenkerlohn aus Hochfürstlichem herrschaftlichen Keller ge-

 nommen, und an Fleisch ausser den Hammerleuten nichts über die Gassen

 gegeben werde.

 

-Ein einzelner Hammer bestand aus einem langen Balken – Hammerhail –

 an dessen Ende ein großer Holzklotz – Kailholz – saß, in diesem steckte

 ein Eisenkeil, welcher auf das, vom Schmied mit großen Zangen gehaltene,

 glühende Stück Eisen schlug.

 

-Angehoben wurde der Hammer durch eine Art Zahnrad – aus Holz, mit Eisen- 

 zähnen bestückt – das mit dem Wasserrad transmittiert war.

 

-Einmal angehoben fiel der Hammer durch sein eigenes Gewicht auf das

 darunterliegende zubearbeitende Eisen.

 

-Der Hammer bleibt in Zukunft von der Scharwerk, auch Soldaten quartier und

 Vorspann oder dergleichen befreit.

 

-Der erwähnte Papiermacher ist der Inhaber der Papiermühle, die um diese

 Zeit schon existierte. Bisher konnten aber noch keine Urkunden über deren

 Gründung aufgefunden werden.

                         OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 111-116

 

1734-1739  Fürst Wenzel Ferdinand von Lobkowitz

                                                                         (Homepage Waldthurn)

 

1734-1784 Lobkowitzer Fürst Ferdinand Philipp Joseph

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 17.10.1965

                                                           Die Oberpfalz, 1985, Seite 299 - 305

 

08.08.1734   Expositur sollte wieder aufgelöst werden 

-Nachdem im Jahre um 1734 zwischen dem Pfarrer von Waldthurn und dem

 Expositus Zwistigkeiten wegen des Pfarrgroschens entstanden waren, wollte

 die fürstliche Vormundschaft für den unmündigen Sohn des 1734 verstorbenen

 Fürsten Philipp Hyazinth, Ferdinand Philipp Joseph, die Gelegenheit benützen,

 mit einem Dekret, ausgestellt am 08. August in Raudnitz, die Expositur wieder

 aufzulösen, da „das jährliche Gehalt des Priesters gratiosum et revocabile sei

 (aus Gnad gewährt und widerrufbar)“.

 

-Außerdem wurde dem Waldthurner Pfarrer aufgetragen, „dass er für das

 Seelenheil der Wäldner durch seinen Cooperatoren 2 Sonntage nacheinander

 bey St. Christoph den Gottesdienst verrichten, auch wöchentlich 2 bis 3 mal

 alda die heilige Messen lesen lassen und denselben 2, 3 oder auch 8 Tag

 lang aldorten unterhalten solle.“

 

-Für die Haltung dieses Waldthurner Kaplans setzte die Vormundschaft jährlich

 38 Gulden, dann sogar noch weitere 50 Gulden, also insgesamt 88 Gulden, an.

 

-Diesem Ansinnen widersetzte sich allerdings „das Hochwürdige Bischöfliche

 Consistorium extreme und ließ den Cooperatoren Expositum wegen der Weit-

 schichtigkeit des Waldes nicht abschaffen.“

 

-Man einigte sich schließlich darauf, dass der Expositus allda verbleiben solle.

 

-Zu seinem Unterhalt wurde aus der fürstlichen Rentenkasse ein Beitrag von 88

 Gulden gezahlt, dazu 15 Klafter Brennholz ohne Waldzins und 25 Eimer

 braunes Bier.

 

-Dazu leistete die Waldgemeinde – wie gesehen –einen freiwilligen Beitrag

 von 50 Gulden.

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 47.

 

21.12.1734   Philipp Hyazinth von Lobkowitz verstorben

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 86

 

1735     Große Kirchenglocke die erste „Große Glocke“

-Laut einer Pfarrbeschreibung vom 23.04.1860 hatte die Pfarrkirche 3 Glocken,

 wovon die Große im Jahre 1852 umgegossen und in Regensburg konsekriert

 wurde.

                                                              Pfarrbeschreibung vom 23.04.1860

 

-Auf dem Kirchturm waren drei Glocken: auf der Großen die Inschrift:

„S. Augustine ora pro nobis - Fusa a Ernst Monachy 1735“;

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 03.10.1965

                                               (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 08)

 

1736      Lehensbuch Herrschaft Waldthurn Wenzel Ferdinand

-1736-1739, über die von Wenzel Ferdinand/Vormundschaft verliehenen Lehen.

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 60

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

1739-1784     Fürst Ferdinand Philipp von Lobkowitz

-Der Fürst heiratete erst mit 45 Jahren am 24.06.1769 die Herzogin Maria

 Gabriele von Savoien-Carignan.

 

-In seine Regierungszeit fällt der Marktbrand in Waldthurn vom Jahr 1776, bei

 welchem er den Abgebrannten umfangreiche Hilfe zukommen ließ und auch

 zum Wiederaufbau beträchtliche Unterstützung gewährte.

 

-Während seiner Regentenzeit wurden unzählige „Supplikationen“ (Bittge-

 suche) von den Untertanen welche in Not geraten sind bewilligt, sei es in-

 folge von Missernten oder anderen Ursachen.

 

-Ferdinand Philipp starb am 11.01.1784 und hinterließ den einzigen Sohn und

 Erben Franz Joseph Maximilian.

 

-Da der Erbe beim Tod des Vaters erst 12 Jahre alt war, übernahm die Mutter,

 Fürsten Maria Gabriele die Vormundschaft.

             Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 86-87

 

1741-1748     Österreichische Erbfolgekrieg Bayern

-Im östereichischen Erbfolgekrieg war die Oberpfalz Schauplatz der kriege-

 rischen Auseinandersetzung zwischen Kurfürst Karl Albrecht von Bayern,

 der 1741 zum König von Böhmen gekrönt und 1742 zum Kaiser (Karl VII)

 gewählt worden war, und Maria Theresia, die aufgrund der pragmatischen

 Sanktion auf die Kaiserkrone Anspruch erhob.

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 96.

 

-Schon im Januar 1742 bahnte sich das Unheil mit der Quartiernahme einiger

 Regimenter im Raum Moosbach, unter ihnen auch französische Truppen, an.

 

-Zum Unterhalt der Truppen musste die Bevölkerung in diesem Frühjahr bereits

 1640 Gulden in bar, 2259 Gulden für Korn, 406 Gulden für Gerste, 45 Gulden

 für Weizen und 155 607 Brotportionen aufbringen.

 

-Aber nach einigen Wochen verließen die Truppen Moosbach.

                                                  Abschrift: Der Neue Tag, 06.12.1997; (RH 2012)

 

-Deshalb rückte ein starkes Kommando der Nadasdyschen Truppen am

 17. September in Moosbach ein.

 

-Es drohte mit Brandschatzung innerhalb von 3 Stunden und erpresste so

 1041 Gulden.         

                                              Abschrift: Der Neue Tag, 06.12.1997; (RH 2012)

 

-Schon am 13. November 1742 richtete der österreichische Kriegskommissar

 Schindlberger eine erneute Auforderung an das Amt Treswitz.

 

-Darin wurden Steuern und Naturalien über 14 466 Gulden innerhalb von

 14 Tagen gefordert.

 

-Widrigenfalls, so der Befehl, "müsse man mit Exekution und endlich mit

  Plünderung und Sengung und Brennung" rechnen.

 

-Man bekam das Geld aber trotzdem nicht zusammen und so kam es zur

 Eskalation.

 

-Einige Tage später rückte in Moosbach ein anscheinend illegales Exekutions-

 kommando ein.

 

-Es terrorisierte und erpresste die Bevölkerung.

 

-Franz Anton von Widmann zu Gebhardsreuth, der von den Österreichern als

 Landkommissar des Amtes Treswitz bestellt wurde, konnte nur mit Müh und

 Not die Lage im Griff behalten.  

                                              Abschrift: Der Neue Tag, 06.12.1997; (RH 2012)

 

-Endlich am 21. November 1742 traf der Pfleger Franz Ferdinand Reisner

 von Lichtenstern wieder in Burgtreswitz ein.

 

-Er bemühte sich, eine Landmiliz aufzustellen, um die österreichische Exe-

 kutanten gefangen zu nehmen.

 

-Auch in den folgenden Jahren riss das Morden, Brandschatzen und Plündern

 nicht ab.      

                                             Abschrift: Der Neue Tag, 06.12.1997; (RH 2012)

 

1742      Kurfürst Karl Albrecht von Bayern nun Kaiser (Karl VII.

-Und 1742 zum Kaiser (Karl VII) gewählt worden war, und Maria Theresia, die

 aufgrund der pragmatischen Sanktion auf die Kaiserkrone Anspruch erhob.

                                 Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 96.

 

1743             Steinerne Marter

-Inschrift der steinernen Martersäule auf dem Wege von St. Christoph nach 

 Georgenberg:

 

            „1743  G + F  Zu Ehren der schmerzhaften Muttergottes

                           Maria S. Laurentus S. Georgi“.

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 03.10.1965

 

-In der Nähe am Wege zur Kirche Neukirchen St. Christoph steht eine fünf-

 seitige (vierseitige = nicht richtig) Steinsäule aus Granit mit der Inschrift wie

 vor.

                                 Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 26.

 

00.00.1743   Waldkirch Forst Förster Johann Stauber senior

-Wohnt in einem eigenen Häusl. Waldkirchner Revier.  

                                                                         (ON 02.01.1997)

 

1743             Beschreibung der Herrschaft Waldthurn

-Ortschaften: Unter anderem:

-Brünst: 26 Anwesen, 1/2, 2 je 1/4, 22 je 1/8, 1 Mühle, Pfarrkirche Waldthurn,

-Dimpfl: 17 Anwesen, 4 je 1/2, 12 je 1/8, 1 Mühle, Pfarrkirche Waldthurn,

-Faislbach: 6 Anwesen, 1/4, 5 je 1/8, Pfarrkirche Waldthurn,

-Gehenhammer: 1 Anwesen, 1/4, Pfarrei Waldthurn,

-Georgenberg: 8 Anwesen: 2 je 1/2, 6 je 1/8, Pfarrei Waldthurn,

-Krautwinkl: 1 Anwesen, 1/8, Pfarrei Waldthurn,

-Kühtränk: 1 Anwesen, 1/2, Pfarrei Waldthurn,

-Oedmühl: (Neuenhammer) 2 Anwesen,

                  1/1 (Hammergut) samt dem dabei befindlichen Feldbaugut,

                                    Pfarrei Waldthurn,

                  1 Papiermühle, Pfarrei, Papiermühlinhaber

-Rehberg: 11 Anwesen, 11 je 1/8, Pfarrei Waldthurn,

-Waldkirch: 18 Anwesen, 2 je 1/2, 1/4, 14 je 1/8, 1 Mühle, Pfarrei Waldthurn,

-In den abgegangenen Ortschaften, wie Pinsenstock (Binsenstock) (bei Dimpfl)

 gehörten 5 Untertanen zur Herrschaft Waldthurn.

                   Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 191-192

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 59, 2015, Seite 87 - 98

                                                          Die Oberpfalz, 1985, Seite 299 - 305

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 117

 

-Jäger und Förster:

-Vorher Schellenberg, in Waldkirch Johann Gruber senior, der sich im Weid-

 werk vor anderen auszeichnet, wohnt in einem anderen Häusl, hat bei dem

 Waldschloss Schellenberg gewohnt, sonsten von da wegen erlittener Aus-

 raubung die Habidation nach besagten Waldkirch transverieren dürfen, be-

 sorget die mittlere Revier.

-Forsthaus Ödtmühl (Neuenhammer):

-Im Forsthaus zur Ödtmühl hat der verstorbene Oberförster gewohnt, dessen

 Stelle bishero nicht besetzet ist.

-Und weilen die oben gemeldte Revierförster von 60 bis 70 jährigen Alter, fort-

 hin etwas abrüstig seiend, so ist des ersagt verstorbenen Oberförsters Sohn,

 Johann Georg Walch, durch gnädigsten Dekret verpflichtet, und ihm die

 Wohnung in diesem Forsthaus geben.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 119

 

1743    Herrschaft Waldthurn Eigentum Mahlmühl Brettmühl

-Eigentum der Herrschaft ist auch die Mahl- und Brettmühl, die daher ausführlich

 beschrieben, hat 1 Mahlgang, 1 Leinölschlag und 1 an diesen angehangenen

 Mahlwerklein, dann 1 Brettmühl.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 118

 

1743     Schellenberg Förster Stauber Umzug nach Gehenhammer

-Vom Förster Johann Stauber wird berichtet, dass er vom Schellenberg wegen

 „erlittener Ausraubung“ nach Gehenhammer umziehen darf.

                             (burgenreich.de/burgruine schellenberg geschichte, 15.10.2016)

 

1743        Meierhof (Meyerhof) Georgenberg bereits verkauft

 -Auch dieser Meierhof muss bald verkauft worden sein, denn in der Herrschafts-

 beschreibung von 1743 ist er nicht mehr erwähnt.

                                      Oberpfälzer Heimat, Band 54, 2010, Seite 191 - 200

 

30.10.1743   Beschreibung Lobkowitzische Herrschaft Waldthurn

-Diese in der Oberpfalz gelegene Herrschaft ist ein böhmisches Lehengut, wird

 jedoch von dem hochfürstlichen Haus mit aller Superotität und hohen Landes-

 obrigkeit und was davon abhängig, inhalt des Urbars besessen.

 

-Haltet in sich ein Marktflecken welcher bürgerliche Gerechtigkeit hat, dann ver-

 schiedene Dorfschaften, von deren Zahl der Untertanen und deren Rechten und

 Pflichten nachfolgend berichtet wird:

 

-Zur Herrschaft gehörende Dorfschaften:

 

-Obertresenfeld, Mittertresenfeld, Remmelberg, Lindten, Schammesrieth,

 Reysach, Frankenrieth, Kühbachhof, Ottenrieth, Letzau, (im Flosser Teritorio

 = Diebersreuth, Kühbach, Haupersreuth, Steinfrankenreuth), im Pleysteiner

 Teritorio = Lennesrieth, Woppenrieth, Goldbrunn, Spielberg), Waldkirch,

 Oedenmühl (Neuenhammer),

 Papiermühl (Papiermühle), Rehberg, Pinsenstock (Binsenstock), Gehen-

 hammer, Krautwinkel (Krautwinkl), Georgenberg, Faislbach, Brünst,

 Kühtränk, Dimpfl, Bernrieth, Unterbernrieth, Birkenbühl, Radwaschen,

 Pfifferlingsstiel, Schafbruck, Hagenmühl (untere Gemein).

 

-Dienste und Steuern:

-Scharwerk: Zu den herschaftlichen Meyereien teils gemessene, teils unge-

                  messene Scharwerk laut Urbar.

 

-Steuer: Ordinarioosteuer zu Lichtmess und Martine jährlich Grundzinsen

             zu Michaelis und Walburgis jährlich.

 

-Kaufrecht: Sowohl Bürger als Bauern müssen beim Kauf von Haus- und

           Grundstücken nach Abzug der Fahrnuß vom Kaufschilling

           den achten Teil abführen.

 

-Besthaupt: Wenn ein Feld oder Wiesen begüteter Untertan verstirbt, ist

           das beste Stück Vieh der gnädigen Herrschhaft abzugeben,

           so Besthaupt genannt.

 

-Nachsteuer: Wenn ein mit Haus oder mit Grundstücken begüteter Untertan

             außer Landes zieht, hat er vom Verkauf der Gründe, Haus oder

             Erbschaft den zehnten Gulden zur landesfürstlichen Nachsteuer

             zu zahlen.

 

-Zinsschmalz: Zu den Kucheldiensten haben auch die Untertanen im Wald und

              in den beiden Gemeinden Bernrieth jährlich Zinsschmalz zu

              reichen.

 

-Getreide-Gült: Die Untertanen der Herrschaft haben jährlich eine bestimmte

               Gült an Getreide zu leisten (Korn – Gerste – Hafer und Lein).

 

-Zoll und Aufschlag: Dieser wird der Herrschaft von allem entrichtet was aus

                    dem Gebiet passiert oder über selbige Gründe und ist eine

                    Gerechtigkeit von der Cron Böheim zu lehen. Solche war

                    letzte Zeit verpachtet jährlich um 250 Gulden.

 

-Umgeld: Die Waldthurner Bürgerschaft zahlt vom gebrauten Bier nach der    

         Oberpfälzischen Bierordnung pro Eimer (60 Maß) 24 Kreuzer.

 

         Auch von dem eingeführten Getränk ist Umgeld zu zahlen.

 

-Blut- Bann, Stock u. Galgen: Und alles was dem anhängig, ist zu den Schlössern Waldthurn und Schellenberg von Kaiserlicher Mayestät

 zu Lehen.

 

            Das Halsgericht über den Fahrenberg, Bernrieth und Waldkirch

            kommt von der Landgrafenschaft Leuchtenberg.

 

            Die Gerichtsunkosten müssen von den gesamten Untertanen

            getragen werden (Henkersteuer).

 

-Geleit: Das von alters her übliche Geleit über Ehr, Leib, Gut und Blut, ist der

            Herrschaft zu geben, laut Belehnung der Crone Böheim.

 

-Lehen: Zur Herrschaft gehören unterschiedliche Lehen, von wo der Cron

       Böheim verliehen, bestehend aus Häuser, Wiesen, Felder und Wäldern.

 

       Beim Tod des Lehenherrn, als auch beim Tod des Untertan oder Erbfall

       ist der 20. Gulden zu zahlen, bei Kauffall der 10. Gulden an die Herrschaft.

 

-Herrschaftlicher Zehent: Von einigen Ortschaften der Herrschaft ist der Zehent

                 in Körnern zu geben und dies an den Waldsassener Kasten.

 

-Gebäude Gotteshäuser: u.a. Waldthurn, Pfarrkirche St. Jodok, vorher Filial-

          kirche, Lennesrieth, Filialkirche, St. Jakobi Majores apostoli, von

          alters her die Pfarrkirche.

 

-Beamten-Wohnungen: u.a. Forsthaus zu Neuenhammer, von Holz erbaut, mit

          einer Stubenkammer und Stallung wird von einem Förster bewohnt.

 

-Wirtshäuser: u.a. Wirtshaus in Oedenmühl (Neuenhammer) und Georgenberg,

          jeweils ein Würtshaus, welche von Untertanen bewirtschaftet werden

          und dabei alles Getränk aus dem herrschaftlichen Keller nehmen

          müssen.

 

-Herrschaftliche u.a. Mahl- und Brettmühlen: 3. Oedmühl (Neuenhammer) liegt

          an der Zott östlich von Waldthurn, hat einen Mahlgang, einen Lein-

          schlag, dann eine Brettmühle (Sägewerk), hat hinlänglich Wasser.

 

          Der Bestandsmüller zinst jährlich an Geld 15 Gulden und Metz-

          getreid 20 Achtl.


-Die einzelnen Waldungen: u.a. im jetzigen Gemeindebereich, Holz Eisschellen,

          Wiedenbühl, Holz Onigl, Holz am Galster, Pagenhölzer, Rehberger

          Gesträuch, Holz am Mitterberg, Holz Schlauderberg und Binsenlohe,

          (Pinsenlohe) Holz zum Schüsselstein (Neukirchen), der Rothe Mann,

          Hohenried, Holz Schellenberg, Holz Schönthann, Holz am Mühl-

          graben (Waldkirch), weiter die strittigen Waldungen bei der Arnsburg

          (Ahornburg).

           Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 87-91

 

-Das im Pilsener Kreis Böhmen liegende Gut Waldheim war mit der Verwaltung

 der Herrschaft Waldthurn unterstellt.

 

-Die Untertanen zahlten an die Herrschaft Waldthurn den jährlichen Grundzins

 und pro Person Schutzgeld.

 

-Die gemessene Scharwerk (Robot) war zur herrschaftlichen Meyerei und

 anderen Gebäuden in Waldheim zu verrichten.

 

-An das Königreich Böhmen waren die ausgeschriebenen Steuern zu zahlen.

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 120

 

1744       Oberpfalz von den Österreichern erobert

-1744 wurde die Oberpfalz von den Österreichern erobert.

                                 Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 96.

 

22.04.1745   Oberpfalz zurück an Kurfürst Max III. Josef

-Durch den Frieden von Füssen vom 22. April 1745 wurde die Oberpfalz dem

 Kurfürst Max III. Josef, dem Sohn Kaiser Karls VII., wieder überlassen.

                                 Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 96.

 

1748        Österreichische Erbfolgekrieg nun zu Ende,

               erschütternde Bilanz des Treswitzer Pflegers

-Als es 1748 endlich zum Frieden kam, zog der Treswitzer Pfleger eine er-

 schütternde Bilanz.

 

-"Den elenden Untertanen wurde das Blut aus den Fingern gesaugt".

 

-Grausames Schlagen und Niedersetzen im tiefen Schnee bei großer Kälte und

 abgenommenen Gewande und andere scheußliche Traktamente musste die

 Bevölkerung erdulden.  

                                              Abschrift: Der Neue Tag, 06.12.1997; (RH 2012)

 

Nach 1748 Österreichische Erbfolgekrieg Ärger Durchmarschkosten

-Der österreichische Erbfolgekrieg, bei dem es um die Rechtmäßigkeit der

 Thronbesteigung Maria Theresias ging, strahlte auch auf unser Gebiet aus.

-Besonderen Ärger mit den Durchmärschen resultierenden Unkosten hatte

 der Waldheimer Wirt Nohma (Nahma?) (Soldaten-Durchmarsch-Kosten)

                           OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 129

 

1748        Marsch der Russen durch die Oberpfalz

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 30, 1986, Seite 115 - 125

 

1749       Angeworbene Grenadier, Herrschaft Waldthurn

-Angeworbene Grenadiere der Herrschaft Waldthurn:


-U.a. Jacob Sollfrank Brünst, Johann Josef Binder Krautwinkl, Johann Georg

 Üblacker Lösselmühle, Conrad Weiß Brünst, Peter Völkl Rehberg,

 Michael Holfelder Hinterbrünst, Jacob Mayerhöfer Oedmühl (Neuenhammer),

 Johann Paul Schönberger Prollermühle, Joseph Mayer Dimpfl.

              Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 108

 

Um 1750     Papiermühle Neuenhammer Lobkowitz

-Die Papiermühle Neuenhammer.


-Um die Mitte des 18. Jahrhunderts enstand in Neuenhammer eine Papiermühle.

 

-Diese wurde von den Fürsten von Lobkowitz errichtet, dem Inhaber der Graf-

 schaft Störnstein; ihm gehörte auch die Herrschaft Waldthurn, in der Neuen-

 hammer lag.

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 14, 1970, Seite 7 - 18

 

1752      Kirchenrechnung aus dem Jahre 1752

-Einem „Extract auf denen Rechnungen der Gotteshäuser de anno 1752“ ist

 folgendes zu entnehmen:

 

-„St. Christophori Kirchen aufn Georgenberg hat Vermögen Rechnung pro anno

 1752, welche von dem Hochfürstlichen Kastner Johann Michael Fischbach

 geführt wird,

- ein Vermögen“:

 

-An ausgeliehenen Capitalien                  553 Gulden

-An ausständigen Zinsen                      110 Gulden  29 Kreuzer

-Bar in der Cassa                               73 Gulden  19 Kreuzer

                   Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 47 u. 48.

 

1752           Forst Bayern Anfänge und Entwicklung

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 46, 2002, Seite 24 - 48

 

1753       Expositur rechtliche Situation unzureichend

-Die rechtliche Situation der Expositur war aber immer noch nicht hinreichend

 geklärt, denn in einer „Beschreibung derer in Herzoglich Saganisch Hochfürst-

 lich Lobkowitzischen Reichsherrschaft Waldthurn vorfindlichen geistlichen

 Beneficien und Priestern, pfarrlichen Einkünften, unterhabenden Gotteshäusern

 und derselben Fundation“ aus dem Jahre 1753 wird unter Punkt 3 vom

 „Coperator Expositus bey St. Christoph“ berichtet:

 

-„bei St. Christophori Kirch auf dem Georgenberg im Wald befindet sich ein

 geistlicher Coperator Expositus, dermalen Herr Johann Andreas Stubenrauch

 mit Namen.

 

-Diese Expositur hat anno 1732 den Anfang genommen, als ihre hochfürstliche

 Durchlaucht Herzog Philipp huldvollsten Andenkens, auf deren in stärkere

 Anzahl erwachsene Waldleuten unterthänigst Suppliciren (schriftliches An-

 suchen), bei dem Consistorio in Regensburg anbegehrt, dass ein Coperator

 Expositus aldort wohnen, welcher zum Theil aus deren Waldunterthanen

 eigenen freiwilligen Beytrag sustentiert (Unterstützung, Versorgung) werden

 sollte.

 

-Es ist aber anzumerken, dass jenes, was Hochfürstlich gnädigste Herrschaft

 reichen lassen, aus purer Gnade und revocabile (widerrufbar) geschehe, folg-

 sam die Expositur zu dato in kein formales Beneficium errichtet …, weswegen

 auch gnädigste Herrschaft von dem Regensburger Consistorio das jus

 praesentandin vel denominandi Expositum (Besetzungsrecht) nicht zugestanden

 werden will, und wird einem Exposito aus dem Consistorio Admission ertheilet,

 welcher übrigens mit gewisser Maas unter dem Pfarrer zu Waldthurn stehet,

 als nach welch letzterer Art die Hochzeiten und Begräbnisse behauptet bleiben,

 der Expositus hingegen die Gottesdienst, Predigten, Christenlehren, Kinds-

 taufen und Provisium deren Kranken bey denen Waldunterthanen zu besorgen

 hat.“

                    Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 48 u. 49.

 

1757         Erste Taufe in Sankt Christoph

-In der Expositus St. Christoph erfolgte im Jahre 1757 die erste Taufe.

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 49.

 

1760         Grenzvisitation, Bayern – Böhmen

-Im Jahr 1760 von einer Grenzvisitation zwischen Bärnau und Tachau und von

 einem Grenzvertrag zwischen Österreich und der Kurpfalz wegen der Grenze

 bei der Herrschaft Pleystein.  

                                              Oberpfälzer Heimat, Band 2, 1957, Seite 92 – 94

 

00.00.1762   Rechter Seitenaltar Expositus Georg Gerstl begraben

-Die zwei Seitenaltäre in der Kirche waren früher nicht dem heiligsten Herzen

 Jesu und hl. Herzen Mariä geweiht wie jetzt, sondern der eine dem Heiligen

 Leonhard und Wendelin, der andere der hl. Familie; neben ersteren soll

 1762 Expositus Georg Gerstl begraben worden sein, neben letzterem

 Frau Donhof, Gattin des Glashüttenmeisters zu Neufürstenhütte 1795.

 

-Dieser selbst wurde 1803 mitten in der Kirche vor dem Hochaltar begraben.

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1764  Meyerhof Georgenberg nun Halbhof Hans Adam Nickl

-1764 ist ein hans Adam Nickl als Besitzer eines Halbhofes in Georgenberg

 nachgewiesen.    

                           OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 117

 

1774     Seitenaltarbild Hl. Wendelin u. Leonhardi mit Expositurkirche

-Nur am Seitenaltar, 1774 gemalt, trägt als Altarbild die Bildnisse des Hl.

 Wendelin und Leonhardi mit mehreren Notleidenden und Gebrechlichen,

 die unter ihnen liegend respektive (bzw.) unterm „Girgenberg“ auf dem

 man den damaligen Stand der Expositurkirche mit der Expositurwohnung

 sieht und sie um ihre Fürbitte anrufen.

                                     BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 10

 

1774        Marksteine Grenzsteine Pfalz (Oberpfalz) Böhmen

-Außerdem steht der doppelschwänzige weiße böhmische Löwe auf rotem

 Grund, als Ausdruck des Königreichs trägt er eine Krone.

 

-Der gelbe pfälzische Löwe hingegen richtet sich auf schwarzen Grund empor.

 

-Um jeden weiteren Zweifel auszuschließen, waren ursprünglich die Initialen

 der Länder noch angebracht und sind sogar manchmal heute noch zu sehen:

 

 „HP“ für Herzogtum Pfalz und „KB“ für Königreich Böhmen.

 

-Auch das Jahr ihres Setzens ist ersichtlich mit „1774“, auf böhmischer Seite

 neben der Jahreszahl noch das „A“.

 

-Als gemeinsames Merkmal hatte jeder Stein auf seinem Kopf wie bereits vorher

 ein Kreuz eingeschlagen.

 

-Seine Nummer war das Zeichen seiner Einmaligkeit.

                                         Oberpfälzer Heimat, Band 42, 1998, Seite 101 - 112

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 44, 2000, Seite 43 - 50

 

1777     In Expositur die ersten Trauungen und Beerdigungen

                        Friedhof in der Nähe der Kirche

-In der Expositur St. Christoph fanden die ersten Trauungen und Beerdigungen

 im  Jahre 1777 statt.

 

-Die Bestattungen fanden auf dem Friedhof, der sich auf dem Platz des jetzigen

 Pfarrheims befand.

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 49.

 

1779       Neukirchen St. Christoph erstmals Ortschaftsname

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

00.07.1780   Neudorf Schwanhof Besiedelung Beschwerde

 

-Michael Holfelder zur Hinterbrünst und Georg Dobmeyer aus dem Faislbach

 werden beim Höchstseligen Landesfürsten vorstellig, und bitten um Abstellung

 dieses über Hand nehmenden so schädlichen Häuselbaues.

                           OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 144

 

10.01.1781  Waldkirch gewaltsamer Raub bei Magdalena Schmid

-Nachdem heute vor anbrechenden Tag die Anzeige geschehen, dass in dieser

 abgewichenen Nacht, bei der hiesigen Untertans Wittib Magdalena Schmidin

 zu Waldkirch, von einen unbekannten Diebsgesindl ein gewaltsamer Raub

 ausgeübt worden. Es waren 4 unbekannte, noch ziemlich junge Kerls.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 131

 

1782       Waffenhammer Waffenschmiede Bittgesuch Ebner

-Im Jahre 1782 richtete Christoph Ebner, Waffenmeister auf dem Peugen-

 hammer über das fürstliche Oberamt in Neustadt an den Fürsten von Lob-

 kowitz ein Bittgesuch über die Errichtung eines kleinen Waffenhammers

 auf dem Georgenberg.

 

-Ein bereits vorhandener Hufschmied verfertigt ein so anderes Waffenprodukt.

 

-Das erforderliche Eisen bezieht er von Neuenhammer.

 

-Der Bittgesucheinreicher bekam die Erlaubnis zum Bauen.

                       OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 150-154

 

1784 - 1807   Herrschte der Lobkowitzer Franz Joseph Max

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 17.10.1965

                                                          Die Oberpfalz, 1985, Seite 299 - 305

 

1784   Lehensbuch Herrschaft Waldthurn Josef Franz Maximilian

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 60

                                            Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

1784         Waffenhammer Waffenschmiede Wohnhausbau

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 154

 

1784 – 1806  Herrschaft Lobkowitz, Regent, Josef Franz Maximilian

                                  Arbeitskreis Weiden-Neustadt/WN, Alfred Kunz, Regenten

 

1784 - 1788    Cooperator Expositus, Josef Kirchberger                                                                      (OWV-Chronik, 1981, Seite15)

 

-Im Jahre 1788, nach Gründung der Pfarrei Neukirchen St. Christoph, von

 Neukirchen nach Waldthurn gewechselt.

 

-In einem Schreiben des Waldthurner Pfarrers Josef Kirchberger (er war 1788

 von Neukirchen nach Waldthurn gewechselt) an das Königlich Bairische

 General Landes Kommissariat der obern Pfalz wird das Ereignis der Pfarr-

 erhebung so geschildert – quasi aus erster Hand! -:

 

-„Ehehin erstreckte sich die Pfarrey auch über die Gegend bey St. Christoph,

 wo nur eine zur Waldthurner Pfarrey gehörige Expositur war und ein Expositus

 die gemeinen Verrichtungen machte, die Stolgebühren aber gegen einen ge-

 wissen Bezug abgeben musste, so wie die Copulationen (Trauungen) und

 Begräbnisse aus dem St.-Christoph-Bezirk dahier bey der Pfarrey vorgenom-

 men wurden.

 

-Theils wegen der in den neueren Zeiten vermehrten Volksmenge in der Wald-

 gegend, theils auch denen Pfarrgenossen aus dieser Gegend Beschwernis,

 aus einer so weiten Entfernung besonders zur Winterszeit mit den Copulationen

 und Begräbnissen hieher zu kommen, zu erleichtern, wurde die ehevorige

 Expositur St. Christoph im Jahre 1788 zu einer eigenen Pfarrei erhoben, mit

 Auszeig der Congrau für den dortigen Pfarrer das Pfarrbeneficium von gnädig-

 ster Herrschaft fundiert und von höchstselber auf diese neu errichtete Pfarre

 der Priester Joseph Winkelmeyer als Pfarrer präsentirt und gesetzt.“

                           Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51.

 

11.01.1784   Ferdinand Philipp von Lobkowitz verstorben                                                     

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 87

 

13.02.1784   Fürstin Maria Gabriele von Lobkowitz Mitvormund

                             von Sohn Franz Joseph Maximilian

-Fürstin Maria Gabriele und Mitvormund Fürst August Anton, von der Melniker

 Linie als nächster Anwart des Fideikommisses, führten 13 Jahre lang mit

 großer Verantwortung die hohe Vormundschaft.

 

-Bereits bei der Bekanntmachung zur Übernahme der Vormundschaft am

 13.02.1784 äußerte sich Fürstin Maria Gabriele besorgt über die sehr

 schlechte Rent Kassenlage der Herrschaft.

                 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 87

 

24.06.1784   Neudorf Schwanhof Ansiedlung mit Abneigung

-Der Herrschaft ging es auch um das Wohl der Untertanen, daher bevorzugten

 sie die Ansiedlung bäuerlicher Anwesen, aussichtsreicher Handwerksberufe

 oder Werksanlagen, aber auch um die zu erwartenden Zins- und Steuerein-

 nahmen.

 

-Daher war man der Bautätigkeit der ersten Ansiedler eher abgeneigt und als

 die Brünstner Einwohner sich beschwerten, ihre Weidegründe durch die –

 Neubauten dezimiert, musste Oberammtmann von Manner, der die Bautätig-

 keit zuließ, ja befürwortete, Rechenschaft abgeben.

 

-Es befindet sich in dem Waldthurnischen Gebiet ein vor mehr denn 100 Jahren

 zu grund gegangener und gänzlich öd liegender Hof, dies muss der Schweizer-

 hof gewesen sein, die hierzu gehörenden Gründe sind sämtliche sehr ver-

 wildert, und mit nichts dann Granwithbeerstauden verwachsen, worauf die

 naher Waldthurn gehörige sogenannte Brünstner, ohne hiervon gnädiger

 Herrschaft ein Zins oder Dienst zu verrichten, jeder ihre Hutweide nahmen,

 diese Untertanern haben außer diesem Terrain noch außerordentlich viele

 Hutweidt, welche aber auch mit nichts denn vermeldten Granwithstauden

 verwachsen, wenn demnach letztere ausgeputzt und von Stauden gereinigt

 würden, so getraue ich mich zu behaupten, dass noch so viel Vieh, dann

 die Brünstner wirklich halten, hinlänglich Nahrung finden würde.                                                   

                              OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 136

 

10.10.1784    Neudorf Schwanhof Ansiedlung Ablehnung

-Der Vorschlag, die öden Gründe aufzuteilen und den Neusiedlern zur Urbar-

 machung zu überlassen fand bei der fürstlichen Kammer wenig Gehör, ob-

 wohl er mit der Aussicht auf höhere Zinseinnahmen gewürzt war.

 

-In dem Antwortschreiben schlägt die Kammer einen schärferen Ton an, wo-

 bei sie die Neusiedler übel klassifiziert.

                              OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 137

 

-Dass diese neue Ansiedeln nichts als Bettler- und Diebensfamilien ver-

 mehren werden. 

                                                                              (DNT 07.08.2001)

 

25.12.1784     Neudorf Schwanhof Ansiedlung Rechtfertigung

-Oberamtmann von Manners rechtfertigt sich jedoch in einem Antwortschreiben.

 

-Er stellt darin einige Dinge richtig und begründet seine Siedlungspolitik.

 

-Ein wichtiger Aspekt war die Glasherstellung in der Neufürstenhütte; ihr Betrieb

 und der Vertrieb ihrer Produkte, der nicht überregional organisiert war, sondern

 von fahrenden Händlern bewerkstelligt wurde, bedurfte zahlreicher Arbeitskräfte

 und zog viele Menschen an.

 

-Der sogenannte Schwanhof, worauf kein einziges Haus stehet.

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 138

 

1785         Galsterlohe Erstbenennung bisher Ziegelhütten

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                                                   (Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 03.10.1965)

 

1785         Waffenhammer Waffenschmiede Bau der Schmiede

                           OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 154

 

05.06.1785   Neudorf Schwanhof Ansiedlung Genehmigung

-Die Rechtfertigung von Manners muß den fürstlichen Zorn etwas besänftigt

 haben, denn die Urbarmachung derlei öden Plätzen weiter zu befördern und

 damit den armen Theil der Untertanen zinsverträglich damit zu versorgen.

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 139

 

1786        Neudorf und Schwanhof Erstbenennung

-Neudorf und Schwanhof werden erstmals in den Büchern benannt.

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                                                 Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 03.10.1965

 

14.07.1786   Neudorf Schwanhof Ansiedlung Beschwerde

-Die fürstliche Kammer hat folgenden Brief zu Wien geschrieben:

 

-Bei dieser Gelegenheit befehlen und geben Wir unseren Oberamtsräten auch

 hierdurch eigens mit, da Wir mißfällig vernehmen müssen, als ob die Ansiedler

 und Bewohner deren in Wald und Waldthurnischen Bezirk errichteten neuen

 Trifthäuseln und Chaluppen – so größtenteils aus nahrungslosen und der

 Landesherrschaft sowie dem Landmann gefährlichen Gesindl, von allerhand

 schlechter Gattung bestehen soll – von herrschaftlichen Wiesen und Gründen,

 vieles durch Begünstigung und Connivenz (durch die Finger sehen) der Vorge-

 setzten sich zugeeignet hätten, einer genauen Untersuchung derselben vorzu-

 nehmen, und über den hierinfälligen Befund eine ausführliche Relation mit An-

 merkung deren Jahren, wann diese Wald Chaluppen, auch durch was für

 Konzession erbaut – und was durch deren Bewohner von Herrschaftlichen

 Gründen zugewiesen worden.

 

-Aufstellung:

-Verzeichnis deren im Hochfürstlichen Richteramtlich Waldthurner und

 Waldheimer Gebiete seit 9 Jahren erbauten neuen Trifthäuseln und Chaluppen.

 

-Neudorf:

-1 Michl Gerstmeyer, Garkoch und Bäcker, Auswärtiger, 1778, Mauerbau,

                                  Garküche erst 1784 eingerichtet.

-2 Johann Hopfner, Glasmacher, Eingeborener, 1779, Mauerbau,

-3 Michl Filchner, Brechenmacher, Eingeborener, 1780, Mauerbau,

-4 Wolf Hirsch, Glasmacher, Auswärtiger, 1778, Mauerbau,

-5 Thomas Bergmann, Holzhauer, Eingeborener, 1777, Mauerbau,

-6 Friedrich Schmid, Handelsmann, Eingeborener, 1778, Mauerbau,

-7 Anton Haberkorn, Chirurgus, Auswärtiger, 1778, Mauerbau,

-8 Michl Drechslers Witwe, Glashändlerin, Eingeborene, 1778, Mauerbau,

-9 Johann Kettners wittib o. Johann Neubert, Taglöhner, Auswärt., 1778, Holzbau,

-10 Albrecht Regers Witwe, Händlerin, Eingeborene, 1778, Mauerbau,

-11 Georg Sollfrank, Zimmermann, Eingeborener, 1778, Holzbau,

-12 Adam Eismann, Holzhauer, Eingeborener, 1778, Holzbau,

-13 Kaspar Piehler, Brechenmacher, Eingeborener, 1779, Holzbau,

-14 Georg Reber, Brechenmacher, Eingeborener, 1778, Mauerbau

-15 Michl Grünbauer, Holzhauer, Eingeborener, 1779, Holzbau,

-16 Benedikt Winkls Witwe, Glashändlerin, Eingeborene, 1782, Holzbau,

-17 Veit Kick, Holzhauer, Eingeborener, 1784, Holzbau.

 

-Schwanhof:

-18 Johann Klier, Fuhrmann, Eingeborener, 1785, Holzbau,

-19 Josef Hirsch, Glasmacher, Auswärtiger, 1785, Mauerbau,

-20 Johann Steiniger, Georg Kürner, Taglöhner, Eingeborene, 1786, Holzbau,

-21 Georg Striegl, Taglöhner, Eingeborener, 1785, Mauerbau,

-22 Franz Lindner, Händler, Eingeborener, 1785, Mauerbau,

-23 Adam Götz, Holzbastler, Eingeborener, 1785, Holzbau,

-24 Michl Schübler, Händler, Eingeborener, 1786, Holzbau,

-25 Kaspar Cenk, Glasmeister, Auswärtiger, 1775, Holzbau,

-26 Wolf Nama senior, Fuhrmann, Eingeborener, 1781, Holzbau,

 

-Gehenhammer:

-27 Lorenz Piehler, Glashändler, Eingeborener, 1776, Holzbau,

 

-Georgenberg:

-28 Phillip Zand, Händler, Eingeborener, 1785, Mauerbau,

-29 Sebastian Striegl, Leinweber, Eingeborener, 1785, Mauerbau,

-30 Christoph Ebner, Waffenschmied, Auswärtiger, 1784, Mauerbau,

 

-Ziegelhütte (Galsterlohe):

-31 Georg Planer, Kohlbrenner, Eingeborener, 1777, Mauerbau,

-32 Samuel Mayer, Kohlbrenner, Eingeborener, 1777, Holzbau,

-33 Simon Eismann, Maurer, Eingeborener, 1780, Mauerbau,

-34 Mathes Grüner, Glasschleifer, Eingeborener, 1786, Mauerbau,

-35 Franz Knauder, Glasschleif-Inhaber, Auswärtiger, 1785, Mauerbau,

-36 Franz Kauder, Glasschleiferleutehaus, 1786,

 

-Rehberg, auch Neuenhammer:

-37 Michael Weiß jun., Zimmerer, Eingeborener, 1786, Holzbau,

-38 Georg Schmid, Kohlbrenner, Eingeborener, 1786, Holzbau,

 

-Neudorf:

-39 Andreas Wolfens Witwe, Glasmacher, 1779, Holzbau,

-40 Georg Fischer, Taglöhner, 1778, Mauerbau,

-41 Paul Schmid, Schuhmacher, 1783, Holzbau,

-42 Kaspar Kastl, Glashändler, 1785, Mauerbau, von dem Glashändler

     Kaspar Kastl wird wohl der Name „Kastlhäuser“ für den oberen Schwanhof

     abgeleitet sein. Er hatte sich dort ein Häusl gebaut, später wurde sein Name

     auf das ganze Gebiet umgelegt.

-43 Konrad Zemk, Schneider, 1778, Mauerbau,

-44 Johann Drexler, Taglöhner, 1785, Holzbau,

-45 Wolf Schultes, Schneider, 1785, Mauerbau,

-46 Bartl Helgath, Taglöhner, 1785, Holzbau,

-47 Georg Adam Zemk, Taglöhner, 1784, Holzbau,

-48 Georg Adam Schaller, Einrichtung, Bäckerei, 1784,

 

-Waldheim:

-48 Johann Schedl, Zimmermeister, 1785, Holzbau,

-49 Wolf Nama jun. Glashändler, 1784, Holzbau.  

                        OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 139-142

 

29.07.1786   Neuenhammer Forst Förster in Ungnade

                                Im Böhmen mehr Industrie

-Förster Johann Nepomuk Mayer, er habe über 20 unbewachsene Waldplätze

 nicht etwa zum Waldanfluge hegen lassen, vielmehr derlei Plätze vom Holz

 abräumen und zu Wiesen machen lassen, welcher nicht wohl verantwortlich

 verursachter Schaden, nicht Unkundigkeit im Waldwesen, sondern niedrige

 Eigennützigkeit, worüber jeder Bediensteter von Ehre erröten muss, zum

 Grunde haben.

 

-In Ermangelung an Industrie sind besonders jene auf dem Reichsgrunde

 mittellos, dagegen die Ansiedler auf dem Böhmischen, wegen der alldaigen

 Neufürstenglashütte mehrerer Gelegenheit zum Geldverdienen haben.

          (OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 143 / ON 02.01.1997)


-Neuenhammerer Revier:

-Das Forsthaus zur Ödmühle, eine Stunde von Waldthurn, ist von Holz erbaut,

 mit einer Stubenkammer und Stallung, wird von einem Förster bewohnt.

                                                                                     (02.01.1997)

 

00.08.1786       Neudorf Schwanhof Beschwerde

                              über diese Einwohner

-Der Garkoch und Bäcker Michael Gerstmeier und der Chirurgus Adam Anton

 Maria Haberkorn hatten an höchster Stelle Beschwerde eingereicht, daß dabei

 der „letztlich gewesenen Hochfürstlichen Commission von ein so anderen un-

 leidentlich die Ehre verletzende Anwürfe, als daß sie Neuhäusler Spitzbuben

 Diebsgesind und überhaupt solch minderträchtige Leuth, die aus dem Staub

 ausgebrannt zu werden verdienten, angebracht worden sollen seien.

 

-Zeugen hierzu: Wolfgang Drexler und Christoph Kaes, Michael Feneiß von

 Brünst, Philliph Zandt Michael Holfelder und Martin Üblacker.

 

-Im selbigen Jahr wurde nämlich einigen von ihnen Handelskonzessionen erteilt,

 somit die Grundlage zum Lebensunterhalt geschaffen.

 

-Konzessionen:

-Georg Maeier zur hintern Brünst, Krämereihandel-Conzession

-Sebastian Striegl zu St. Christoph, wie vor,

-Michael Schmid, unterthäniger Häusler und Glashändler zu Neudorf,

-Die Vormünder der Michael Gerstmeierischen 4 Pupillen aldort benanntlich

 Michael Kreutzer und Niklas Mages,

-Eben letztgesagter Michael Kreutzer, und Häusler dortselbst, für sich,

-Johann Müller, und Inwohner und Schuhmachermeister auch aldort,

-Andreas Schaller, und Häusler ebenfalls dortselbst,

-Christoph Hartwig, und Inwohner zu Waldkirch

-und Johann Bäumler, und Häusler eden zu erwähnten Waldkirch.

 

-Handelsgegenstände: Ausländisches Leder, ausländischen Leinsamen, Kaffee,

 Zucker, Gewürze, Tabak, gedorrtes Obst, Mehlbrei-vulgo Köchet-Sorten,

 Lebkuchen, inländisches Brot, Salz, Käse, kleine metallene und andere kurze

 Waren, welche zusammen unter dem gewöhnlichen Begriff und Namen

 Landkrämerei bekannt sind.

                        OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 147-150

 

1788    Waffenhammer Waffenschmiede Verkauf an Höpfel

-Der Fehler der Hammerwerksanlage und der Abgang einer kleinen Wirtschafts-

 beihilfe hatten nun die Folge gehabt, daß Ebner auf gedachten Waffenhammer

 mit großem Verluste an den dermaligen Nachfolger Höpfel verkaufte, und nun

 bei diesem als Schmiedegeselle arbeitet.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 154

 

1788   Waffenhammer Waffenschmiede Zweites Nagelfeuer

-Michael Höpfl war der Schmiedemeister vom Georgenberg, dieser macht

 ein Bittgesuch wie folgt:

 

-Um gnädigste Bewilligung ein zweites, kleines Nagelfeuer errichten zu dürfen,

 um den Kauf des kleinen, nahe seiner Hauswohnung am Zottbach gelegenen

 Herrschaftlichen Wiesfleckls.

 

-Der Antrag wurde dann auch genehmigt.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 155

 

23.01.1788    Erhebung zur Pfarrei „St. Christoph“

-Eine tiefgreifende Änderung erfolgte schließlich im Jahre 1788, denn am

 23. Januar 1788 wurde die bisherige Expositur zur eigenen Pfarrei erhoben.

 

-Die Gründungsurkunde „über die Verwilligung und Feststellung eines beständ-

 igen Congruae für das in der Reichsherrschaft Waldthurn errichtete Pfarr-

 benefizium zu St. Christoph“ wurde ausgestellt in Wien und hat folgenden

 Wortlaut:

 

-„Von Gottes Gnaden Wir, Maria Gabriela, verwittibte Herzogin zu Raudnitz,

 des Hl. Römischen Reiches Fürstin von Lobkowitz, gefürstete Gräfin zu

 Sternstein, geborene Herzogin von Savoyen, Carignam etc., und Wir,

 August Anton, des Hl. Römischen Reiches Reichsfürst von Lobkowitz,

 Herzog zu Raudnitz, Seiner K. und K. Majestät wirklicher Kämmerer etc.

 als von Ihrer römischen kaiserlichen Majestät allergnädigst bestätigte Vor-

 münderin und respektive Vormund des annoch in Minderjährigkeit bestehen-

 den durchlauchtigsten hochgeborenen Herrn Franz Joseph Maximilian,

 Herzog zu Raudnitz, des Hl. Römischen Reiches Fürsten von Lobkowitz,

 gefürsteten Grafen zu Sternstein etc., Unsers lieben Sohnes und resp.

 Vetters Liebden.

 

-Nachdem Wir zum allgemeinen Seelen-Trost die fürstlich lobkowitzischen ge-

 treuen Unterthanen der Reichsherrschaft Waldthurn zu Neuenhammer –

 Ödmühl (Papiermühle), Rehberg, Pinsenstock (Binsenstock), Gehenhammer,

 Krautwinkl, Georgenberg, Neukirchen, Faislbach, Prünst (Brünst), Kühtränk,

 Dimpfl und Waldkirch, um nämlich denselben die sichere Beruhigung zu

 verschaffen, in der Nähe einem beständigen gewissen Gottesdienste Bei-

 wohnen zu können und in jedem Falle des nahen Beistandes eines Seel-

 sorgers sich vergewisset zu sehen, ein beständiges Pfarrbenficium, zu St.

 Christoph zu errichten und demselben alle und jede pfarrliche Verrichtungen

 ohne Ausnahme beilegen zu lassen, Uns gnädigst entschlossen haben, so

 setzen Wir den ernannten Beneficiaten, so wie jeden zukünftigen Beneficiaten

 mit dem ausdrücklichem Vorbehalte des Patronatsrechtes mildest aus:

 

-So geschehen, Wien den 23. Jänner 1788.“

                                            (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                      Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 49 - 50.

                                             (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

-Die zwei Seitenaltäre in der Kirche waren früher nicht dem heiligsten Herzen

 Jesu und hl. Herzen Mariä geweiht wie jetzt, sondern der eine dem Heiligen

 Leonhard und Wendelin, der andere der hl. Familie; neben ersteren soll 1762

 Expositus Georg Gerstl begraben worden sein, neben letzterem Frau Donhof,

 Gattin des Glashüttenmeisters zu Neufürstenhütte 1795.

 

-Dieser selbst wurde 1803 mitten in der Kirche vor dem Hochaltar begraben.

                                          (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

25.04.1788   Erste Taufe in der Pfarrei

-Der neu ernannte Pfarrer Winkelmeyer taufte am 25. April 1788 das erste Kind.

                                            (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                           Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51.

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

20.05.1788   Erste Beerdigung in der Pfarrei, neu angelegter Friedhof

-Die erste Beerdigung im erneuten angelegten Friedhof fand am

 20. Mai 1788 statt.

                                           (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51. 

 

1791            Fürstentum in die Oberpfalz eingegliedert

                                      Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 133; (RH 2012)

 

Ab 1792         Österreich und Preußen stand mit Frankreich im Krieg

-Bayern konnte sich noch eine Weile neutral halten, dann schlug es sich auf

 Österreichs Seite und wurde in den Strudel der Ereignisse mit hineingerissen.

                                     Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 140; (RH 2012)

 

-Zu Ende des 18. Jahrhunderts richteten sich die Augen der Welt auf

 Frankreich; dort gingen die entscheidenden Impulse aus.

 

-Im großen europäischen Kräftespiel stellte Bayern zwar einen wichtigen

 Faktor dar; um selbstständige Politik treiben zu können, war es jedoch

 nicht stark genug.

 

-So musste unsere Heimat wieder einmal auf sich nehmen, was die

 Entscheidung der Großen über sie verfügte.

                                     Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 151; (RH 2012)

 

1792       Schule Bau in Neukirchen St. Chr.               

                              Quelle: Matrikel-Übersichtsbuch des Bistums Regensburg 1997

 

1792-1815    Französisch-Napoleonische Kriege

                      Abschrift: Tachau-Pfraumberger Heimat, Teil I, Seite 22 ; (RH 2012)

 

1793         Schulhaus Neukirchen Sankt Christoph errichtet

                   BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 16

 

Um 1793      Neuenhammer Bau eines Hochofen             

-Er stellte einen Antrag auf den Bau eines Hochofens. (Im Jahre 1733)

-Dieser wurde jedoch erst nach 60 Jahren genehmigt.

                                           Der Landkreis VOH, 1969, Robert Kuhnle, Seite 120

 

1795          Hagelunwetter im Herrschaftsgebiet

-Am 12. Juni und am 13. August im Jahre 1795 geschah ein außerordentliches

 Unglück, ein Hagelunwetter, hat in seiner Heftigkeit seit Menschengedenken

 nicht erlebt, die Feldfrüchte total beschädigt.

              Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 226

 

1795/1796  Neukirchen Pfarrhof Bau eines neuen Pfarrhofes

-In den Jahren 1795/96 wurde ein neuer Pfarrhof gebaut.

                         Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51.

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

-Wurde das Pfarrgebäude zu St. Christoph in einem besseren Zustand

 hergestellt, wozu die Lobkowitzische Herrschaft etwa ¼ der Kosten bestritt.

                                         (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

26.09.1795  Frau Dornhof (Donhof) vor dem linken Seitenaltar beerdigt

-Am 26. September 1795 beerdigte man Frau Dornhof (Donhof), Gattin des

 Glashüttenmeisters zu Neufürstenhütte, in der Kirchen neben (vor) dem Altar

 Jesus Maria Josef. (linker Seitenaltar) 

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

 

00.00.1795   Pfarrkirche linker Seitenaltar Frau Donhof begraben

-Die zwei Seitenaltäre in der Kirche waren früher nicht dem heiligsten Herzen

 Jesu und hl. Herzen Mariä geweiht wie jetzt, sondern der eine dem Heiligen

 Leonhard und Wendelin, der andere der hl. Familie; neben ersteren soll

 1762 Expositus Georg Gerstl begraben worden sein, neben letzterem

 Frau Donhof, Gattin des Glashüttenmeisters zu Neufürstenhütte 1795.

 

-Dieser selbst wurde 1803 mitten in der Kirche vor dem Hochaltar begraben.

                                              (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Nk um 1930)

 

1796         Frankreich, der französische General Jourdan zog

                             gegen den deutschen Kaiser

-Zunächst bestand noch das Bündnis Bayern mit Österreich. 1796 zog der

 französische General Jourdan heran, um den entscheidenden Schlag gegen

 den deutschen Kaiser zu führen.

 

-Amberg, Sulzbach und die Nordwest-Oberpfalz hatten besonders unter den

 Aufmärschen und Plünderungen der Soldaten zu leiden.

 

-Ein österreichisches Heer rückte gegen Amberg - Sulzbach - Neumarkt vor

 und schlug die Franzosen nach Westen zurück.

                                      Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 152; (RH 2012)

 

1797-1807     Fürst Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz

-Fürst Fanz Jsoef Maximilian trat am 20. Januar 1797 die Regentschaft an.

 

-Er heiratete am 02. August 1792 die Prinzessin Maria Caroline zu

 Schwarzenberg.

 

-Aus dieser Ehe gingen 9 Kinder hervor.

 

-Wegen den finanziellen Schwierigkeiten musste das rissige Fürst

 Lobkowitzische Vermögen unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

           Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 92-93

 

1797          Schellenberg Jagdschloss

-Rasch abwechselnd war dann ihr Schicksal bis sie im 30-jährigen Krieg den

 Fürsten Lobkowitz verfiel und dann später die Herren von Waldthurn sie zu

 einem Jagdschloss umgestalteten, das noch 1797 stand.

 

-Das Schellenberger Mannl macht die Ruinen der Burg unsicher; es war dies

 ein ehemaliger gottloser Burgvogt oder Stegreifritter Hans von Pressath.

 

-Mit Flossenbürg soll Schellenberg durch eine Drahtleitung verbunden

 gewesen sein.                      

                                   Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 14.11.1965

 

1797      Schellenberg Jagdschloss Fürst Lobkowitz

-Im Dreißigjährigen Kriege verfiel die Feste.

 

-Fürst Lobkowitz, Herr von Waldthurn erbaute auf dem Schellenberge ein

 Jagdschloß das noch 1797 stand.

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 93.

 

1798         Georgenberg Waffenschmiede Verlegung

-Benannter Bittsteller Höpfl, bewandten Umständen nach, sein Waffenhammer-

 werk von dem jetzigen Platz weg, und zur Gewinnung eines besseren und

 vorteilhafteren Wasserfalls, nach dem Vorschlage des waldthurner Richter-

 und Wirtschaftsamtes, 18 Klafter – aber etliche neunzig Schube weiter ab-

 wärts – oberhalb des Georgenberger Wirtshauses, und an den Fuß des Uns

 angezeigten, 3 Klafter hohen Rangen, immer aber an das Drexler Bächlein,

 doch in der vollen Zuversicht, daß hierdurch weder uns noch einen dritten

 einiger Nachteil zugehe, übertragen und setzen, sofern er das nämliche

 Wasser durch den auf solchen Rangen schon vorhandenen alten Graben

 auf das Hammerwerk hinleiten möge.

                            OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 156

 

10.02.1798   Erster auf Leinwand gemalener Kreuzweg

-Auf Leinwand ordentlich und wohl bemalenem Kreuzweg.

 

-Einführung durch einen Mitbruder des Ordens Hl. Franziscus.

                                     BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 10

 

01.03.1798       Kreuzweg Einweihung

-1798 am 1. März wurde von Pater Franz Lang OFM aus Pfreimd der

 Kreuzweg eingeweiht. 

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

28.07.1798   Vollkommener Ablass Leonhard Wendelin 

-Am 28. Juli 1798 erteilte Papst Pius VI. einen vollkommenen Ablass auf den

 Leonharditag, den das Ordinariat auf den Wendelinustag festlegte.

                                                 Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                               (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

16.08.1798   Lehenvergabe an Franz Joseph Maximilian Lobkowitz

                                                         Die Oberpfalz, 1985, Seite 299 - 305

 

1799     Georgenberg Waffenschmiede Verpachtung Hirsberger

-Höpfl hat wohl sehr mit Steuererleichterung gerechnet, vor allem mit der

 Erlassung der Extra-Steuer – es war eine Kriegssteuer, wir finden uns in

 der Zeit der Napoleonischen Kriege -, da dies nicht genehmigt worden war,

 hat er wohl seinen Plan aufgegeben und sein Waffenhammerwerk an einen 

 gewissen Jakob Hirsberger aus Gamming aus Unterösterreich verpachtet.

                             OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 157

 

1799             Lehensbuch Herrschaft Waldthurn

-1799-1808, der Herrschaft Waldthurn.

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 60

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

1800       Georgenberg Waffenschmiede nun Johann Altenöder

-Im Jahre 1800 hat der nunmehrige Waffenmeister Johann Altenöder von

 Michael Höpfl die Waffenschmiede gekauft.

 

-Er machte sogleich eine Eingabe an die fürstliche Kammer um Minderung

 und Umänderung seines Steuersatzes, was ihm, „Johann Altenöder und

 Waffenhammermeister am Georgenberg“ in dem Bescheid vom 13.12.1800

 auch bewilligt wurde.

 

-Altenöder wird an seinem Werk einige Veränderungen durchgeführt haben,

 z.B. Aufstockung des Weiherdammes und Absenkung des Wasserrades,

 um einen schnelleren Lauf zu bewerkstelligen und einen rentablen Betrieb

 führen zu können.

 

-Als“ Waffen“ wurden keine Schwerter und Lanzen usw. hergestellt, wie man

 so landläufig glauben könnte, sondern Messer, Sicheln, Sensen, Harken,

 Meißel, Hämmer etc., Werkzeuge zum Schneiden und Bearbeiten ver-

 schiedener Dinglichkeiten.  

                        OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 157-158

 

1800       Siegeszug Napoleons in Bayern ein Umschwenken

                          nach Frankreich Montgelas

-Der Siegeszug Napoleons ließ sich jedoch nicht aufhalten:

 

-1800 besetzte er ganz Bayern und zog in München ein.

 

-Der Vertrag von Luneville 1801 brachte dann Bayerns Umschwenken

 auf die Seite Frankreichs.

 

-Dies war hauptsächlich ein Werk des gewiegten Diplomaten Freiherrn von

 Montgelas, der seit 1799 die bayerische Politik als Staatsminister leitete.

 

-Für den Verlust der Pfalz konnte Bayern einen bedeutenden Gebietszuwachs

 im Stammland buchen.   

                                    Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 152; (RH 2012)

 

Um 1800      Papiermühle Duscheck

-Um 1800 betrieb diese Papiermühle der Papierer J. Duscheck.

 

-Dessen Wasserzeichen zeigte das Posthorn mit seinem Namen. (Siehe Skizze)

 

-Wie wichtig Papiermühlen damals waren, das zeigt das Verbot, in der Graf-

 schaft Störnstein-Waldthurn die Leinenhadern an andere Lumpensammler

 zu verkaufen als jene, welche die Papiermühle Neuenhammer belieferten.

 

-Duscheck war bis 1710 Beständer der Papiermühle Fiedlbühl.                           

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 14, 1970, Seite 7 - 18

 

Nach 1800  Neuenhammer baufällige Holzhäuser nun Steinbauweise

-Nach 1800 ließ Frank die alten baufälligen Holzhäuser durch neue aus Stein

 ersetzten, im Ganzen 21 Häuser mit einem Kostenaufwand von 29 000 Gulden.

                                         125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

1802      Schule Schulreform Lehrer und Geistliche als

                  Staatsbeamte allgemeiner Schulzwang

-Auch im Schulwesen wurde Altgewachsenes von nichteinheimischen Ge-

 lehrten verächtlich abgetan.

 

-Lehrer und Geistliche gingen ihrer alten Aufgabe nun als Staatsbeamte nach.

 

-Der Staat übte die Schulaufsicht, 1802 führte er den allgemeinen Schulzwang

 ein,1803 wurde die Sonntagsschule eingeführt.

                                    Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 154; (RH 2012)

 

1803           Rentamt mit Sitz in Leuchtenberg

-Für die Finanzverwaltung war 1803 ein Rentamt errichtet worden, das zu-

 nächst seinen Sitz in Leuchtenberg hatte.

                         Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 197

 

1803        Säkularisation Eingliederung der weltlichen und

                       geistlichen Territorien in Einheitsstaat

-Im Jahr 1803 hatte in Regensburg ein Ausschuss (=Deputation) des Reichs-

 tags einen äußerst wichtigen Beschluss (=Schluss) gefasst, der als

 "Reichsdeputationshauptbeschluss" in die Geschichte einging.

 

-Ihm zufolge wurden weltliche und geistliche Territorien in den bayerischen

 Einheitsstaat eingegliedert.

 

-Nur Regensburg nahm eine Sonderstellung ein: Es wurde mit sammt dem

 bischöflichen Territorium dem Fürstentum Karl Theodor von Dalberg

 unterstellt.

 

-Für unser Land bedeutete das eine wirtschaftliche und kulturelle Umwälzung.

 

-Der Reichtum und der ausgedehnte Grundbesitz der Hochstifte und Klöster

 kam für die vom modernen Gleichheitsstreben erfassten Menschen einer

 Herausforderung gleich, eine Umgestaltung musste kommen - doch wie

 diese erfolgte ist ein dunkles Kapitel bayerischer Geschichte.

 

-Stolze Klöster mit uralter Tradition wie St. Emmeram und Waldsassen wurden

 aufgelöst, die Mönche mit einer kleinen Pension in die Welt geschickt.

 

-Aller Besitz wurde versteigert.

 

-Dabei gab es viel übles Spekulieren:

 

-Spottbillig konnte man wegen des Massenangebotes die kostbaren Dinge er-

 werben.

 

-Viele Kirchenräume wurden profaniert (=säkularisiert, verweltlicht).

 

-Den Aufklärern galt alles, was an religiösem Brauchtum im Volk verwurzelt

 war, als mittelalterlich u. rückständig.

 

-Feldkreuze und Kapellen als "Aushängeschilder der Religionsschwärmerei"

 sollten ebenso beseitigt werden wie die beliebten Bauernfeiertage, die orts-  

 üblichen Kirchweihfeste, die Laienspiele, an denen das Volk so sehr hing.

 

-Bräuche, z.B. die Ausgestaltung der "Heiligen Gräber" am Karfreitag, wurden

 bei Strafe verboten.

 

-So nahm man dem Volk, nachdem man es schon seiner alten Bildungsstätten

 beraubt hatte, auch noch wertvolles bodenständiges Volksgut.

 

-Nicht immer wurden diese Maßnahmen untertänig hingenommen:

 

-Die Schwandorfer Bürger und das Landrichteramt zum Beispiel wehrten sich

 energisch gegen die Aufhebung der als Wallfahrtsstätte beliebten Kreuzberg-

 kirche.

 

-Aus eigener Tasche legten sie zusammen, um die Ausgaben für Priester und

 Messunkosten bestreiten zu können.

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 153-154; (RH 2012)

 

1803         Landgericht Neuorganisation Treswitz Burgtreswitz

-Bei der Neuorganisation der Landgerichte im Jahre 1803 wurde aus dem Land-

 richteramt Leuchtenberg und dem Richteramt Miesbrunn der bisherigen Land-

 grafschaft, sowie aus dem pfälzischen Amte Treswitz-Tännerberg und dem

 sulzbachischen Gericht Vohenstrauß ein bayerisches Landgericht mit dem

 Sitze in Treswitz (Burgtreswitz) gebildet.

                                 Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 6.

 

21.09.1803   Landgericht Neuorganisation Treswitz Burgtreswitz

-Im Vollzug dieser Verordnung wurde durch allerhöchste Entschließung vom

 21. September 1803 aus den Landgerichtsämtern Treswitz-Tännesberg,

 Leuchtenberg, Vohenstrauß und Pleystein sowie den Richterämtern Mies-

 brunn, Burkhardsrieth und Waidhaus in ihren bisherigen Grenzen das

 Landgericht (älterer Ordnung) Treswitz gebildet; Treswitz (Burgtreswitz)

 wurde als Gerichtssitz bestimmt.  

                          Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 196

 

19.11.1803 Herr von Dornhof (Donhof) vor dem Hochaltar beerdigt

-Am 19. November 1803 wurde Herr von Dornhof (Donhof) mitten vor dem

 Hochaltar begraben. (kleine Gruft)

                                                       Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                               (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

-Die zwei Seitenaltäre in der Kirche waren früher nicht dem heiligsten Herzen

 Jesu und hl. Herzen Mariä geweiht wie jetzt, sondern der eine dem Heiligen

 Leonhard und Wendelin, der andere der hl. Familie; neben ersteren soll

 1762 Expositus Georg Gerstl begraben worden sein, neben letzterem

 Frau Donhof, Gattin des Glashüttenmeisters zu Neufürstenhütte 1795.

 

-Dieser selbst wurde 1803 mitten in der Kirche vor dem Hochaltar begraben.

                                           Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1805         Neuer Koalitionskrieg (Bündniskrieg) gegen das

                      Kaiserreich Napoleons

-Als ein neuer Koalitionskrieg (=Bündniskrieg) gegen das Kaiserreich Napoleons

 entbrannte (1805), war es Bayern, das zwischen den streitenden Ländern lag,

 unmöglich, seine Neutralität zu wahren; es entschied sich für Frankreich und

 hatte wiederum die feindlichen Heere im Land stehen.

                                     Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 152; (RH 2012)

 

02.12.1805    Sieg Napoleons über russische und

                            österreichische Armeen

-Nach den napoleonischen Kriegen, die auch das böhmische und mährische

 Gebiet berührten (da ist besonders der berühmte Sieg Napoleons über die

 russischen und österreichischen Armeen am 02.12.1805 bei Slavkov-Austerlitz–

 in Südmähren zu erwähnen) verstärkte der österreichische Absolutismus seine

 Aufsicht und verfolgte streng die Versuche um die Nationalemanzipation, die

 sie dann effektiv zu bremsen wusste.

        Abschrift: Alles Wesentliche der Geschichte Böhmens, 1992, Seite 34; (RH 2012)

 

26.12.1805   Frieden von Preßburg abgeschlossen

-Der Frieden von Preßburg, welcher am 26. Dezember 1805 abgeschlossen

 wurde, brachte das Ende der Lehen in Bayern.

 

-Der 15. Artikel hebt zu Gunsten Bayern die Lehen auf, es heißt hier:

-Seine Mayestät der Kaiser von Deutschland und Österreich entsagt sowohl

 für sich und seinen Erben und Nachfolgern allen gerechtsamen der

 Souveranität sowohl als des Lehenrechtes allen und jeglichen wirklichen

 oder eventuellen Ansprüchen, keinen ausgenommen…“.

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 62

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

1806     Vertragsgetreu kämpfen die Bayern auf der Seite Napoleons

-Vertragsgetreu kämpften die Bayern 1806 auf der Seite Napoleons, dessen

 entschlossenes Vorgehen die an der Donau stehenden Gegner zurückwarf.

                                     Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 153; (RH 2012)

 

1806       Eisenhammer Neuenhammer und Finkenhammer

-Im Jahre 1806 gab es in diesem Raum nur noch die Eisenhämmer in

 Neuenhammer, Gröbenstädt, Böhmischbruck, Waltenrieth, Finkenhammer

 und Pfrentsch.     

                                                         Die Oberpfalz, 1977, Seite 321 - 333

 

1806        Napoleon siegte gegen Russland und Österreich

                           seit 1806 Königreich Bayern

-Die Dreikaiserschlacht von Austerlitz (Mähren), wo Napoleon gegen die Kaiser

 von Russland und Österreich siegte, gab dem "Heiligen römischen Reich

 deutscher Nation" den Todesstoß.

 

-In Regensburg ging der Reichstag auseinander, und Kaiser Franz II. legte die

 deutsche Krone nieder.

 

-Als Gegenkraft gegen Österreich und Preußen wünschte Napoleon ein

 kraftvolles Bayern.

 

-Während seiner Anwesenheit in München wurde 1806 das Königreich

 Bayern verkündet.   

                               Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 152-153; (RH 2012)

 

1806       Meyerhof zwei Halbhöfe Schweizerhof

-1806 besitzen ein Mathes Bodensteiner und ein Thoma Nickl je ein Anwesen

 auf dem Schweizerhof. 

                              OWV-Chronik, 1981, Aufzeichnungen, Vergangenheit, Seite 117

 

29.01.1806   Der böhmische Lehensverband ist aufgelöst

-Der König von Bayern erließ am 29. Januar 1806 an den königlichen General-

 kommissar der Oberpfalz folgende Weisung: „…von nun an ist der böhmische

 Lehensverband sowohl in unseren alten als neuen Staaten aufgelöst und von

 Böhmen auf alle Pfand-, Lehens-, Landeshoheits- und anderen Rechtstiteln

 gemachten Ansprüche auf irgendeine Besitzung in unseren Landen gänzlich

 und für immer Verzicht geleistet …“.

                Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 62

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 58, 2014, Seite 28 - 37

 

08.09.1806   Übergabe an den König von Bayern

-Schon nach der Unterzeichnung der Rheinbundakte, am 8. September 1806,

 wurde Waldthurn, wie auch Störnstein, dem König von Bayern übergeben.

                                                                        (Homepage Waldthurn)

 

-Wurde Störnstein-Neustadt wie auch Waldthurn vom französischen General-

 kommissar Mathias Fririon an das Königreich Bayern übergeben und eine

 Woche später vollzog der Generallandeskommissar von Amberg Graf

 Sigmund von Kreith die Besitznahme für das Königreich Bayern.

 

-Das Patrimonialgericht Waldthurn liegt an der Böhmischen Grenze, es grenzt

 gegen Osten an die Herrschaft Pleystein, gegen Süden an den Bezirk

 Vohenstrauß, gegen Westen an Weiden und Floß und gegen Norden an die

 Böhmische Grenze.

 

-In diesem Bereich befinden sich u.a. 1 Eisenhammer mit einem Hochofen

 (Neuenhammer) und Frischfeuer, 2 Spiegelglasschleifen (Galsterlohe und

 Hagenmühle), eine Papiermühle und ein Waffenhammer (Waffenschmiede).

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 59, 2015, Seite 87 - 98

 

1806          Kurzbeschreibung der Herrschaft

-U.a. 2 Pfarreien: Waldthurn und Neukirchen Sankt Christoph.

 

-ein Eisenhammer mit einem Hochofen und Frischfeuer (Neuenhammer).

 

-zwei Spiegelglasschleifen (Galsterlohe und Hagenmühle)

 

-eine Papiermühle (Papiermühle)

 

-und ein Waffenhammer (Waffenschmiede)

               Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 121

 

00.00.1807   Pfarrei Baulast zu groß Verlosung von Kirchenstühlen

-Die Baulast an der Kirche, Pfarrhaus und Schulhaus, die zeitweise große

 Kosten verursachte, machte die Verlosung der Kirchenstühle notwendig,

 welche zum ersten Mal 1807 und dann meist alle 5 Jahre vorgenommen

 wurde. Gebühr jährlich 30 Kreuzer.

                                          (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1807   Statistischer Waldbericht ehemalige Herrschaft Waldthurn

-U.a.: Der Hammermeister zu Neuenhammer und der Papiermüller beziehen

 jährlich gegen 30 Klafter Haus- und Keilholz unentgeltlich.

 

-Auch werden die Pfarrer zu Waldthurn und Neukirchen St. Christoph, dann

 die Kirchendiener aus den herrschaftlichen Waldungen beholzt.

 

-Bisher erhielt auch die Fürstenglashütte, welche zu dem Lobkowitzischen

 Gut Waldheim in Böhmen gehört, ein beträchtliches Quantum Holz.

 

-Die Spiegelglasschleifen zu Galsterlohe und Hagenmühle, dann der Eisen-

 hammer zu Neuenhammer mit ihren beträchtlichen Holzbedarf waren ehe-

 mals herrschaftliches Eigentum, sind nun aber privatisiert.

                                           Oberpfälzer Heimat, Band 61, 2017, Seite 61 - 85

 

1807             Ende Lobkowitz Herrschaft

          Kauf durch König Max Joseph von Bayern

-In diesem Jahr 1807 ging die Lobkowitzische Herrschaft zu Ende:

 

 -König Max Joseph von Bayern kaufte die lobkowitzischen Herrschaften

 Neustadt-Störnstein und Waldthurn und erwarb damit auch das Besetzungs-

 recht auf die Pfarreien Waldthurn und Neukirchen St. Christoph..

                           Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51.

 

13.02.1807    Pfarrbücher jetzt in deutscher Sprache

-Am 13. Februar 1807 kam der Auftrag vom Landgericht Treswitz, die pfarr-

 lichen Bücher nicht mehr lateinischer Sprache, sondern in deutscher

 Sprache anzulegen.

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                                           (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

06.11.1807   Königreich Bayern kauft die Herrschaft Waldthurn 

-Mit der Rheinbundakte sind 12 Fürstentümer aus dem deutschen Reichsverband

 unter Regie Napoleons ausgetreten.


-Im § 24 wurde auch die Souveranität der Grafschaft Störnstein und mit ihr der

 Reichsherrschaft Waldthurn an das Königreich Bayern übergeben.


-Der hochfürstliche Lobkowitzische drigierende Rat und Bevollmächtigte Josehp

 von Weckbecker und Hubert Steiner königlich bayerischer geheimer Finanz-

 referendar schlossen am 06. November 1807 den Kauf und Fürst Franz Joseph

 Maximilian genehmigte am 07. November den Kaufbrief. (343 000 Gulden)


-laut Michael Eduard Rath: „Nun waren die engen Grenzmauten und Verkehrs-

 plackereien verschwunden, das große junge Königreich schlug seinen Gürtel um

 das namenlos gewordene „Lobkowitzer Ländchen“, neue Ordnung und Gesetze,

 im Kampf mit den alten Privilegien brachten das dünne Licht der neuen Zeit“.


-Zollamt: u.a. Mautstellen, Obertresenfeld, Oberbernrieth, Waldkirch, Georgenberg, Buch und Letzau.


-Forstamt: u.a. Revier Waldthurn, Neuenhammer, Waldheim und Buch.

-Arbeit: Der arme Teil der Einwohner nährt sich teils vom Glasschieben oder Ver-

            führen des Glases auf Schubkarren, teils vom Verkauf selbst gefertigter

            Holzarbeiten. Es gibt im Waldthurnerischen viele öde Gründe besonders

             am Fahrenberg und am Wege nach Neuenhammer.


-Ortschaften: u.a. Neuenhammer, Prollermühle, Hagenmühle, Steinbach,

             Schafbruck, Birkenbühl, Fahrenberg, Dimpfl, Rehberg, Kühtränk,

             Vorderbrünst, Mitterbrünst, Hinterbrünst, Georgenberg, Neukirchen St.

             Christoph, Lösselmühle, Schweitzerhof (Schweizerhof) und Waldkirch.


-Werke: u.a. Der Hammermeister zu Neuenhammer und der Papiermüller

             beziehen jährlich gegen 30 Klafter Haus- und Keilholz unentgeltlich.

             Die Spiegelschleifen zu Galsterlohe und Hagenmühle, dann der Eisen-

             hammer zu Neuenhammer waren ehemals herrschaftliches Eigentum,

             sind nun aber privatiesiert.

             Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 93-97

 

1807     Böhmisch-Waldheim Gut Waldheim Störnstein und Waldthurn

                  zu Bayern Lobkowitz verzichtet

-Als im Jahre 1807 die pfälzischen Herrschaften Störnstein und Waldthurn von

 Bayern übernommen wurden, blieb das in Böhmen liegende Gut Waldheim zum

 weiteren Verkaufe frei.

 

-Der Fürst Lobkowitz verzichtete nämlich auf das Gut.

                                      Abschrift: Chronik Altfürstenhütte, Seite 2; (RH 2012)


XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

 

                 Bayern, Ortschaften

                           von 1807 bis dato

                      Der jetzigen Gemeinde Georgenberg

                     Zusammenstellung und Skizze: Rupert Herrmann, 06.09.2019

         


   

1807                     Ende Lobkowitz Herrschaft

                 Kauf durch König Max Joseph von Bayern

-In diesem Jahr 1807 ging die Lobkowitzische Herrschaft zu Ende:

                         Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 51.

 

13.02.1807    Pfarrbücher jetzt in deutscher Sprache

  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965; OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

06.11.1807   Königreich Bayern kauft die Herrschaft Waldthurn 

-Der hochfürstliche Lobkowitzische dirigierende Rat und Bevollmächtigte

 Joseph von Weckbecker und Hubert Steiner königlich bayerischer gehei-

 mer Finanzreferendar schlossen am 06. November 1807 den Kauf und

 Fürst Franz Joseph Maximilian genehmigte am 07. November den Kauf-

 brief (343 000 Gulden).

 

-Laut Michael Eduard Rath: „Nun waren die engen Grenzmauten und Ver-

 kehrsplagereien verschwunden, das große junge Königreich schlug seinen

 Gürtel um das namenlos gewordene „Lobkowitzer Ländchen“, neue Ord-

 nung und Gesetze, im Kampf mit den alten Privilegien brachten das dünne

 Licht der neuen Zeit“.


-Zollamt: u.a. Mautstellen, Obertresenfeld, Oberbernrieth, Waldkirch,

             Georgenberg, Buch und Letzau.

 

-Forstamt: u.a. Revier Waldthurn, Neuenhammer, Waldheim und Buch.

 

-Arbeit: Der arme Teil der Einwohner nährt sich teils vom Glasschieben

       oder Verführen des Glases auf Schubkarren, teils vom Verkauf

       selbst gefertigter Holzarbeiten. Es gibt im Waldthurnerischen viele

       öde Gründe besonders am Fahrenberg und am Wege nach Neuen-

       hammer.

 

-Ortschaften: u.a. Neuenhammer, Prollermühle, Hagenmühle, Steinbach,

             Schafbruck, Birkenbühl, Fahrenberg, Dimpfl, Rehberg, Küh-

             tränk, Vorderbrünst, Mitterbrünst, Hinterbrünst, Georgenberg,

             Neukirchen St. Christoph, Lösselmühle, Schweitzerhof und

            Waldkirch.

 

-Werke: u.a. Der Hammermeister zu Neuenhammer und der Papiermüller

            beziehen jährlich gegen 30 Klafter Haus- und Keilholz unent-

            geltlich.

       

            Die Spiegelschleifen zu Galsterlohe und Hagenmühle, dann

            der Eisenhammer zu Neuenhammer waren ehemals herr-

            schaftliches Eigentum, sind nun aber privatisiert.

            Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 93-97

 

Um 1808     Große Reformen, Rentämter, bürgerliches Grundrecht,

                     Leibeigenschaft abgeschafft

-Zentralisierte Ministerien standen an der Spitze des Staates, von einem

 vorbildlich organisierten Beamtenkörper unterstützt.

 

-Das Staatsvermögen wurde vom privaten Fürstenvermögen geschieden.

 

-"Rentämter" besorgten nun die Abwicklung der Steuergeschäfte.

 

-Die Land- und Pflegegerichte gingen in "Landgerichte" (mit neuen Grenzen)

 über.

 

-Ein unabhängiger Richterstand wurde geschaffen.

 

-Die niedere Gerichtsbarkeit allerdings verblieb weiterhin den Hofmarkherren.

 

-Die wichtigste Errungenschaft der Französischen Revolution, die bürger-

 lichen Grundrechte, kam ab 1808 auch unserer Heimat zugute:

 

-Alle Bürger sollten vor dem Gesetz gleich sein ohne Rücksicht auf ihren

 Stand; gleiche Rechte und Pflichten sollten sie dem Staat gegenüber

 haben (Beamtentum, Heeresdienst).

 

-Persönliche Sicherheit und Gewissensfreiheit wurden allen Untertanen

 zuerkannt; dies bedeutende die Gleichberechtigung aller Konfessionen.

 

-Die Leibeigenschaft wurde 1808 abgeschafft, die bäuerlichen Frondienste

 günstiger geregelt.

                                Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 155; (RH 2012)

 

1808        Königreich Bayern, Einteilung in Kreise

-Bei der Einteilung des Königreichs Bayern in Kreise 1808 wurde unser

 Gebiet dem Naabkreis zugeteilt.

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 6.

 

1808   Hammerschloss jetzt Wirtshaus Neuenhammer

-Das ehemalige Hammerschloss – jetzt Wirtshaus – ist ein hübscher

 (Eisenhammer) zweigeschossiger Bau mit sich an der Fassade vor-

 bauendem Kuppelturm.

 

-Über dem Eingang:       18 F F  08     =   Franz Frank 1808.

 

-Früher hieß es Oedmühle. Jetzt Wirtshaus.

                             Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 78.

 

-Die Hausglocke von Neuenhammer, das Bummerl (Wetterglocke) von

 Neuenhammer:

 

-Das vor zwei Jahren (1992) im Zuge der Renovierung des Wohnhauses

 restaurierte Haustürmchen mit dem kleinen „Bummerl“ bleibt allerdings –

 wenn auch künftig in stummem Zustand – ein besonderes Schmuckstück

 und Wahrzeichen für die kleine Ortschaft Neuenhammer.

 

-Hammergutsherr Franz Frank ließ es im Jahre 1808 beim Bau des Herren-

 hauses auf dem bis heute im Original erhaltenen Kuppelturm für ihn als

 Hausglocke (Arbeiterglocke) anbringen.

 

-Die Glocke stammt aus einer Glockengießerei in Böhmen.

 

-Inschrift: „Johann Georg Jordan goss mich 1754 in Eger“.

 

-Eine Besonderheit ist, daß es im Turm so verankert ist, daß es nicht abge-

 nommen werden kann.

                                                                      (ON 31.08.1994)     

 

13.05.1808     Bildung der Steuerdistrikte

-Durch Verordnung vom 13. Mai 1808 über das allgemeine Steuer-

 provisorium wurden die Steuerdistrikte gebildet.

 

-Das Landgericht Vohenstrauß wurde in 47 Steuerdistrikte eingeteilt:

 

-U.a.:

-Dimpfl: Dimpfl D, Faislbach D, Rehberg D, Vorderbrünst D,

        Neuenhammer W, Galsterlohe E und Hammermühle E.

 

-Neudorf: Neudorf D, Waldkirch D, Neukirchen Sankt Christoph W,

              Georgenberg W, Gehenhammer E, Krautwinkl E, Schwanhof E,

              und Schellenberg E.

 

-Hagendorf: Hinterbrünst (D), Leßlohe (D), Lösselmühle (D), Zitzmannhaus

             (D) und Waldheim (E).

             Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 123

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 59, 2015, Seite 87 - 98

                  Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 206-212

 

28.07.1808          Bildung der Landgemeinden

          beim Landgericht Vohenstrauß waren es Obmannschaften

-Die Entstehung der Landgemeinden beruht auf dem Organisationsedikt

 vom 28. Juli 1808 und der weiteren Fassung vom 17. Mai 1818.

 (auch 24.09.1808)

 

-Nachfolgend die Gemeinden aus dem Bereich der früheren Herrschaft

 Waldthurn nach einem Verzeichnis vom Landgericht Vohenstrauß aus

 dem Jahr 1821.

 

-U.a.: (Zahl der Familien)

 

-Bernrieth: Neuenhammer W (11).

 

-Brünst: Vorderbrünst D (28), Hinterbrünst D (23), Lösselberg E (1),

         Lösselmühl (Lösselmühle E (6).

 

-Dimpfl: Dimpfl D (30), Kühtränk E (2), Prollermühl (Prollermühle E (1),

            Rehlohe E (2).

 

-Georgenberg: Georgenberg D (18), Krautwinkl E (2), Pinsenstock

                      (Binsenstock) E (3), Zitzmannhaus E (2).

 

-Neudorf: Neudorf D (44), Waldheim E (2), Schwanhof D (21),

              Gehenhammer E (4), Neukirchen Sankt Christoph W (20).

 

-Rehberg: Rehberg D (17), Galsterlohe W (16).

 

-Waldkirch: Waldkirch D (34).

 Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 123-124 u. 213

 

01.10.1808   Waldthurn in Landgericht Treswitz einverleibt

-Durch Reskript vom 17. März 1808 wurde das Patrimonialgericht Waldthurn

 wieder aufgehoben und mit Wirkung vom 01. Oktober 1808 dem Land-

 gericht Treswitz einverleibt.

 

-Ortschaften: U.a. Waldkirch 20 Anwesen, Oedmühle (Neuenhammer) 3,

 Rehberg 11, Pinsenstock (Binsenstock) 1, Gehenhammer 3, Krautwinkl 1,

 Scheitzerhof (Schweizerhof) 2, Neukirchen / Neudorf 25, Schwanhof 7,

 Galsterlohe 5, Faißlbach (Faislbach) 8, Brünst 30, Dimpfl 19, Kühtränk 1.

             Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 121

 

1809         Landgericht Verlegung nach Vohenstrauß

-1809 wurde der Sitz des Landgerichts Treswitz nach Vohenstrauß verlegt.

 

-Seitdem führte das Gericht die Bezeichnung Landgericht Vohenstrauß.

                       Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 197

 

10.04.1809   Österreichische Truppen überschreiten bei Waidhaus

                              die Grenze in die Oberpfalz

                                                                             (DNT 09.04.2009)

 

10.04.1809    Krieg zwischen Österreich und Frankreich

                                          Abschrift: Paulusbrunn, 1984, Seite75; (RH 2012)

 

10.04.1809   Napoleon, die Schlacht bei Eggmühl gewonnen,

                             dann Frieden von Schönbrunn

                                          Abschrift: Der Neue Tag, 10.04.2009; (RH 2012)

 

Okt. 1809      Österreich der Verlierer, Frieden von Schönbrunn

                                           Abschrift: Der Neue Tag, 10.04.2009; (RH 2012)

 

23.09.1810   Königreich Bayern Einteilung in 9 Kreise

-Nach einer Verordnung vom 23. September 1810 wurde das Königreich

 Bayern in neun Kreise eingeteilt.

 

-Der Naabkreis wurde aufgelöst. dass Landgericht Vohenstrauß wurde dem

 bereits 1808 gebildeten, nunmehr jedoch erweiterten Regenkreis zugeteilt  

                       Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 198

 

1811      Obmannschaften wurden politische Gemeinden,   

                  Ausnahme beim Landgericht Vohenstrauß

                  Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 212-213

 

1812          Widerwilliger Krieg gegen Russland

-Widerwillig zogen im Jahr 1812 33000 bayerische Soldaten in den verhäng-

 nisvollen Krieg gegen Russland, der den Umschwung für den Tyrannen

 Europas brachte.

 

 -Nur 3000 Bayern sahen die Heimat wieder, die anderen gingen elend

 zugrunde.

                                Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 153; (RH 2012)

 

Ab 1812       Einführung einer staatlichen Gendarmerie,

                              Staat übernahm die Post

-Der Staat übernahm die Post, die vom Fürstenhaus Thurn und Taxis er-

 richtet und verwaltet worden war; dieses wurde für den Verlust an Ein-

 nahmen mit Geld und Gütern entschädigt.

                                  Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 155; (RH 2012)

 

Nach 1812   Nach Russlandfeldzug sagte sich Bayern von

              Frankreich los, Allianz gegen Napoleon  

-Es kam zur Allianz von Russland, Preußen, Österreich und Bayern, die sich

 in der Völkerschlacht bei Leipzig gegen Napoleon stellt.

                                          Abschrift: Der Neue Tag, 10.04.2009; (RH 2012)

 

00.00.1814  Umwandlung Papiermühle zur Glasschleife

-Der Papierfabrikant Jakob Duschek zu Oedmühle ersucht um Genehmi-

 gung der Umwandlung seiner Papiermühle in ein Glasschleifwerk.

                         Pressglas-Korrespondenz, Josef Franz Dirscherl (1938), Seite 43

 

Bis 1816         Straßen, Ostwestverbindung

              Tachau-Schönwald-Böhmisch-Waldheim

-Die Ost - West - Verbindungen über Tachau-Bärnau und Tachau-Schön-

 wald-Waldheim behielten solange ihre Bedeutung, bis in den Jahren

 1815/16 eine Nordsüd-Verbindung zwischen Haid und Plan als Reichs-

 straße gebaut wurde.

                                       Abschrift: Paulusbrunn,1984, Seite: 163; (RH 2012)

 

17.05.1818       Neueinteilung der Gemeinden beim

                              Landgericht Vohenstrauß

-Die beiden Edikte von 1808 wurden durch das Gemeindeedikt vom

 17. Mai 1818 aufgehoben.

 

-Die Gemeindeumbildung war mit dem Jahr 1821 abgeschlossen.

                 Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 213-214

 

26.05.1818   König Max Josef verkündet die neue Verfassung

-Als krönenden Abschluss der großen Staatsformen zu Beginn des 19.

 Jahrhunderts kann man die Verkündigung einer Verfassung ansehen.

 

-Die Verfassung und das Beamtentum wurden von Bürgern aller Bezirke ge-

 tragen; sie bildeten die Grundlage eines gemeinsamen Staatsbewusstseins.

                            Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 155-156; (RH 2012)

 

1820     Hammerwerk Neuenhammer Torf und Holzkohle

-Bereits 1820 hatte man auf Neuenhammer Torf der Holzkohle zugesetzt.

 

-Auch der Puddelofen gegenüber dem Frischfeuer von einst genügte zur

 geforderten Eisenherstellung nicht mehr, auch nicht das bisherige

 Hammerwerk.

                                                       Die Oberpfalz, 1977, Seite 321 - 333

 

Um 1820   Der neue Staat Bayern unblutige Revolution

                       Aufbau eines modernen Staates

-In einer kurzen Zeitspanne von 16 Jahren und während turbulenter Ge-

 schehnisse hatte sich Bayern eine unblutige Revolution von oben vollzogen.

 

-Montgelas, der verstandesklare Aufklärer französischer Geistesart, hatte

 einen straffen, modernen Einheitsstaat aufgebaut.

 

-Er beachtete dabei nicht das urkonservative Wesen dieses Volksstammes

 und nahm keine Rücksicht auf die vielen Sonderstellungen der einzelnen

 Gruppen.

 

-Freilich geschah das Zusammenwachsen der Landesteile mit Altbayern

 nicht nur gezwungen durch staatliche Willkür:

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 153; (RH 2012)

 

Vor 1821  Ungeheuere Knochen

-In den zwanziger Jahren wurden auf dem Freidhofe (Friedhof) zu Waldkirch

 bei Vohenstrauß ungeheuere Knochen ausgegraben, ebenso an der Kirche

 in nahen Floß; sie sind wieder verscharrt worden.

                        (Sitten und Sagen von Franz Schönwerth, 1857, Siebtes Buch, § 9)

 

-Im Bereich des alten Friedhofs in Waldkirch, unmittelbar bei der alten

 Kapelle wurden schon wiederholt Grabfunde (Tongefäß und einer Figur

 als Grabbeigaben und auch Knochen usw.) gemacht.

 

-Schon Schönwerth berichtet von Riesenknochen auf dem alten Friedhof,

 die wahrscheinlich beim Bau der alten Kapelle 1821 gefunden wurden.

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 25 - 36

 

1821     Neuenhammer gehört zur Gemeinde Bernrieth

-Zur Gemeinde Bernrieth gehören: u.a. Neuenhammer mit 11 Familien.

             Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 219

 

1821      Waldkirch Kapelle erbaut

-Kapelle Waldkirch erbaut, Katholische Kapelle Sankt Johann Baptist,

 Nebenkirche von Neukirchen Sankt Christoph, 1821 gebaut, 1841

 konsekriert.

                                                                 (Matrikel R., Seite 119)

                            Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 125

 

1821    Die Gemeinden im Landgericht Vohenstrauß

-U.a.: (in Klammer = Zahl der Familien)

-Bernrieth (58): Oberbernrieth, D (11); Unterbernrieth, D (19), Oberfahren-

               berg, E (2), Unterfahrenberg, W (5), Bibershof, D (8),

               Radwaschen, E (2), Neuenhammer, W (11).

 

-Brünst (58): Vorderbrünst, D (28); Hinterbrünst, D (23); Lösselberg, E (1);

                    Lösselmühle, E (6).

 

-Dimpfl (35): Dimpfl, D (30); Kühtränk, E (2); Prollermühle, E (1), Rehlohe, E (2).

                  (In den beiden Verzeichnissen von 1818 sind Hagenmühle und

                  Rammelsleuten als eigene zu Dimpfl gehörende Ortschaften er-

                  wähnt.)

 

-Georgenberg (43): Georgenberg, D (18); Faislbach, D (18); Krautwinkl, E (2);

                            Pinsenstock, (Binsenstock) E (3); Zitzmannhaus, E (2).

 

-Neudorf (91): Neudorf, D (44); Waldheim, E (2); Schwanhof, D (21);

                    Gehenhammer, E (4); (Neukirchen zu) St. Christoph, W (20).

 

-Reinhardsrieth (64): Reinhardsrieth, D (31); Leßlohe, D (23); Bernlohe,

                               W (8); Hagenhaus, E (2).

 

-Rehberg (33): Rehberg, D (17); Galsterlohe, W (16).

 

-Waldkirch (35): Waldkirch, D (34); Schellenberg, E (1). 

                Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 214-218

 

 Nach 1825   Kirchliche Erneuerung, König Ludwig gab der

                               Kirche dazu Gelegenheit

-König Ludwig und seine konservativen Minister gaben der Kirche Gelegen-

 heit, sich von dem schweren Schlag von 1803 zu erholen.

 

-Eine Reihe von Klöstern und Orden wurden neu gegründet, u.a. die in der

 Krankenpflege tätigen "Barmherzigen Schwestern".

 

-Bischof Wittmann (aus Pleystein) nahm sich besonders der verwaisten

 und verwahrlosten Kinder an.

                                  Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 163; (RH 2012)

 

15.08.1828   Steuerdistrikte heißen jetzt Steuergemeinden

-An Stelle der Steuerdistrikte traten nach 1828 die Steuergemeinden, die

 nach dem Grundsteuergesetz vom 15.08.1828 formiert wurden.

                       Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 212

 

1829    Neudorf Einöde Schallerhaus nun Vorderwaldheim

-Wegen der Gebietsreform im Jahre 1972, gab es in der Gemeinde Neudorf

 ein Waldheim und in der Gemeinde Brünst, deswegen diese Neubenennung

 „Vorderwaldheim“.          

                                                                   Häuserbeschreibung, Vwh

 

1830 -1865    Eisenhammer, wegen Holzmangel eingegangen

-1830 bis 1865 wurde der Holzmangel immer fühlbarer, so dass der Eisen-

 hammer schließlich einging.

 

-Im Zottbachtal wurden Glasschleifereien errichtet (Flachglas)             

                                       125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8

 

-Trotzdem arbeiteten einige Hammerwerke an Pfreimd und Zottbach bis in

 die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, so der Finkenhammer bei Pleystein

 und die Werke Neuenhammer, Gröbenstädt und Böhmischbruck.

                                             Oberpfälzer Heimat, Band 33, 1989, Seite 147

 

1830             Wahl Gemeindeausschuss

-Im September 1830 wurde für Dimpfl, Georgenberg, Neudorf, Brünst und

 Waldkirch ein neuer Gemeindeausschuss gewählt.

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

1830             Veränderungen der Gemeinden (W)

-Bernrieth: U.a.: Neuenhammer, Distrikt Dimpfl.

 

-Brünst: Brünst (Vorderbrünst), Distrikt Dimpfl,

        Hinterbrünst, Distrikt Hagendorf,

        Lösselberg,

        Lösselmühle, Distrikt Hagendorf,

        Waldheim, Distrikt Hagendorf. (Waldheim und Vorderwaldheim)

        -Nach 1830 wurde die Ortschaft Waldheim (Vorderwaldheim) aus

         der Gemeinde Brünst ausgegliedert und nach Neudorf einge-

         meindet.

 

-Dimpfl: Dimpfl, Distrikt Dimpfl,

        Galsterlohe, Distrikt Dimpfl, (seit 1830 bei Gemeinde Dimpfl)

        Hammermühle, Distrikt Dimpfl,

        Kühtränk,

        Papiermühle,

        Prollermühle,

        Rehberg, Distrikt Dimpfl, (seit 1830 bei Gemeinde Dimpfl)

        Rehlohe, Distrikt Miesbrunn,

        Schmidtlerschleif.


-Georgenberg: Georgenberg, Distrikt Neudorf, (seit 1821 unverändert)

               Danzerschleif,

               Faislbach, Distrikt Dimpfl,

               Krautwinkl, Distrikt Neudorf,

               Schweizerhof.

 

-Neudorf: Neudorf, Distrikt Neudorf, (seit 1821 unverändert)

          Gehenhammer, Distrikt Neudorf,

          Neukirchen zu St. Christoph, Distrikt Neudorf,

          Schwanhof, Distrikt Neudorf,

          Vorderwaldheim, Distrikt Hagendorf.

 

-(Rehberg): Gemeinde Rehberg mit Rehberg und Galsterlohe wurde

            aufgelöst und zu Dimpfl vereinigt.

 

-Reinhardsrieth: Reinhardsrieth, Distrikt Hagendorf,

                 Berghaus, Distrikt Hagendorf,

                 Bernlohe, Distrikt Miesbrunn (Unterbernlohe, Oberbernlohe),

                 Hagendorf, Distrikt Hagendorf,

                 Hagenhaus, Distrikt Hagendorf,

                 Leßlohe, Distrikt Hagendorf.

                 (1830 wurde die Gemeinde Hagendorf mit Hagendorf und

                  Berghaus der Gemeinde Reinhardsrieth zugewiesen)

 

-Waldkirch: Waldkirch, Distrikt Neudorf, (seit 1821 unverändert)

            Schellenberg.

                 Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 219-227

 

1830          Rehberg zu Dimpfl Eingemeindung

-Die bisherige Gemeinde Rehberg wurde der Gemeinde Dimpfl einverleibt. 

                                               Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

1830             Änderung der Gemeinden

-Brünst: Der östliche Teil (übern Zottbach) der Ortschaft Waldheim wurde

        von Neudorf nach Brünst eingegliedert, der verbleibende Teil bei

        Neudorf heißt nun Vorderwaldheim.

 

-Dimpfl: Die bisher selbstständige Gemeinde Rehberg wurde mit Rehberg,

        Galsterlohe, Hammermühle und Papiermühle zu Dimpfl vereint.

 

-Georgenberg: Faislbach und Schweizerhof zu Georgenberg vereint.

           Herrschaft-Markt- und Pfarrei Waldthurn, von Franz Bergler, 2014, Seite: 124

 

1830        Neukirchen Pfarrhof Erneuerung

               Erweiterung der Nebengebäude

-1830 wurde der Pfarrhof erneuert und um stattliche Nebengebäude erweitert.

                       Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 52.

                                            (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 09)

 

-Im Jahre 1830 wurde der Pfarrhof umgebaut, da er ganz baufällig geworden

 war; Kosten von 1793 Gulden wurden durch Rentenüberschüsse anderer

 kath. Kirchen im Regenkreise aufgebracht. 

                                         (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

01.01.1831   Anordnung Leichenschau 

-Am 01. Januar 1831 trat die angeordnete Leichenschau ins Leben.

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                            (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 10)

 

1832     Oberbernrieth Einschulung Schule Neuenhammer

-Kinder von Oberbernrieth sollten zur Schule nach Neuenhammer einge-

 schult werden.

 

-Die Regierung hat dies wegen der nicht zumutbaren Wegverhältnisse ab-

 gelehnt.                                                                   -Bay. Ostmark, 1939)

 

1833     Hammergut, Rath kauft von Frank,

-1833 erwarb das Hammergut F. Michael Eduard Rath, der mütterlicherseits

 von der Familie Frank abstammte.

 

-F. Michael Eduard Rath, geboren am 17.06.1800 zu Wiesau, verheiratete

 sich mit Elisabeth Frank, geboren 1810, die nach einjähriger Ehe 1834

 verstarb.

                                      125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

1833    Neukirchen Pfarrhof Dezember fürchterlicher Sturm

-Am Schluss dieses Jahres war ein so fürchterlicher Sturm, so dass der

 ganze Pfarrhof erschüttert wurde, und viele Fensterscheiben zerbrachen.

 

 -Den ganzen Sommer war die Witterung sehr unregelmäßig, nass und kalt.

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

 

1834   Ungewöhnlicher heißer Sommer, Leute sterben an der Ruhr

-1834 war ein ungewöhnlich heißer Sommer, dessen Glut alles verzehrte,

 einige Leute starben an der Ruhr.   

                                                 Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

 

1834      Pfarrei nun eigene Kirchenverwaltung

-Das Jahr 1934 brachte verschiedene weise Anordnungen des Landesherrn,

 des Königs Ludwig I. besonders bezüglich des Schulwesens, des Armen-

 wesens und der Verwaltung.

 

-Seitdem wurde das Kirchenvermögen nicht mehr von der Gemeinde,

 sondern durch eine Kirchenverwaltung verwaltet.

                                        (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

00.00.1834  Gehenhammer Bau der Mühle

                                            (150 Jahre Mühle Gh, Seite 1, / ON 08.07.1995)  

 

15.05.1834   Hammergut Elisabeth Rath geborene Frank verstarb

                                       125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

00.00.1835 Pfarrei Unwetter außerordentliche Trockenheit

                                         (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1835     Straßenbau von Neukirchen nach Waldkirch

-1835 wurde ein Weg von Neukirchen über Gehenhammer nach Waldkirch

 gebaut.

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                           (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 10)

 

1835/1836    Kirchenrechnung Neukirchen St. Christoph

-Kirchen- und Stiftungsrechnung

-Einnahmen             183 Gulden     1 Kreuzer

-Ausgaben              187 Gulden     0 Kreuzer    6 4/5 Heller

-Vermögen            3558 Gulden    32 Kreuzer

                                       BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 4

 

15.07.1837  Neuenhammer Privatkirche Konsekrierung Schule

-Bau der Privatkirche in Neuenhammer im Jahre 1836/37, BMV 

 Beata Maria Virgo, Tauf- und Traurecht; konsekriert am 15.07.1837;

 100 Sitzplätze, 1 Altar, Orgel 1840,

 1 Glocke, Eigentum und Baulast privat.

         Quelle: Pfarrbeschreibung aus Matrikel des Bistums Regensburg im Jahre 1997

 

-Der tiefgläubige F. Michael Eduard Rath erbaute in den Jahren 1836/1837

 auf Anraten seines Schulfreundes, des Bischofs von Regensburg, anstelle

 einer Hauskapelle die Kirche.

 

-Bischof von Schwäbl schenkte den Meßkelch und den Altar, der aus dem

 Regensburger Dom stammt. 

                                           125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

-Geweiht der Heiligen Jungfrau Maria.

 

-Reichverzierter Altar aus dem Spätbarock, zwei überlebensgroße Engel

 stehen zur Seite des aus einer späteren Zeit stammenden Altarbildes,

 Maria mit Kind und dem Knaben Johannes dem Täufer, das von einem

 Amberger Maler geschaffen wurde, eine Rariatät sind die beiden neben

 dem Altar stehenden Leuchter aus getriebenen Silber mit den Monogram-

 men „F.R“ und „T.R.“, die von einem erlesenen Kunstverständnis der

 Stifter Eduard und Theresia Rath zeugen, die Kirchenstühle sind im

 Rokokostil gehalten.

                                                                     (ON, 11.09.1982)

 

-Patron ist die seligste Jungfrau Maria.

 

-Das Kirchweihfest wird deshalb am Sonntag danach gefeiert.

 

-In Neuenhammer wird nur das Kirchweihfest gefeiert gegen jedesmalige

 bestimmte Bezahlung durch den Eigentümer, welches daher auch nur

 solange gehalten wird, als darum angesucht und bezahlt wird.

                                       Oberpfälzer Heimat, Band 49, 2005, Seite 110 - 129

                                                      Die Oberpfalz, 1987, Seite 203 – 204

-Besonderheiten:

-Da die Kirche auf der Südseite des Herrenhauses als Anbau errichtet wurde,

 ist es bis heute möglich, vom Dachgeschoß des Wirtshauses von einer ver-

 glasten Empore den Gottesdienst zu verfolgen. Heute wird die Kirchenstube,

 in welcher um 1890 vorübergehend Schule gehalten wurde, kaum mehr ge-

 nutzt.

 

-Der Kirchenanbau an das Herrenhaus grenzt am Zottbach mittels eines

 Pfahlbaues auf massiven Eichenpfählen an. Erst im Zuge einer 1960/1961

 durchgeführten Renovierung wurde als Hochwasserschutz aus Granit-

 blöcken eine Bachmauer errichtet.

 

-Bei dem reichverzierten Holzaltar aus der Spätbarockzeit um 1720 handelt

 es sich um einen von drei Seitenaltären aus dem Regensburger Dom –

 König Ludwig der I. ließ sie samt dem Zubehör entfernen.

 

-Das 1836 von dem Amberger Maler Bernhard Wesselberger geschaffene

 Altarbild stellt Maria mit dem Kinde und den Knaben Johannes den Täufer

 dar.

 

-Das ursprüngliche Altarbild aus dem Regensburger Dom, welches den Hl.

 Christophorus mit dem Jesukind zeigt, wird bis heute in Regensburg aufbe-

 wahrt.

 

-Inventar: Überlebensgroße Statue des Hl. Johannes Nepomuk links des

 Oratoriums und einer Kreuzgruppe mit Marienstatue, geschaffen vom Bild-

 hauer Rösch aus Weiden, rechts des Altarraumes.

 

-Besagte Kreuzgruppe wurde anstelle eines notdürftig zugemauerten Zu-

 gangs zur Sakristei angebracht. Der etwa 2 Meter hohe Rundbogen, durch

 welchen man von der Sakristei aus die ursprünglich hier vorgesehene

 Kanzel betreten hätte können, wurde im Zuge der Renovierung entdeckt

 und teilweise freigelegt.

 

 -Nach der Renovierung soll hier ein Rundbogenfenster bleiben und die

 Kreuzgruppe auf der linken Seite dann seinen neuen Platz finden.

 

-Unterhalb der Empore befindet sich eine Josefsfigur, an den beiden Seiten

 der Kirche befinden sich die Kreuzwegstationen, die erst in den 50iger

 Jahren von der Familie Gmeiner angeschafft wurden.

                                                                        (ON 15.07.1994)

 

-Am 15. Juli 1837 wurde zu Neuenhammer die von dem Besitzer des

 Hammers, Michael Eduard Rath, neu erbaute Kapelle vom Bischof Franz

 Xaver Schwäbl von Regensburg konsekriert und zugleich die Firmlinge

 der Pfarrei St. Christoph gefirmt, andern Tags wurde auch auf dem

 Fahrenberg die Firmung erteilt.

                                        (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1837        Vom Dekanat Nabburg nach Leuchtenberg

-1837 kam St. Christoph vom Dekanat Nabburg an das Dekanat Leuchtenberg.

                                                  Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 10.10.1965

                                              (OWV-Chronik, 1981, Pfarrchronik, Seite 10)

 

15.07.1837   Neuenhammer Privatkirche Konsekrierung

-Zum ewigen Gedenken !

-Im Jahr des Herrn 1837, am 15. Juli, habe ich Franz Xaver, Bischof von

 Regensburg, diese Kirche in Neuenhammer, Pfarrei Waldthurn, geweiht zu

 Ehren der seligen Jungfrau Maria.

 

-Ich gewähre allen Christgläubigen, die die Kirche besuchen, ein Jahr lang

 einen Ablass von 40 Tagen zu den gewöhnlichen Bedingungen von heute

 an; ebenso denen, die die Kirche am Jahrestag ihrer Weihe besuchen.

 

-Das Innere der Kirche ist schmucklos, sie birgt aber einen reichverzierten

 Altar aus der Spätbarockzeit um 1720.

 

-Zwei lebensgroße Engel stehen zur Seite des aus einer späteren Zeit

 stammenden Altarbildes, von einem Amberger Maler geschaffen, Maria

 mit dem Kinde und den Knaben Johannes den Täufer darstellend.

 

-Selten zu finden und bemerkenswert sind die beiden neben dem Altare

 stehenden Leuchter aus getriebenen Silber mit den Monogrammen „F.R.“

 und „T.R.“, die von einem erlesenen Kunstverständnis der Stifter Franz

 Eduard und Theresia Rath zeugen.

 

-Die Kirchenstühle sind in Rokokostil gehalten.

 

-Anfangs war nur wöchentlich eine Schulmesse.

                                 125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 2 u. 4

 

-Eine Kirche für den „Hammer“

 

-Von Anfang an trug sich der tiefgläubige Gutsbesitzer „Johann Michael

 Eduard Rath“ mit dem Gedanken, für seine Familie und Bediensteten

 eine kleine Hauskapelle zu errichten.

 

-Als er mit seinem Studienfreund, dem damaligen Bischof von Regensburg,

 Franz Xaver von Schwäbl, darüber sprach, riet dieser ihm zum Bau einer

 größeren Kirche für die gesamte Bevölkerung.

 

-Aufgrund der schlechten Verbindung sowohl zur Pfarrkirche in Waldthurn,

 als auch zur Expositur Neukirchen St. Christoph war es den Gläubigen,

 vor allem während der langen schneereichen Wintermonate oft nicht

 möglich, einem Gottesdienst beizuwohnen.

 

-Neben Stiftungen für die Kirche (Altar und Meßkelch), versprach Bischof

 Schwäbl, das Gotteshaus persönlich zu weihen.

 

-Nachdem mit einem Schreiben vom 31.08.1836 die bauliche Genehmigung

 durch die Königliche Regierung vorlag, stand dem Kirchenbau nichts mehr

 im Wege.

 

-Tatsächlich wurde dann in den Jahren 1836/1837 statt einer kleinen Haus-

 kapelle eine Privatkirche mit Platz für 100 Gläubige erbaut.

 

-Schon am 15. Juli 1837 nahm Bischof Franz Xaver von Schwäbl im Rahmen

 seiner Firmreise die feierliche Weihe der Kirche zu Ehren der Mutter Gottes

 vor, was eine Konsekrationsurkunde belegt.

 

-Direkter Blick vom Wirtshausgebäude in die Kirche.

 

-Beim Bau der Kirche hatten sich zwei bauliche Besonderheiten ergeben.

 

-Da die Kirche auf der Südseite des Herrenhauses als Anbau errichtet wurde,

 ist es bis heute möglich, vom Dachgeschoß des Wirtshauses von einer ver-

 glasten Empore aus dem Gottesdienst zu verfolgen.

 

-Von dieser Möglichkeit machte der frühere Gutsbesitzer Rath mit seiner

 Familie sehr wohl Gebrauch, nicht zuletzt deswegen, weil diese Empore

 mittels eines Holzofens beheizbar war.

 

-Heute wird die „Kirchenstube“, in welcher um 1890 vorübergehend auch

 Schule gehalten worden war, kaum mehr genutzt, schon gar nicht zum

 Mitverfolgen des Gottesdienstes.

 

-Kirche ein Pfahlbau.

 

-Die andere Besonderheit ist, daß der Anbau aufgrund des unmittelbar an-

 grenzenden Zottbaches – man baute auf Sumpfgebiet – als Pfahlbau auf

 massiven Eichenpfählen errichtet werden musste.

 

-Erst im Zuge einer 1960/1961 durchgeführten Renovierung wurde als Hoch-

 wasser und Nässeschutz aus Granitblöcken zusätzlich eine Bachmauer aus-

 geführt.

 

-Verschiedene Baustile.

-Ansonsten weist die Kirche in ihrer Bauausführung eine Mischung von

 klassizistischen und neugotischen Stilelementen auf.

 

-Der einfache, saalartige Kirchenraum mit eingezogenem Chor ist mit einer

 flachen Decke und seitlichen Deckenhohlkehlen mit Stuckprofilen über-

 spannt.

 

-Der Eingang wird durch den eingebundenen, turmartigen Glockenträger be-

 sonders betont.

 

-In einer Nische an der Turmaußenseite befindet sich eine Statue des

 Heiligen Christophorus mit dem Jesuskind.

 

-Den Abschluß des zierlichen Kirchturms bildet ein schlichtes Eisenkreuz.

-Altar aus Regensburg.

 

-Im Inneren der sonst einfach ausgestalteten Kirche verbirgt sich als be-

 sonderes Schmuckstück von hochrangiger Qualität ein Hochaltar,

 welchen Bischof Schwäbl, anlässlich der Konsekrierung der Kirche,

 spendete.

 

-Laut örtlicher Überlieferung soll es sich bei diesem reich verzierten Holz-

 altar aus der Spätbarockzeit um 1720 um einen von den drei Seitenaltären

 aus dem Regensburger Dom – König Ludwig I. ließ sie um 1834 mitsamt

 dem Zubehör entfernen – handeln.

                            (Hammerwirt Nh - Chronik, Homepage, Abgriff 28.02.2016)

 

01.01.1838   Erstbenennung Oberpfalz

-Laut Verfügung wurde der amtliche Begriff Oberpfalz geschaffen.

                                                                  (Bay. Ostmark, 1942, J. St.)

 

1840      Neuenhammer Errichtung einer Schule

                                      125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 7

 

14.08.1841    Waldkirch Kapelle benediziert

                      Patron: Johannes der Täufer

-Am 14. August 1841 (05.08.1841) wurde mit Erlaubnis des Bischöflichen

 Ordinariates die Dorfkapelle in Waldkirchen (Waldkirch) von Pfarrer

 Bäumler zu St. Christoph benediziert.

 

-Von dieser Zeit an wurden öfters Votivmessen (Wunsch- oder Anliegen-

 messen) daselbst gelesen, besonders zur Zeit der Winterschule, wo

 dann immer Katechismus gehalten wurde. 

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

-Seitdem geht auch das Kreuz an einem der Bitttage statt nach Waldthurn,

 nach Waldkirch.

                           05.08.1841 (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1842           Trockenes Jahr Futtermangel

                                                Pfarrbrief Nk St. Christoph, vom 24.10.1965

 

1842          Rentamt Verlegung nach Vohenstrauß

                       Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 197

 

00.00.1844  Faislbach Danzerwerk Errichtung Glasschleife

-Der Bauer Johann Danzer von Faislbach errichtet am Zottbach eine Glas-

 schleife.

                           Pressglas-Korrespondenz, Josef Franz Dirscherl (1938), Seite 43

 

1844-1855  Glasschleifen, am Zottbach.

-4x in Neuenhammer, 2x in Papiermühle, 3x Galsterlohe, 1x Danzerschleife

                         Pressglas-Korrespondenz, Josef Franz Dirscherl (1938), Seite 44

 

00.00.1845  Neuenhammer Glasschleife Bewilligung und Poliere.

-Der Hammergutsbesitzer Rath von Neuenhammer ersucht um Bewilligung

 einer Glasschleife und Poliere.

                          Pressglas-Korrespondenz, Josef Franz Dirscherl (1938), Seite 43

 

00.00.1848  Gemeinde Gründung von Jagdgenossenschaften

                                                                            (DNT 18.03.2011)

 

1848         Abschaffung der Fronarbeitspflicht

         Abschrift: Alles Wesentliche der Geschichte Böhmens, 1992, Seite 33; (RH 2012)

                                      Oberpfälzer Heimat, Band 57, 2013, Seite 207 – 216

 

1848-1864     König Max II. Nachfolger von König Ludwig

                  Liberalismus nahm Oberhand

-Nun gewann der Liberalismus die Oberhand; mehrere fortschrittliche Ge-

 setze wurden vom Landtag durchgebracht.

 

-Presse- und Vereinsfreiheit wurde eingeführt, die Justiz völlig von der Ver-

 waltung geschieden.

 

-Von großer Bedeutung war die Aufhebung der Grundherrschaft und der

 Patrimonialgerichtsbarkeit (niedere Gerichtsbarkeit der Hofmarksherren).

 

-Abgaben mussten nun an den Staat entrichtet werden; eine Tilgung der

 Grundschuld war möglich.

 

-Aus hörigen Bauern wurden somit freie Grundbesitzer (=Bauernbefreiung).

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 168; (RH 2012)

 

28.04.1852   Oberbernrieth Neuenhammer Schulverlegung

-1852 tauchte dann der Vorschlag auf, die Schule von Oberbernrieth nach

 Neuenhammer zu verlegen, was aber am 28.04.1852 von der Distriktschul-

 inspektion entschieden mit der Begründung abgelehnt wurde, dass es für

 die Kinder zur Winterzeit gänzlich unmöglich sei, die Schule in Neuen-

 hammer zu besuchen.  

                                      Oberpfälzer Heimat, Band 48, 2004, Seite 136 - 159

 

00.00.1853  Papiermühle Bewilligung Glasschleife.

-Der Papiermüller Jakob Pausch ersucht um die Genehmigung der Umwand-

 lung seiner Papiermühle in eine Glasschleife.

                          Pressglas-Korrespondenz, Josef Franz Dirscherl (1938), Seite 43

 

21.05.1853  Neukirchen Pfarrhof Beschreibung Gebäude

-Pfarrer Dobmeier beschrieb am 21. Mai 1853 die Pfarrgebäude in

 Neukirchen so:

 

-1. Das Pfarrhaus (Pfarrhof) besteht aus einem Stockwerk, ist gemauert,

   enthält 3 Zimmer, 1 Küche, Speisgewölbe, 2 Keller, 6 Kammern und

   ist mit Schindeln gedeckt.

 

-Anlage und Umfang sind aber weder für die örtlichen Verhältnisse noch

 die Bedürfnisse eines Pfarrers berechnet.

 

-2. Der Stadel ist ganz hölzern, zwar klein, aber für die hiesige Ökonomie

   groß genug.

 

-3. Die Stallung ist gemauert.

 

-4. Streu- und Holzschupfen sind wieder ganz hölzern.

 

-Sämtliche Gebäude befinden sich in einem ganz ruinösen und baufälligen

 Zustand, denn seit 1830, wo sämtliche Gebäudlichkeiten aus den Renten-

 überschüssen an derer katholischer Kirchen des Regenkreises mit 1800

 Gulden wiederhergestellt wurden, wurde nicht das geringste mehr gebaut

 oder repariert.

 

-Im Pfarrhof befinden sich zwei bewohnbare, feuchte und ungesunde Zimmer,

 wo der jeweilige Pfarrer zur Regenzeit aber nicht einmal davor geschützt ist.

 

-Die ganze Dachung des Pfarrhauses ist verfault und wurde im Jahre 1849

 nicht einmal in die Baufallschätzung aufgenommen, obgleich es schon da-

 mals in das Wohnzimmer des Pfarrprovisors Mayer hineinregnete.

 

-Alle Bedachungen von allen Ökonomiegebäuden sind verfault und ruinös,

 und sämtliche Baufälle auf 457 Gulden und 13 Kreuzer geschätzt, was

 jedoch nach meinem Ansatz zu wenig ist.

 

-Sämtliche Gebäude sind so gegeneinandergestellt, dass sie ein Viereck

 bilden, auf dessen vorderer Seite sich das Pfarrhaus (Pfarrhof) befindet.

 

-Rückwärts ist der Stadel.

 

-Auf der einen Seite rechts ist die Holzschupfe, auf der anderen links sind

 Stallung und Streuschupfe.

 

-Mitten befindet sich der Hofraum.

 

-Die Baulast an diesen Gebäuden hat das Staatsaerar.

                       Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 52.

 

11.11.1856   Neuenhammer Maria Rath heiratet Schönwerth

                                      125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8

 

00.00.1857   Neukirchen Schulhaus Mesnerhaus Umbau

-1857 wurde das bisherige Schulhaus und Mesnerhaus erweitert und umge-

 baut, wovon die Kirchenstiftung die Hälfte der Kosten im Beträge von 615

 Gulden übernahm.

 

-Im Sommer des Jahres wurden 22 Personen von der Ruhr dahingerafft.                                                                                             

                                        (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

00.00.1858   Papiermühler Papierfabrik Versteigerung

-Der Papierfabrik Neuenhammer mit Schleif und Poliere des Jakob Pausch.

                                                              Die Oberpfalz, 1972, Seite 266

 

00.00.1860   Faislbach Versteigerung der Glaspoliere

-Der Glaspoliere Johann G. Scherber in Faislbach (Danzerschleif).

                                                         Die Oberpfalz, 1972, Seite 266

 

1860             Schulhausneubau

-Das Schulhaus wurde 1860 ganz neu gebaut, weil es zu klein war.

                                  BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 11

 

23.04.1860  Pfarrei Beschreibung der Pfarrei Sankt Christoph

-Beschreibung der Pfarrei Neukirchen St. Christoph:

 

-1.) Die Pfarrei Neukirchen St, Christoph hat weder eine Filial- noch eine 

   Expositurkirche, nur in Waldkirch ist eine Kapelle, wo Messe gelesen

   werden dort.

 

-Ortschaften gehören folgend zur Pfarrkirche:

 

                                            Häuser         Seelen

-Pfarrdorf Neukirchen                 10             71

    Dimpfl                                  19            129

    Faislbach                              9              97

    Galsterlohe                            9             78

    Gehenhammer                       5              30

    Georgenberg                        11            106

    Hinterbrünst                         17            125

    Krautwinkl                             1               6

    Kühtränk                               1               8

    Lößlberg                               1               7

    Lößlmühle (Lösselmühle)       2             18

    Neudorf                               19            170

    Neuenhammer,Oedmühl         4              27

    Pinsenstock (Binsenstock)     2             14

    Prollermühle                          1               6

    Rehberg                              13             90

    Schellenberg                        1               4

    Schwanhof                          12           140

    Schweizerhof                       3              30

    Vorderbrünst                       13           120

    Waldkirch                           22           160

    Zitzmannhaus                      1               6

    Summe:                           176          1442  

                                                   22 Ortschaften

 

-Protestanten vorhanden in der Pfarrei nur zwei, Juden gar keine,

 sie haben keine Kirche, keinen Friedhof.

 

-2.) Wann die dortige Pfarrkirche erbaut, ist unbekannt.

 

-Patrozinium ist am Christophori an 25. Juli.

 

-Die Kapelle in Waldkirch ist nur benediziert und es kann Messe gelesen

 werden.

 

-In hiesiger Pfarrkirche befinden sich 3 Altäre, wovon der Hochaltar mit

 altare portatile (Altarstein).

 

-3.) Im Hochaltar ist das Allerheiligste beständig aufbewahrt.

 

-4.) Taufstein befindet sich anbei dem rechten Seitenaltar.

 

-5.) Bei der hiesigen Pfarrkirche befinden sich 3 Glocken, wovon die große

   1852 umgegossen und in Regensburg konsekriert wurde, ob auch die

   übrigen zwei konsekriert sind, liegt nichts vor.

 

-6.) Die Kirchenstühle wurden alle 5 Jahre verstiftet!

 

 -7.) Die Pfarrkirche befindet sich im ziemlich guten baulichen Zustand,

    früher leistete Fürst von Lobkowitz die Baufälle, seitdem das Fürsten-

    tum an die Königl. Bayern überging, solls der Staat besorgen.

 

-Allein musste bisher die arme Kirche bestreiten, und Hand- und Spann-

 dienst leistenden die Pfarrgemeinde.

 

-Orgel ist neu.

 

-Auf dem Hochaltar befand sich die Aufschrift:

„Atare privilegiatum auf alle Tage“, Urkunde hierüber befindet sich keine.

 

-Ablässe: - Allerseelen und Portiunkula-Ablass

 

-In der Kirche befindet sich ein Kreuzweg, benediziert von

 Franziskanns Pater.

 

-Gottesäcker: Der Gottesacker befindet sich außerhalb des Pfarrdorfes,

 ohne Kapelle.

 

-Die Mauer rundherum ist baufällig und sollen auf Kosten der Pfarrge-

 meinde repariert werden, Familiengruft ist keine vorhanden.

 

-Ein älterer Friedhof ist nicht vorhanden.

 

-Im Pfarrdorf Neukirchen St. Christoph ist die Schule für den Pfarrbezirk,

 nur die Kinder vom Dorfe Dimpfl und ein Theil von Rehberg, auch die

 von Galsterlohe besuchen die Schule in Neuenhammer.

 

-Das Schulhaus gehört der Gemeinde und der Kirche, dieselben haben

 auch die Baulast.

 

-Das Schulhaus wurde 1860 ganz neu gebaut, weil es zu klein war.

 

-In der Pfarrbeschreibung von 1724 erscheint der Name „Neukirchen“ noch

 nicht, sondern es wird die Kapelle zum Heiligen Christoph in Georgenberg

 (Girgenberg) aufgeführt, die, nachdem sie vom Blitze zerstört worden,

 1709 wieder erbaut und benediziert wurde, sie hatte damals 8 Gottes-

 dienste und gehörte zur Pfarrei Waldthurn.

 

-Im Jahre 1768 war dortselbst eine Expositur, 1788 wurde von dem Herzog

 von Sagan und Fürsten von Lobkowitz, Herrn zu Waldthurn, dem das

 Präsentationsrecht auf diese Pfarrpfründe zustand, eine selbstständige

 Pfarrei errichtet und die Pfründe dotiert.

 

-Er trug auch die Baulast an der Pfarrkirche und am Pfarrhause. (Pfarrhofe)

 

-Im Jahre 1482 war Waldkirchen (Waldkirch) eine Pfarrei, auf welche die

 Edlen von Waldau präsentierten.

 

-Kapelle Waldkirch.

                                   BZA Regensburg, Pfarrei Nk St. Christoph, Pfk Nr. 11

 

1862         Königreich Bayern Errichtung Bezirksämter

-Mit der Errichtung der Bezirksämter 1862 wurde Vohenstrauß Sitz

 des Bezirksamts.

                                Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 6.

 

 

24.06.1862   Grenzvertrag zwischen Österreich und Bayern

                        Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 89

 

01.07.1862   Trennung der Justiz von der Verwaltung

                 Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 197-198

 

1862    Landgericht Vohenstrauß allein für Rechtspflege zuständig

                        Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 198

 

30.08.1864   Hammergut Verkauf an Sichert und Wild

                                      (Hammerwirt Nh - Chronik, Homepage, Abgriff 28.02.2016)

 

-Am 30.08.1864 wurde von den Eheleuten Rath wie folgt verkauft:

 

-Das Wirtshaus Hs.-Nr. 2 (heute nicht mehr vorhanden) und Nebengebäude,

 ca. 15 Hektar Grund für 16 000 Gulden an die Wirtspächter Josef Wild und

 Barbara, geborene Reil.

 

-Das Haus Nr. 1 1/2 (Ökonomiegebäude) und Grund für 11600 Gulden, ver-

 kauft an die Ökonomiepächter Wolfgang Wild und Barbara, geborene Stich.

 

-Das Triebwerk mit Gebäuden und Grund an Michael Sichert, Müller von

 Hammermühle, der ein Glasschleif- und Polierwerk einrichtete.

 

-Das Herrenhaus (Haus-Nr. 1) wurde erst später an Josef Wild verkauft, die

 Kirche ging unentgeltlich an den Erwerber des Herrenhauses über.

 

-Die verdienstvollen Eheleute Rath verzogen nach München.

                                        125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8

 

1865    Nikolaus Gschwindler verlässt Schellenberg

-Verlassen der dort 1833 dort geborene Nikolaus Gschwindler (genannt

 Niggi) und seine Frau als letzte Bewohner das Burggelände.

                         (burgenreich.de/burgruine schellenberg geschichte, 15.10.2016)

 

-Nikolaus Gschwindler, der Schellenberg-Niggl, verlässt als letzter Bewohner

 den Schellenberg und zog mit seiner Ehefrau nach Gehenhammer.

                                                                        (ON 13.07.1994)

 

1865      Eisenhammer wegen Holzmangel eingegangen

                                        125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8

 

1869          Selbstverwaltung der Gemeinden

                                  Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 170; (RH 2012)

 

1870 / 1871  Krieg Frankreich Deutschland

-Am 16. 07.1870 veranlasste die französische Kriegserklärung an Preußen

 auch den bayerischen König Ludwig II., infolge des 1866 mit der nord-

 deutschen Großmacht geschlossenen Schutz- und Trutzbündnisses

 noch am gleichen Tage die Mobilmachung der bayerischen Armee

 anzuordnen.

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 117 - 137

 

-Erst 1870/71 ging die Sehnsucht nach der deutschen Einheit in Erfüllung:

 

-Sie war ein Werk des Staatsmannes Otto von Bismark, der in Preußen eine

 militärische gestärkte Monarchie aufgebaut hatte.

 

-Die Volksmeinung bekannte sich zu d. gemeinsamen deutschen Vorgehen

 gegen Frankreich, an dessen siegreichem Ende die Krönung Wilhelms I.

 von Preußen zum deutschen Kaiser stand.   

                                Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 170; (RH 2012)

 

1870    Flachglas Schleifwerke Polierwerke am Zottbach

                                                Beschäftigte

-Danzerschleif:            1870/12     1905/22,    1910/17,

-Galsterlohe:               1870/ -      1905/12,    1910/11,

-Papiermühle:              1870/8      1905/28,    1910/30,

-Neuenhammer:           1870/16     1905/15,     1910/11,

-Hammermühle:           1870/-       1905/7,      1910/7,

-Schmidtlerschleif:       1870/-       1905/17,     1910/13,  

                                         Oberpfälzer Heimat, Band 22, 1978, Seite 48 - 56   

 

1876            Einführung Standesamt

-Staatlicher Standesamtsbezirk, geführt von der Gemeinde Neudorf.

 

-Von nun an werden die Daten, im Sinne des staatlichen Standesamtes,

 erstrangig vom gemeindlichen Standesamt geführt, bisher erfolgte dies

 von der Pfarrei Neukirchen St. Christoph.

 

-Die Standesamtsdaten von der Ortschaft Neuenhammer, westlich vom

 Zottbach gelegen (Hammerhaus und alle damals zugehörigen Häusl),

 wurden vor 1876, von der Pfarrei Waldthurn geführt.

 

-Die Verstorbenen von Neuenhammer West hatten und haben derzeit

 noch, grundsätzlich ihre Gräber im Friedhof in Waldthurn, mit Ausnahme

 für Verstorbene, die nach 1996, nach der Eingliederung der vorgenannten

 Häuser zur Pfarrei Neukirchen St. Christoph erfolgte, auf freien Wunsch

 in Neukirchen St. Chr. begraben sein wollen.

 

-Die Pfarrei Neukirchen und Waldthurn verwalten ihre eigenen Standesamts-

 daten auch weiterhin fort. 

                                          (OWV-Chronik, 1981, Gemeinde G.berg, Seite 01)

 

-Warum wurden die Standesamtsdaten von der Gemeinde Neudorf geführt,

 hier kann man nur annehmen, dass die Nähe zu der Pfarrei eine Rolle ge-

 spielt hat und auch zu der damaligen Zeit die einwohnerstärkste Gemeinde

 war.

 

-Allgemeine Übersicht: Gemeinde und Pfarreizugehörigkeit, Stand ab 1876

 

 Orte:                          Standesamt          Pfarrei          

 Brünst                        Neudorf             Neukirchen        

 Georgenberg               Neudorf             Neukirchen        

 Neudorf                       Neudorf             Neukirchen        

 Dimpfl/Nha (Ost)          Neudorf             Neukirchen        

 Waldkirch                    Neudorf             Neukirchen        

 Neuenhammer(West)   Bernrieth            Waldthurn        

                    Vor 1972 Gemeinde Bernrieth, ab 01.01.1972 Gemeinde Georgenberg

                  Ab 1996 Pfarrei Neukirchen St. Chr.

 

 Hagenhaus           Reinhardsrieth         Miesbrunn                                        

                                                  Ab 1924 Pfarrei Neukirchen St. Chr.

                      ab 01.07.1976 Gemeinde Georgenberg

 

 Rehlohe              Neudorf                     Pleystein 

                                 

 Leßlohe              Reinhardsrieth           Miesbrunn                                            

                Ab 01.07.1976 Gemeinde Georgenberg

 

 Oberbernlohe        Reinhardsrieth          Miesbrunn

               Ab 01.07.1976 Gemeinde Georgenberg

 

 Unterbernlohe       Reinhardsrieth          Miesbrunn 

                Ab 01.07.1976 Gemeinde Georgenberg

 

23.08.1879   Landgericht nun Amtsgericht Vohenstrauß

                 Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 198-199

 

05.01.1881   Neuenhammer Wirtshaus und Herrenhaus

                       Verkauf an Gmeiner

                (Hammerwirt Neuenhammer - Chronik, Homepage, Abgriff 28.02.2016)

                                       125 Jahre Kirche Nh, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8

 

1887      Neuenhammer Spiegelschleife Fa. Kupfer u. Glaser

               Wikipedia, (23) Michael Müller, Kupfer und Glaser, Seite 6, RH 31.10.2017)

 

00.00.1890  Neukirchen Neubau an Schulhaus angebaut

-Wurde an das Schulhaus ein Neubau angebaut, der nur Schulzwecken dient

 und dann von der Schulgemeinde allein ausgeführt wurde, aber auf Kirchen-

 grund steht.

                                         (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

Um 1890  Neuenhammer Schule übergangsweise in Kirchenstube

-In der Kirchenstube der Privatkirche in Neuenhammer wurde im Jahre um

 1890 vorübergehend auch Schule abgehalten.

                             (Hammerwirt Nh - Chronik, Homepage, Abgriff 28.02.2016)

 

Um 1890    Neuenhammer Pechstein Simson Schmidt

-Auf diesen merkwürdigen Felsblock hat Herr Rudolf Schmidt aus Neuen-

 hammer aufmerksam gemacht.

 

-Nach seinen Angaben wurden die Rillen um 1890 von Hauptlehrer Simson

 entdeckt, der seinerzeit dort tätig war.

 

-Damals wurde ein Baum gefällt; dessen Stumpf hatte bis dahin den Block

 mit seinem Wurzelwerk übersponnen und verdeckt.

                                            Oberpfläzer Heimat, Band 16, Seite 14 - 16

 

1891      Neuenhammer Schulhausneubau

-Während des Schulhausneubaues 1891, (das alte wurde abgerissen) wurde

 der Unterricht in der Kirchenstube erteilt.

 

-Zwei verdienstvolle Lehrer sind zu nennen: Anton Simson, der 40 Jahre

 lang für den Ort und die Schule wirkte (1883 bis 1923) und Hans Müllhofer,

 der hier 25 Jahre Unterricht erteilte.

                   (125 Jahre Kirche Nha, 1962, Rudolf Schmidt, Seite 8 / ON 17.06.1995)

 

19.07.1896 Neuenhammer Darlehenskassenverein Gründung

-Lehrer Anton Simson war Rechner bis 1923.

                                                    (ON 12.11.1996 / DNT 05.01.2007)

 

1899-1976    Postdienststelle Post Neuenhammer

                                                                       (ON 30.12.1995)

 

1900      Bürgerliches Gesetzbuch trat in Kraft, einheitliche  

                      Rechtsprechung in ganz Deutschland

                                  Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 176; (RH 2012)

 

Nach 1900   Bildungswesen, in die Hand des Staates, früher

                       Anliegen der Fürsten und der Kirche

                                  Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 176; (RH 2012)

 

1904        Waldkirch ehemaliger Friedhof Grabfunde

-Von 1904 wird von einem Tongefäß und einer Figur als Grabbeigabe

 berichtet.

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 25 - 36

 

1907        Pfarrkirche Neukirchen Sankt Christoph

                     Beschreibung

-Der eingezogene, dreiseitig geschlossene Chor wie das Langhaus

 (kassettierte Holzdecke) flachgedeckt.

 

-Turm an der Südseite des Chores, mit Kuppel.

 

-Sakristei im Turm, jetzt nördlich vom Chor.

 

-Hochaltar, einfacher Aufbau von zwei Säulen und seitlichen Figuren.

 

-Am Gebälk Wappen mit der Umschrift: JOH. BAPT. VON HAERTL.

 

-Anfang des 18. Jahrhunderts.

 

-Aus der gleichen Zeit die hübschen Seitenaltäre und die Kanzel mit

 geschnitztem Laub- und Bandwerk.

 

-Kirchenstühle, Rokoko.

 

-An der Nordwand des Langhauses spätgotische Holzfigur der Maria mit

 dem bekleideten Kinde auf dem rechten Arm, in der Linken das Szepter.

 

-Mäßig gute Arbeit um 1500 bis 1510. (Höhe ca. 90 cm).

 

-Daneben Holzfigur der Maria, Kopie des Gnadenbildes von Neukirchen

 Hl. Blut.

 

-Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

 

-Zwei Madonnen im Rosenkranz; gute Holzfiguren aus dem Anfang des

 18. Jahrhunderts.

 

-Kelch, Silber, vergoldet, mit getriebenem Rokokomuschelwerk. Ohne

 Zeichen und Marke. Um 1760, Höhe 25 cm.

                              Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 80.

 

1907    Burgruine Schellenberg Beschreibung

-Über die Ruine Schellenberg gibt Prof. Friedrich Karl Weysser folgende

 Beschreibung:

 

-Auf jetzt bewaldeter Bergkuppe mit sanften Neigungen auf allen Seiten

 eine Anzahl einzeln aus dem Boden emporragender, riesiger Granitfelsen

 mit zum Teil lagerhafter Struktur in sehr hohen Blöcken, oft wie aus riesigen

 Quadern gemauert.

 

-Auf einem der Blöcke in einer Höhe von 8-9 Meter steht ein Gebäude in un-

 regelmäßiger Form, ca. 9 m aufsteigend.

 

-An den Ecken glatte Quaderstücke in unregelmäßigem Verband rechts und

 links.

 

-Die Steine zeigen Zangenlöcher. Nirgens Buckelquadern.

 

-Das Flächenmauerwerk besteht aus großen und kleinen, ganz regellos

 gesetzten Bruchsteinen in weicher Mördelbettung.

 

-Gegen Nordosten ist ein kleines einfaches Schrotfenster zu sehen.

 

-Gegen Süden ebenfalls eine größere Öffnung.

 

-Eine Quaderkette an einer der stumpfen Ecken gegen Osten ist abgestürzt.

 

-Die Werkstücke liegen unten und zeigen die angearbeitete Ecke.

 

-Das Mauerwerk, 1,5 bis 2 Meter stark, scheint aus der ersten Hälfte des

 14. Jahrhunderts zu stammen.

 

-Um den besprochenen Bau gegen Osten zieht sich ein Wall, wahrscheinlich

 eine zerfallene Ringmauer, und bildet um die Felsen östlich einen ebenen

 Bering.

 

-Auf der Ostseite, etwa in der Mitte, Kellergewölbe mit erhaltenem Tonnen-

 gewölbe und einem gemauerten Hohlraum daneben.

 

-Auf einem zweiten Felsen, nördlich von dem bebauten, ebenfalls Mauer-

 spuren, ohne indes deren Verlauf genau feststellen zu können.

 

-Auch hier haben die Ecken des Mauerwerks versetzte Quaderketten.

 

-Auf dem nördlichen Felsen findet sich eine in Stein gearbeitete Sitzbank.

 

-Wahrscheinlich war dieser nördliche Felsen mit dem benachbarten durch

 eine Brücke verbunden.

 

-Eine Öffnung in der Mauer des Hauptbaues scheint darauf hinzudeuten.

 

-Die Felsblöcke im Westen waren vermutlich einstens mit Mauerwerk ver-

 bunden, worauf einige herumliegende, bearbeitete Mauersteine hindeuten.

 

-Die ganze Anlage macht einen wilden, grotesken Eindruck.

 

-Der Schellenberg ist reich an Sagen.

 

-Weitverbreitet im Volk ist die Sage von Vogt von Schellenberg, dem soge-

 nannten Schellenbergmännl, sowie die Sage von der Schauertanne und

 Blutbuche im Schellenberger Walde gegen Neuenhammer

                           Die Denkmäler von Bayern, Bezirksamt VOH, 1907, Seite 95-96

 

1910       Neukirchen Pfarrhof Neubau Pfarrhaus

                       Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 52.

                                            (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Nk um 1930)

 

03.06.1913   Georgenberg Gewitter Sturm Hagel Unwetter

                 (VOH, Anzeiger, 04.06.1913,, Verfasser, vermutlich, Pfarrer Zechmeier)

 

-Am 20. und 22. Juni 1913 hat es ununterbrochen 2 Tage lang geregnet.

                   (VOH, Anzeiger, 23.06.1913,, Verfasser, vermutlich, Pfarrer Zechmeier)

 

28.06.1914   Erster Weltkrieg, Thronfolger Franz Ferdinand

                          mit Gemahlin in Sarajevo ermordet

                           Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 177-178; (RH 2012)

 

08.11.1918   Entbindung der Beamten und Soldaten vom Treueid,

                                    Verkündung der Republik

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 178; (RH 2012)

 

1918             Kriegsende

 

1918     Unser Staat und der Weltfrieden Vertreibungsgedanke

    Abschrift: Unser Staat und der Weltfrieden, Übersetzung 1922, Seite: 3 bis; (RH 2012)

 

1918    Grenzvermessung Deutschland – Tschechoslowakei

                                          Oberpfälzer Heimat, Band 2, 1957, Seite 92 - 94

 

19.01.1919   Bund Deutschland erstmals Wahlrecht für Frauen

                                                                           (DNT 16.01.2009)

 

1921        Schulhausbau in Waldkirch

                                             (OWV-Chronik, 1981, Gemeinde G.berg, Seite 02)

 

-Waldkirch verdankt dem Pfarrherrn Pfarrer Leonhard Zechmaier das neu-

 erbaute Schulhaus in Waldkirch. 

                                             (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

Vor 1923      Adolf Hitler und seine Partei

-Jahre der politischen Unruhe, der Verfassungskonflikte, des Umsturzes

 folgten, gestützt auf die allgemeine wirtschaftliche Notlage und den deutsch-

 nationalen Geist des ehemaligen Militärs, konnte sich die "National-

 sozialistische Deutsche Arbeiterpartei" (NSDAP) erheben.

 

-Sie wurde zwar 1923 vorübergehend zerschlagen, aber noch im selben

 Jahr traf das Volk die große Geldentwertung (Inflation), und 1929 brachte

 die Weltwirtschaftskrise Arbeitslosigkeit und Not auch in unserer Heimat.

                           Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 178-179; (RH 2012)

 

1924         Hagenhaus Einpfarrung

-Ortsteil Hagenhaus, von Miesbrunn nach Neukirchen St. Christoph ein-

 gepfarrt.

                       Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 54.

 

1925        Tschechoslowakei und Frankreich schloss  

                    einen Bündnisvertrag Bunkerbau

-Auf deutscher Seite wurde der Bau von Bunkern für notwendig gehalten,

 da das Nachbarland Tschechoslowakei und Frankreich 1925 einen Freund-

 schafts- und Bündnisvertrag geschlossen hatten.

 

-Damit hätten beide Länder Deutschland gemeinsam angreifen können.

 

-Dies wäre wohl an der Stelle geschehen, wo der Staat am verwundbarsten

 war.

 

-Dies wurde besonders für das Gebiet der heutigen Autobahn A 6 gesehen,

 da die Luftlinie von der Grenze Frankreichs bis nach Waidhaus hier ledig-

 lich rund 320 Kilometer beträgt.

 

-Sollten beide Staaten Deutschland an dieser engsten Stelle durch einen

 militärischen Überfall teilen, würde die Nation handlungsunfähig gemacht.

 

-Der deutsche Bunkerbau ging unter "strengster Geheimhaltung" voran und

 die Baustellen waren mit hohen Bretterzäunen verborgen.

                                            Abschrift: Der Neue Tag, 13.10.2008; (RH 2012)

 

19.08.1926  Waldkirch Friedhof Grabfunde Götzenfigur

                                            (VOH, Anzeiger, 19.08.1926, von A. Schön, K.)

 

18.07.1926   Neukirchen Kriegerdenkmal Errichtung

                          Quelle: 300-jähr. Weihejubiläum, Pfk Nk zu St. Christoph, Seite 52.

 

-Das Denkmal, das zwischen Pfarrhof und Kirche steht, bildet eine Zierde

 des Kirchhofplatzes.

                                          (Pfarrbeschreibung Chronik Pfarrei Neuk um 1930)

 

1928    Glasschleife Neuenhammer Papiermühle und Faislbach

-Doch waren im Jahre 1928 die Polieren und Schleifen gut beschäftigt,

 u.a.: Neuenhamer, Karl Pöllmann; Papiermühle, Edmund Bloch;

 Faislbach, Bechmann und Kupfer.          

                                                      Die Oberpfalz, 1977, Seite 321 – 333

 

1929     Weltwirtschaftskrise brachte Arbeitslosigkeit und Not

-Viele klammerten sich an die Versprechungen, die der "Führer" der

 NSDAP, Adolf Hitler, gab.

                                   Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 179; (RH 2012)

 

12.02.1932    Kirchenpatrozinium am 25. Juli jeden Jahres

-Kirchenpatrozinium, am 25. Juli jeden Jahres, hierzu wird gern unsere

 Zustimmung gegeben.

                                          BZA Regensburg, Pf Nk St. Christoph, Pfk Nr. 10

 

01.04.1932  Nun Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz

-1932 wurde er mit Wirkung vom 01. April mit dem Regierungsbezirk Nieder-

 bayern zu einem neuen Regierungsbezirk unter der Regierung von Nieder-

 bayern und der Oberpfalz, die ihren Sitz in Regensburg hatte, zusammen-

 gefasst.

                      Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 199

 

1933-1935   Pfarrkirche Neukirchen Renovierung

                                                                              (DNT 01.03.2004)

 

00.00.1933  Hinterbrünst Bau Schulhaus und Kapelle

-Unter der Führung des Bürgermeisteramtes in Brünst durch Herrn Andreas

 Gilch in Waldheim und unter Verwaltung der Pfarrei Neukirchen St. Chr.

 durch H.H. Pfarrer Siegmund Raith wurde 1933 in Hinterbrünst mit dem

 neuen Schulhaus auch eine Schulkapelle gebaut.       

                                                                            (ON 12.07.1995)

 

1933          Deutschland Hitler kam an die Macht

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 179; (RH 2012)

 

18.03.1934  Neudorf Schule Planung Neubau                                    

                                                                            (DNT 16.09.1998)

 

13.10.1934   Hinterbrünst Schulhaus und Kapelle Einweihung

-Im Jahre 1934 wurde ein Altar mit der Staue der lieben Muttergottes mit

 dem Jesuskinde beschafft.


-1934 wurde von Gastwirt Franz Holfelder von Hinterbrünst eine neue

 Glocke gestiftet, gegossen von der Firma Hamm in Regensburg.

 

-Am 13.10.1934, Erteilung der Vollmacht zur Glocken- und Kapellenweihe.

 

-Am 19.10.1934 Glockenweihe, zu Ehren des Heiligen Josef.

 

-Am 20.10.1934 Benedizierung der Kapelle durch H.H. Kooperator

 Georg Ruhland.

                                                                            (ON 12.07.1995)

 

00.00.1935   Georgenberg Gemeinde Bürgermeistereien

-1935 und 1936 wurde eine Verwaltungsreform durchgeführt, in dem Bürger-

 meistereien gebildet wurden.

 

-Die Gemeinden Brünst, Neudorf, Waldkirch und Georgenberg bekamen

 eine gemeinsame Verwaltung in Georgenberg, blieben jedoch selbstständig.

 

-Dimpfl (Neuenhammer(Ost) kam als Mitgliedsgemeinde nach Bernrieth.

 

-Neuenhammer (West) war ja schon bei der Gemeinde Bernrieth.

                                                                       (ON, 28.11.1981)

                                        (OWV-Chronik, 1981, Gemeinde G.berg, Seite 01)

 

00.05.1936   Neukirchen Schule Notstand

-befand sich der Gauleiter auf einer Besichtigungsfahrt an der Grenze, ge-

 rade hier zu Neudorf (Neukirchen) Verhältnisse vor, die ihn ein sofortiges

 Eingreifen notwendig erscheinen ließen.

                                               (Bayerische Ostmark, 18.06.1938, RH 2017)

 

1937 - 1938  Bau Wasserversorgungsanlage Zweckverband

-Anläßlich des Schulhausbaues in Neudorf wurde eine zentrale Wasserver-

 sorgungsanlage errichtet (Quelle Feiselbach, Hochbehalter Waldkirch

 und Troidlberg).

 

-Mittels eines Zweckverbandes waren die Gemeinden Brünst, Neudorf,

 Waldkirch und Georgenberg dieser Wasserleitung angeschlossen.

 

-Im Jahre nach 1971, nach der Gebietsreform, wurde der Zweckverband

 aufgelöst und der neuen Gemeinde Georgenberg zugeführt. 

                                          (OWV-Chronik, 1981, Gemeinde G.berg, Seite 03)

 

03.01.1938   Neudorf Schule Wasserleitung Schwesternstation

-Seit Frühling 1937 wird schon geplant, Bau der Hans-Schemm-Schule,

 Musterschulhaus, mit Jugendheim, Schwesternstation und Badeanstalt.

 

-Drei Kilometer weit wird das reine Quellwasser aus dem Grenzwald bei

 Waldkirch zu den Ortschaften und verstreuten Weilern geleitet, die ganze

 Wasserleitungsanlage ist in mustergültiger Form angelegt, der Hochbe-

 hälter liegt an einer Stelle, wo eine einwandfreie Wasserversorgung

 auch für die höchstgelegenen Weilern gewährleistet.

                                                       (Bayerische Ostmark, 03.01.1938, RH 2017)

 

11.04.1938   Georgenberg Volksabstimmung

-Bist Du mit der am 13.03.1938 vollzogenen Wiedervereinigung Österreich

 mit dem Deutschen Reich einverstanden und stimmst Du für die Liste

 unseres Führers Adolf Hitler.

 

-Bernrieht: 128 ja, 3 nein; Brünst: 144 ja, 3 nein; Dimpfl: 242 ja, 3 nein;

 Georgenberg: 155 ja, 2 nein, Waldkirch: 111 ja, 0 nein.

                                                (Bayerische Ostmark, 11.04.1938, RH 2017)

 

19.06.1938   Neudorf Schule Hans-Schemm-Schule Einweihung

-Neben 3 Klassenräumen und einem Feierraum, sowie dem Lehrerzimmer

 enthält der Bau eine Grenzland- und Schulbücherei, eine Schulwerkstätte,

 einen HJ-Raum, Arztzimmer, eine Lehrküche, einen Kindergarten, zehn

 Brauseanlagen und zwei Wannenbäder für die Gemeinde.

 

-Ferner Wohnungen für die Lehrer, die NSP-Schwestern, die Kinder-

 gärtnerin und den Hausmeister.

 

-Ein Sportplatz mit Geräten, ein Schulgarten und Lehrergärten sind auf

 dem weiten Platz um die Schule angelegt.

 

-Etwa 8000 Menschen waren bei der Einweihung anwesend.

 

-Träger: Der NS-Lehrerbund Bayreuth, der Bewegung des Jugender-

 ziehungsgedankens.

                       (Bilder / Bayerische Ostmark, 18.09.1938, RH 2017 / 16.09.1998)

 

00.08.1938   Waldkirch Gemeinde Straße nach Floß Ausbau

-Die Straße von Waldkirch (Anhöhe Planerhöhe) in Richtung Flossenbürg

 vorbei nach Floß wurde neu ausgebaut und geteert.

                                               (Bayerische Ostmark, 00.08.1938, RH 2017)

 

03.10.1938   Einmarsch der deutschen Wehrmacht ins Sudetenland

-Am 03.10.1938 begann der Einmarsch der deutschen Truppen.

 

-Mittags wurde von tschechischen und deutschen Offizieren die Übergabe

 vollzogen.

 

-Innerhalb 20 Std. marschierten 20 000 Soldaten durch Waldheim und  

 Altfürstenhütte.

                                    Abschrift: Chronik Altfürstenhütte, Seite 24; (RH 2012)

 

1939             Bezirksämter heißen nun Landratsämter

-Seit 1939 führen die Bezirksämter die Bezeichnung Landratsämter.

                      Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 198

 

01.09.1939   Beginn zweiter Weltkrieg

-Mit Einmarsch deutscher Truppen in Polen am Freitag, den 01.09.1939 um

 5.45 Uhr früh, eröffnete Adolf Hitler den zweiten Weltkrieg, der alles in allem

 zwanzig Millionen Menschen das Leben kostete, davon zwölf Millionen

 durch unmittelbare Kriegseinwirkung, der eine tausendjährige deutsche

 Geschichte im Osten ausgelöscht hat, der 1945 mit einer vollständigen

 militärischen Niederlage und am 08. Mai mit der totalen Kapitulation sein

 Ende fand.

                     Abschrift: Tachau-Pfraumberger Heimat, Teil I, Seite 27 ; (RH 2012)

 

Juni 1943  Tschechoslowakei Benesch Umsiedlungsplanung

-Die sowjetische und amerikanische Zustimmung erfolgte im Juni 1943.

                                       Abschrift: Paulusbrunn, 1984, Seite: 199; (RH 2012)

 

24.04.1945   Krieg Amerikaner haben Brünst besetzt

-Als die Amerikaner am 24. April 1945 nachmittag den bayerischen Grenz-

 ort Brünst besetzten, sahen sie auf unserem Schweineberg noch einige

 Soldaten in Uniform.

            Abschrift: Heimatgeschichte Neulosimthal, Franz Stamm, Blatt 65; (RH 2012)

 

08.05.1945 Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht

-Bei der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am

 7./8. Mai 1945 war Deutschland vollständig besetzt.

 

-Die vier Besatzungsmächte USA, Großbritanien, UDSSR und Frankreich

 übernahmen die "oberste Regierungsgewalt in Deutschland", ohne damit

 Deutschland annektieren zu wollen.

 

-Mit der Ausübung der obersten Gewalt wurde der "Alliierte Kontrollrat" in

 Berlin beauftragt, dessen Entscheidungen einstimmig sein mussten.

                               Abschrift: Oberpfälzer Nachrichten, 15.02.1990; (RH 2012)

 

20.08.1945  Georgenberg noch Bürgermeisterei Sitz Waldheim

-Dazu gehörten die damaligen Gemeinden Georgenberg, Neudorf, Brünst

 und Waldkirch.

 

-Diese Einheit ist vor dem 2. Weltkrieg gebildet worden.

                                                                       (ON, 17.01.1981)

 

19.09.1945   Eisenhower erklärte Bayern zum

                        Staat mit einer Verfassung

                                Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 179; (RH 2012)

 

26.10.1945   Neukirchen Pfarrei Schwesternstation Aufbau

-Zwei weitere Schwestern vervollständigten die Station, dies waren

 Sr. Euphemia und Sr. Klementine.

 

-Aufgaben: Unterricht an der Schule, Handarbeitskurse, Kurse für

 Maschinenschreiben, Stenographie, unterhielten eine Nähstube,

 leisteten Mesnerdienste.

 

-Krankenschwester: Zuerst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad, dann mit dem

 Moped und seit dem 16.04.1957 mit dem Auto (VW).

            (Kirchenanzeiger 13.09.1970)

 

26.10.1945 Schwestern vom Hl. Kreuz kommen nach Neukirchen

-Pfarrei Neukirchen St. Christoph, Anforderung bein Ordinariat, Schwester

 Euphemia kam mit mehreren Schwestern und errichtete eine Aussenstelle

 ihres Ordens, der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz.

                                                                  (Zeitungsartikel, 1960)

 

1945        Zusammenbruch und Wiederaufbau

-Das Unheil des Zweiten Weltkriegs endete mit der bedingungslosen

 Kapitulation Deutschlands im Jahr 1945.

 

-Noch während der Besatzung durch die amerikanische Armee begann der

 staatliche Wiederaufbau von unten her, von der Gemeinde- und Stadtver-

 waltung aus.

                                 Abschrift: Heimat Oberpfalz, 1966, Seite: 179; (RH 2012)

 

1946 - 1948 Georgenberg Gemeinde Bürgermeisterei Georgenberg

                                          (OWV-Chronik, 1981, Gemeinde G.berg, Seite 04)

                                                                                

11.03.1946  Beginn der Vertreibung aus der Tschechoslowakei

-Pro Person waren 50 kg Gepäck erlaubt, wobei Wertgegenstände noch

 Urkunden, Sparbücher usw. mitgenommen werden durften.

                  Abschrift: Die verschwundenen Dörfer, Band III, Seite 12-13; (RH 2012)

           Abschrift: Gedenkbuch und Chronik, Gemeinde Waldheim; Seite: 37; (RH 2012)

                                     Abschrift: Chronik Altfürstenhütte, Seite 25; (RH 2012)

              Abschrift: Heimatgeschichte Neulosimthal, Franz Stamm, Blatt 66; (RH 2012)

 

01.01.1948   Gemeinde Einheitsgemeinde Ausgliederung

-1948 wurde diese aufgelöst, dann wieder Ausgliederung in die schon da-

 mals gewesenen Dorfgemeinden (wie vor 1935) Gemeinden Georgenberg,

 Neudorf, Brünst und Waldkirch.

 

-Eine Ausgliederung erfolgte auch der Gemeinde Dimpfl (Neuenhammer Ost)

 weg von der Gemeinde Bernrieth.


-Dies dauerte dann bis 31.12.1971.

                                                                       (ON, 17.01.1981)

                                                         (OWV-Chronik, 1981, Gem Gbg, Seite 01)

 

01.04.1948  Trennung Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz

                         Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 199

 

20.06.1948  Deutschland Sonntag Kopfgeldausgabe 40 DM pro Kopf

-Für 1960 Reichsmark wurden 112800 DM ausbezahlt, 1500 DM erhielten

 Personen, die keine Reichsmark einzahlen konnten.                                       

                                                                     (Beilage DNT 2000)

 

1949       Gründung der Bundesrepublik Deutschland  

-Beide Staaten verstanden sich als Staatskern für Gesamtdeutschland.

 

-Die vier Großmächte behielten die oberste Gewalt in dem weiterhin der

 Militärregierung direkt unterstellten Berlin (Vier-Mächte-Status) und in

 Deutschland als Ganzem.

                                     Abschrift: VOH, Anzeiger, 15.02.1990, (RH März 2006)

 

 

00.00.1953   Waldkirch Filialkirche Wunsch eines Neubaues

                                                                       (ON 29.07.1989)

 

12.04.1953   Neukirchen Pfarrei Antrag auf Verlagerung

-Neubau einer Pfarrkirche in Georgenberg, Anfrage von Pfarrer Michael

 Wagner.

                  BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 7

 

07.12.1953   Schwanhof Friedhof Leichenhausbau Gemeinde

-Kirchenverwaltung übernimmt das Leichenhaus von den 5 politischen

 Gemeinden. Kosten: 17718,40 DM.

                 BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 17

 

01.03.1954   Neukirchen Pfarrei Neukirchen Sankt Christoph

                                    Antrag Verlagerung

-Kirchen- und Pfarrhofneubau in Georgenberg.


-Durch H.H. Pfarrer Michael Wagner werden sie bereits informiert worden sein,

 dass Herr Georg Feiler von Georgenberg 1, ein Grundstück zum Bau einer

 Kirche gestiftet hat, wenn auf diesen Grundstück in den nächsten 15 Jahren

 eine Kirche gebaut werden kann.

-Anfrage von Bürgermeister Sollfrank.

                   BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 7

 

03.07.1955  Kriegerdenkmal Zweiter Standort

                     Neukirchen Sank Christoph

-Enthüllung, Zweiter Standort, Kriegerdenkmal in Neukirchen zu St. Chr., mit

 zusätzlichen zwei Namenstafeln der Gefallenen und Vermissten aus dem

 2. Weltkrieg.

                BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 29

 

1957-1958   Pfarrkirche Neukirchen Renovierung

                                                                            (DNT 01.03.2004)

 

1957    Böhmisch-Waldheim Abriss der letzten Häuser und Ruinen

                      Abschrift: Tachau-Pfraumberger Heimat, Teil I, Seite 175 ; (RH 2012)

 

1958      Waldkirch ehemaliger Friedhof Fund Reihengräber

-1958 stieß man bei Erdarbeiten zum Bau der neuen Kirche auf Reihengräber.

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 25 - 36

 

09.08.1959   Waldkirch Filialkirche Konsekration

-Konsekration der Filialkirche in Waldkirch am 09.08.1959.

          Quelle: Pfarrbeschreibung aus Matrikel des Bistums Regensburg im Jahre 1997

 

16.08.1959   Waldkirch Filialkirche Neubau Abschlussbericht

-Etwas über ein Jahr nach der Grundsteinlegung erhielt die neuerbaute St.

 Josefskirche in Waldkirch am 09.August durch Weihbischof Josef Hiltl die

 kirchliche Weihe.

 

-Da die alte Kapelle St. Johann Baptist nur für knapp 40 Personen aus-

 reichend war, gründeten die Einwohner der kleinen Gemeinde im Jahre

 1955 einen Kirchenbauverein und trugen selbst mit vielen Sach- und Geld-

 spenden zum Kirchenbau bei.

 

-Zu einem Grundstein, fonds des Herrn Erzbischofs kamen 5000 freiwillige

 unbezahlte Arbeitsstunden der Gemeindemitglieder und 63 cbm Holz

 wurden gespendet.

 

-Der Bau ist schlicht gehalten und entspricht dem einfachen Charakter des

 Dorfes.

 

-Die Innenausstattung aus dem heimischen Baustoffen Granit und Holz ist

 harmonisch aufeinander abgestimmt.

 

-Abschlussrechnung am 03.10.1961: 74 434,90 DM.

                  BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 9

 

17.12.1961   Pfarrkirche Neukirchen Sankt Christoph,

                               Glockenweihe

-Zwei neue Glocken, 13 Zentner und 6 Zentner. Glockengießerei in Passau.

-Sonntag, den 17.12.1961 Glockenweihe.

                   BZA Regensburg, Pfarrakten Nk Sankt Christoph 1946-1982, Signatur 7                

 

28.10. 1962  Kuba-Krise, die amerikanische Besatzungsmächte

                       auf deutschem Gebiet in Bereitstellung

                                            Abschrift: Der Neue Tag, 31.05.2011; (RH 2012)

 

12.09.1965    Neudorf Schule Einführung mit Schulbus zur Schule

-Verbandsschule Neudorf / Georgenberg-Brünst, Fahrplan siehe Pfarrbrief.

                                                 (Kirchenanzeiger Nk St. Chr. 26.09.1965)

 

1966   Waldkirch ehemaliger Friedhof Fund Steinkistengräber

                                      Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 25 – 36

 

00.05.1966  Waldkirch Fund Romanische Reihengräber Grabplatte

                                     2 weitere im Jahre 1968

                                        Oberpfälzer Heimat, Band 11, 1957, Seite 98 – 100

                                     Oberpfälzer Heimat, Band 55, 2011, Seite 25 – 36

              (OWV-Chronik, 1981, Marterln, Flurdenkmäler, Seite: 6 – 8, Franz Schacht)

 

27.11.1966   Neue Benennung „Neukirchen zu St. Christoph“

-Erstmalige Benennung der Pfarrei „Neukirchen zu St. Christoph“, bisher

 „Neukirchen St. Christoph, auch die Ortschaft nennt sich jetzt

 so!                                                               (Kirchenanzeiger 27.11.1966)

 

01.09.1969  Neudorf Schule Verbandsschule

-Schuljahr 1969 werden die Schüler von Brünst, Neudorf, Waldkirch und 

 Neuenhammer im Austauschverfahren

 zusammengefahren.

                                                         (Kirchenanzeiger 07.09.1969)

 

00.00.1970  Hinterbrünst Schule Auflösung der Grundschule Brünst

-Die Kinder wurden der Grundschule in Neudorf integriert.

                                                       Festschrift der FFW Br. 1976, Seite 58

 

18.10.1970  Georgenberg Bildung einer Großgemeinde Abstimmung

-Kirchweihsonntag, Abstimmung, 2 Fragen:

-Für oder gegen die Bildung einer Großgemeinde,

-und die Namensgebung der zukünftigen Großgemeinde?

-Rund 85 % haben sich dann für die Großgemeinde Georgenberg ausge-

 sprochen.

 

-Inkrafttreten solle dies am 01.01.1971, die neue Gemeindeverwaltung solle

 dann in das im Jahre 1970 neugebaute Rathaus

 einziehen.

                                                    (ON 30.12.1995 / DNT 31.12.2010)

 

01.12.1970   Eingemeindung Vertrag Unterschrift

-Die 5 Bürgermeister der Gemeinden: Brünst, Georgenberg, Neudorf,

 Dimpfl/Neuenhammer und Waldkirch haben den Vetrag zur Zusammen-

 legung der fünf Gemeinden zu einer Gemeinde Georgenberg unterschrieben.

-Hierzu gab es eine zusätzliche Schlüsselzuweisung von 500 000 DM.

 

-Dies waren die Bürgermeister: Johann Nickl, Johann Frischholz, Erhard

 Striegl, Adolf Herold und Otto Gruber.

                                                     (ON 26.02.1996 / DNT 31.12.2010)

 

01.01.1971   Georgenberg Gemeinde Zusammenlegung

-Am 1. Januar 1971 wurden die Gemeinden Brünst, Dimpfl (Neuenhammer

 Ost), Georgenberg, Neudorf und Waldkirch zur neuen Einheitsgemeinde

 Gemeinde Georgenberg zusammengelegt.

                      Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 232

 

-Sitz der Gemeinde ist Georgenberg, im bereits vorhandenen neuen Rathaus.

 

-Die bisherigen gewählten Gemeinderäte der 5 ehemaligen Gemeindeteile

 waren bis zur ersten Wahl zu der Gebietsreform im Jahre 1972 bis zum

 11.06.1972 bzw. 01.07.1972 noch im Amt.                                                

                                                         (ON 15.11.1988 (Erhard Striegl)

 

28.02.1971   Gemeindewahl Großgemeinde Georgenberg

-Adolf Herold wurde als Bürgermeister der Großgemeinde Georgenberg

 gewählt.                                                         (Zeitungsartikel, 08.10.1971)


-Vom 01.01.1971 bis zu dieser Wahl hatte der Regierungsamtmann Max

 Steger zusammen mit Adolf Herold, als bisherigen Standesbeamten,

 kommissarisch die Geschäfte in Georgenberg geführt. 

                                                      (ON 30.12.1995 / DNT 31.12.2010)

 

Um 1972        Waldkirch Schule Auflösung                                  

                                                                              (ON 24.04.1985)

  

01.01.1972   Auflösung der Gemeinde Bernrieth

                     Teilzuteilung zu Georgenberg

-Am 01. Januar 1972 (01.07) wurde u.a. die Gemeinde Bernrieth aufgelöst.

 

-Von der Gemeinde Bernrieth wurden der Gemeindeteil Neuenhammer

 (West) der Gemeinde Georgenberg zugewiesen, die Gemeindeteile

 Bibershof, Birkenbühl, Hagenmühle, Pfifferlingstiel, Radwaschen,

 Schafbruck und Unterbernrieth der Stadt Pleystein und die Gemeinde-

 teile Mangelsdorf, Oberbernrieth, Oberfahrenberg und Unterfahrenberg

 dem Markt Waldthurn

                       Historischer Atlas von Bayern, 1977, VOH, Dieter Bernd, Seite: 232

 

28.01.1972   Gemeinde Georgenberg und Schulverband

-Durch die Eingliederung des Ortsteils Neuenhammer beschlossen der

 Gemeinderat und der Schulverband den Schulverband Georgenberg

 aufzulösen.                                                        (Zeitungsartikel, 04.1972)

 

01.07.1976   Georgenberg Gemeinde Eingliederungen

-Zum 01. Juli 1976 erfolgte die Auflösung der Gemeinde Reinhardsrieth und

 die Eingliederung der Ortschaften Leßlohe, Oberbernlohe, Unterbernlohe,

 (Bernlohe) und Hagenhaus in die Gemeinde Georgenberg.

                                                    Festschrift der FFW Br. 2012, Seite 126

 

-Mit Verordnung der Regierung der Oberpfalz wurden mit Wirkung vom 01.

 Juli die Orte Leßlohe, Bernlohe (jetzt Unter- und Oberbernlohe) und Hagen-

 haus der mit dem Zeitpunkt aufgelösten Gemeinde Reinhardsrieth in die

 Gemeinde Georgenberg eingegliedert.

 

-Der bisherige 1. Bürgermeister (Baier) und ein Gemeinderatsmitglied des

 eingegliederten Gebiets werden vor etwaigen Entscheidungen die das ein-

 gegliederte Gebiet betreffen, bis zur Wahl eines Ortssprechers zu den

 Beratungen hinzugezogen.

 

-Die bestehenden Angliederungsgenossenschaften Leßlohe, Bernlohe und

 Hagenhaus sollen der Jagdgenossenschaft Brünst angeschlossen

 werden.

                                                                            (ON, 03.07.1976)

 

01.05.1978  Gemeinde Georgenberg, Stadt Pleystein

                  Verwaltungsgemeinschaft

                                                              (ON 27.04.1990 / 20.08.1998)

 

19.06.1982  Gemeinde Georgenberg Gemeindewappen

                                                                        (ON, 19.06.1982)

 

23.12.1989   Genscher durchschneidet mit Dienstbier

                   symbolisch den Grenzzaun bei Waidhaus

                                Abschrift: Oberpfälzer Nachrichten, 22.12.1989; (RH 2012)

 

01.09.1995  Georgenberg Gemeinde Gemeinderatssitzung

-Aufhebung der Ortsteile Bernlohe und Rehberg, Einführung der neuen

 Ortsteilnamen:


 Oberbernlohe, Unterbernlohe, Oberrehberg und Unterrehberg,

 sowie die Neubenennung von Waffenschmiede und Danzerschleif,

 auch Danzermühle.


-Die Häuser im bisherigen altbesagten Ortsteil Schweizerhof erhalten

 nun neu den Straßennamen Schweizerhof 1 bis sowieso.   

                                     ON 09.08.1995 / 01.09.1995)

 

01.09.1995   Georgenberg Gemeinde Ortsnamen Änderungen

-Bernlohe in Oberbernlohe und Unterbernlohe

-Rehberg in Unterrehberg und Oberrehberg.

-Faislbach Hs.-Nr. 10 und 10 ½ in Danzerschleif (Hs.-Nr. 1 und 2)

-Galsterlohe Hs.-Nr. 10 in Danzermühle (Hs.-Nr. 1)  

-Georgenberg Hs.-Nr. 14 in Waffenschmiede (Hs.-Nr. 1 und 2)

-Die Häuser im bisherigen altbesagten Ortsteil Schweizerhof erhalten nun

 neu den Straßennamen Schweizerhof 1 bis sowieso. 

                                                                       (ON 01.09.1995)

      

01.01.1996   Georgenberg Gemeinde Straßennamen

-Neue Namen für Straßen in der Ortschaft Georgenberg: Flossenbürger

 Straße, Waidhauser Straße, Waldthurner Straße, Mitteräcker, In den

 Äckern, Mühlweg, Alte Königsstraße, Tradl und Zum Zottbach.

                                                                       (ON 02.01.1996)

 

01.01.1997   Hinterbrünst Hausnummern Änderung

-Hinterbrünst, Neueinteilung der Hausnummern

-Hinterbrünst Hs.-Nr. 33, Verlagerung zu Lösselmühle Hs.-Nr. 2

                                                                        (ON 04.01.1997)

 

1997   Neukirchen Pfarrei Pfarrbeschreibung St. Christoph 1997

                              Quelle: Matrikel-Übersichtsbuch des Bistums Regensburg 1997

 

-Neukirchen zu St. Christoph, Pfarrei St. Christoph, Dekanat Leuchtenberg

 

-Am 23.01.-1877 wurde N, das bis dahin zu Waldthurn gehört hatte, zur

 Pfarrei erhoben.

 

-Als erster Pfarrer wirkte Joseph Winklmayer.

 

-das Präsentationsrecht hatten die Fürsten von Lobkowitz als Inhaber der

 Herrschaft Waldthurn; nach deren Verkauf an das Königreich Bayern 1807

 ging das Präsentationsrecht auf die bayerische Regierung über, die es bis

 heute ausübt.

 

-1924 wurde Hagenhaus aus der Pfarrei Miesbrunn nach N umgepfarrt.

 

-Der bisher zu Waldthurn gehörende Teil von Neuenhammer (West) kam

 1996 zu Neukirchen.

 

-Brünst hieß früher eine zeitlang Vorderbrünst.

 

-Pfarrarchiv ist seit 1609 in der Pfarrei.

 

-Pfarrmatrikel: 1757/1771-1877/1891/1924 im Bischöfl. Zentralarchiv in

 Regensburg, ab dann in der Pfarrei.

 

-Gemeinde Georgenberg, Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab /OPf.

 

-Katholiken:  1541; Nichtkatholiken: 24

 

-Zur Pfarrei gehörende Ortschaften:

 

Neukirchen zu St. Christoph        D               95 K

  Brünst                                     D               57 K         5 Km

  Danzerschleif                           E                4 K          4 Km

  Dimpfl                                     D             125 K          7 Km

  Faislbach                                D             105 K          2 Km

  Galsterlohe                             W              45 K          4,5 Km

  Gehenhammer                        W                9 K         2,5 Km

  Georgenberg                           D              190 K         1,5 Km

  Hagenhaus                             W                35 K          6 Km

  Hammermühle                        W                36 K          6,5 Km

  Hinterbrünst                            D               135 K          3,5 Km

  Krautwinkl                               E                  1 K           1 Km

  Kühtränk                                 E                  4 K           7 Km

  Lösselberg                             W                  5 K           2,5 Km

  Lösselmühle                           W                30 K           2 Km

  Neudorf                                   D                 85 K          0,8 Km

  Neuenhammer                         D                123 K          6 Km

  Papiermühle                            E                    5 K          5 Km

  Prollermühle                            E                  15 K          8 Km

  Rehberg                                  D                  95 K          4 Km

  Schmidtlerschleif                     E                   6 K          7 Km

  Schwanhof                              D                 95 K         1,5 Km

  Vorderwaldheim                       W                  9 K          2,5 Km

  Waldheim                               W                 22 K          2 Km

  Waldkirch                               D                 210 K         6 Km

 

-Summe: 25 Ortschaften, 1500 Katholiken

 

-Pfarrkirche: Christophorus; Kern 1609, neu erbaut 1709;

 

 Konsekriert am 29.07.1973; 300 Sitzplätze, 4 Altäre , davon 1 Volksaltar,

 konsekriert am 29.07.1973; Orgel (19 Jh.); 3 Glocken; Eigentum und

 Baulast Kirchenstiftung.

 

-Nebenkirchen: Brünst, Maria Himmelfahrt; erbaut 1934; 60 Sitzplätze,

 2 Altäre, davon 1 Volksaltar, 1 Glocke, Eigentum und Baulast

 Gemeinde Georgenberg.

 

-Neuenhammer: BMV: Beata Maria Virgo, Tauf- und Traurecht; erbaut

 1836/1837, Konsekriert am 15.07.1837; 100 Sitzplätze, 2 Altäre, davon

 1 Volksaltar, Orgel 1840, 2 Glocken, Eigentum und Baulast privat.

 

-Waldkirch: Joseph; Tauf- und Traurecht, erbaut 1958; konsekriert am

 09.08.1959, 132 Sitzplätze, 2 Altäre, davon 1 Volksaltar, Orgel 1989,

 3 Glocken, Eigentum und Baulast innen die Dorfgemeinschaft außen

 die Gemeinde Georgenberg.

 

-Kapellen: Georgenberg, erbaut 1990, Eigentum und Baulast, privat,

          (Spreißl-Hans-Kapelle, Familie Bäumler)

 

-Georgenberg, Dorfkapelle St. Georg, erbaut im Jahre 1996, Eigentum

              und Baulast, (Kapellenbauverein) Fördergemeinschaft

              St. Georg.

 

-Waldkirch: Alte Kapelle, geweiht dem Johannes des Täufers, erbaut

 im Jahre 1821, 1841 benediziert, Eigentum und Bauleistung ist die

 Gemeinde.

 

-Religiöse Denkmäler: Steinerne Marter, Christophorus, erbaut 1743,

 Eigentum und Bauleistung ist die Kirchenstiftung.

 

-Friedhof: 3184 m2, 389 Grabplätze, Eigentum, Bauleistung und Ver-

 waltung die Kirchenstiftung.

 

-Leichenhaus: 1. Bau, um 1953, 2. Bau im Jahre 1989, Eigentum und

 Bauleistung, die Kirchenstiftung.

 

-Pfarrhaus (Pfarrhof): erbaut 1910, 11 Zimmer, davon 3 Diensträume,

 Garten 1650 m2, Eigentum und Bauleistung, Pfründestiftung.

 

Sonstige kirchliche Gebäude:

 

-Pfarrheim/Jugendheim, erbaut 1792 (früher altes Schulhaus), erweitert

 wie vor genannt im Jahre 1985, Nutzfläche 450 m2, Eigentum und

 Baulast Kirchenstiftung, teilweise vermietet.

 

-Mesnerhaus: erbaut Mitte 19. Jh., Nutzfläche 55 m2, Eigentum und

 Baulast die Kirchenstiftung, vermietet.

 

-Kindergarten: erbaut 1977, Nutzfläche 338 m2, Eigentum und Baulast

 Kirchenstiftung.

 

-Grundbesitz: Kirchenstiftung, 2,2299 ha, Pfründestiftung 10,2772 ha.

 

-Schulen: Grundschule Neudorf-Georgenberg 4 Klassen, 11 Religions-

         stunden.

 

-Klösterliche Niederlassung: Kongregation der Barmherzigen Schwestern

 vom HL. Kreuz, errichtet im Jahre 1945, ambulante Krankenpflege,

 Kindergarten.

 

-Caritative Einrichtung: Ambulante Krankenpflegestation, gegründet 1945,

 Träger ist die Kirchenstiftung.

 

-Kindergarten: gegründet 1945, 50 Plätze, Träger Kirchenstiftung

 

-Kirchliche Vereinigungen: Bruderschaft des Heiligen und Unbefleckten

 Herzens Maria zur Bekehrung der Sünder, gegründet 1872, 174 Mit-

 glieder, Erneuert am 30.06.1936.

 

-Katholischer Burschenverein Neukirchen St. Christoph, gegründet 1906,

 seit 1972 KLJB.

 

-DJK (Deutsche Jugendkraft-Sportverein), gegründet 1950.

 

-Katholischer Frauenbund Neukirchen St. Christoph gegründet 1987.

 Nicht 1987, sondern 21.03.1985 (Siehe Kirchenanzeiger)

 

-Außergewöhnliche Seelsorge:

 

-Bittgänge in der Bittwoche nach Brünst, zum Fahrenberg und nach

 Waldkirch.

 

 Letzte Mission im Jahre 1970.

 

-Kirchliche Bildungsarbeit:

 

-Pfarr- und Gemeindebücherei, wieder gegründet im Jahre 1985

 

-Kath. Erwachsenenbildung.

 

30.01.1998   Georgenberg Sandfeld Straßenname neu

-Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet Sandfeld gefasst. 

                                                                          (DNT 30.01.1998)

 

                          Ende der Zusammenstellung

                          Rupert Herrmann, 06.09.2019